Auf Abstieg folgt Umbruch

Verbandsliga: Petersberg heute in Weidenhausen

09. Mai 2018, 06:00 Uhr

Mathias Lissek hat dieser Tage alle Hände voll zu tun.

Der Abstieg in die Gruppenliga ist fix, dazu kehren acht bis neun Spieler dem Verein im Sommer den Rücken – die Lage beim RSV Petersberg war schon einmal rosiger. Dennoch blicken der Sportliche Leiter Mathias Lissek und Trainer Jürgen Krawczyk optimistisch auf die Jubiläumssaison voraus, schließlich wird der RSV nächstes Jahr 100 Jahre alt.

Lissek sieht seinen RSV Petersberg auf einen Umbruch zusteuern, Krawczyk spricht von einem „Ausbildungsjahr“, wenn er von der Spielzeit 2018/19 spricht. Fakt ist, dass der Petersberger Kader angesichts der Abgänge von Christian Beikirch (Steinbach), Julian Wehner (Horas), Daniel Nüchter (Hattenhof), Patrick Wingenfeld (Bronnzell), Jonas Fröhlich (Müs), Jonas Grösch (Ziel unbekannt), Patrick Müller (Dipperz/Dirlos), Tim Stenger (Laufbahnende) und womöglich auch Ferhat Yildiz ein neues Gesicht erhält.

Eine Spielerflucht, die Lissek allerdings relativiert wissen will: „Jeder Spieler hatte seine Gründe zu wechseln, die Jungs hatten alle kein grundsätzliches Problem mit dem RSV Petersberg. Klar ist dennoch, dass uns einige Abgänge, gerade von jungen Spielern, persönlich ganz schön enttäuscht haben“, so Lissek, der dieser Tage entsprechend viele Gespräche zu führen und immerhin schon einige personelle Neuerungen auf den Weg gebracht hat: So wird Mittelfeldmann Patrick Stupp im Sommer vom A-Ligisten RSV Margretenhaun zurückkehren, dazu schließt sich der defensiv orientierte Tim Ströder von der A-Jugend des Hessenligisten Viktoria Fulda dem RSV Petersberg an. „Mit Florian Bott aus der A-Jugend und Mark Lindiger, der aufgrund beruflicher Verpflichtungen in dieser Saison quasi kaum zur Verfügung gestanden hat, haben wir dazu noch zwei interne Neuzugänge dabei.“

Stupp kehrt zurück, Kücükler bleibt

Aus dem Stamm des Kaders hätten die Routiniers Boris Aschenbrücker und Kapitän Andreas Brzoza wie auch Keeper Timo Goldbach, Mario Vogt, Adrian Bleuel, Adrian von Pazatka, Marc Aschenbrücker, Alexander Kilian, Julian Elm, Jannes Ehresmann und mittlerweile auch Kubilay Kücükler für die kommende Saison zugesagt. „Der Gruppenliga-Kader umfasst Stand jetzt 15 Mann. Vier, fünf Leute braucht es noch“, rechnet Mathias Lissek vor, schließlich wolle man in der tieferen Liga eine gute Rolle spielen. Jürgen Krawczyk, der bereits für die nächste Saison zugesagt hat, sieht insbesondere im Mittelfeld und im Angriff noch Handlungsbedarf.

Mit Geld sind die Akteure freilich nicht zu locken, eine gute Kameradschaft und auch das baldige Vereinsjubiläum soll den Spielern den Waidesgrund schmackhaft machen. „Es ist Kärrnerarbeit“, weiß Mathias Lissek, der die Sportliche Leitung in der kommenden Spielzeit abgeben wird. „Ich betreue noch die D-Jugend und die Zweite, darüber hinaus bin ich bei den Alten Herren aktiv. Generell müssen wir uns im Hinblick aufs 100-Jährige im Vorstand auch neu strukturieren.“

Viel Zukunftsmusik also. In der Gegenwart wartet heute erst einmal das schwere Gastspiel in Weidenhausen (19.30 Uhr). „Neben Hünfeld sind die Adler für mich die stärkste Verbandsligamannschaft“, hat Coach Krawczyk erkannt, dennoch wolle man am Chattenloh noch einmal alles mobilisieren, „um vielleicht auch mal einen unverdienten Sieg nach unzähligen unverdienten Niederlagen einzufahren. Das wäre natürlich ein Coup“, weiß Krawczyk, der Torjäger Boris Aschenbrücker nach dreiwöchiger Trainingspause zumindest für einen Kurzeinsatz mitnehmen wird, auch Youngster Florian Bott steht im Kader. Fehlen werden Patrick Wingenfeld und Jonas Grösch, die beide jeweils verhindert sind.

Autor: Christian Halling

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