Bei Sieg im Spitzenspiel und Roßdorfer Patzer wäre Gläserzell Meister

Frauen-Hessenliga: In diesem Jahr würde der SVG aufsteigen

13. Mai 2016, 09:33 Uhr

Schon am Montag könnte der SVG im Optimalfall wieder die Korken knallen lassen. Foto: Verein

Die Hessenliga-Fußballerinnen des SV Gläserzell könnten am Pfingstmontag - vorausgesetzt Konkurrent Roßdorf patzt - ausgerechnet gegen den direkten Verfolger Hessen Wetzlar II die Meisterschaft perfekt machen und ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Wenn am Montag um 16 Uhr in Gläserzell der Anpfiff ertönt, hoffen die Spielerinnen auf eine würdige Kulisse.

Nachdem ausgerechnet Schlusslicht und Lokalrivale SG Rückers den Wetzlar-Spielerinnen ein Bein gestellt hatte, geht Gläserzell mit der komfortablen Ausgangsposition von vier Punkten Vorsprung in die Partie. Gefeiert werden kann der Titelgewinn allerdings nur dann, wenn der Tabellendritte RSV Roßdorf sein Auswärtsspiel am Samstag in Zierenberg nicht gewinnt und Gläserzell am Montag siegt.

„Der Druck liegt jetzt eindeutig bei Wetzlar, möchten sie noch mal ein Wörtchen um den Titel mitreden“, blickt Trainer Stephan Fröhlich ganz entspannt auf das Gipfeltreffen, betont allerdings auch: „Zuhause ist der Anspruch immer, dass wir drei Punkte holen wollen.“

Dass sein Team nach der Meisterschaft 2015 und dem Verzicht auf den Aufstieg auch in diesem Jahr eine solch gute Rolle spielen würde, war laut Fröhlich nicht unbedingt so zu erwarten: „Wir haben die ganze Saison daran gearbeitet, die Motivation in der Mannschaft hochzuhalten, denn es ist nicht so einfach, wenn du Meister warst und auf den Aufstieg verzichtest, weiter gierig zu bleiben.“ In diesem Jahr soll das Aufstiegsrecht allerdings wahrgenommen werden. „Für mich persönlich wäre das ein goldener Abschluss in Gläserzell, aber das soll nicht an erster Stelle stehen. Ich persönlich messe meine Arbeit nicht zwingend am Tabellenstand, sondern daran, ob ich die gesamte Mannschaft vorangebracht habe. Und ich hoffe, dass mir dies in den letzten beiden Jahren gelungen ist“, so Fröhlich.

Autor: Viktoria Goldbach