„Das vielzitierte Scheißefressen ist gefordert“

Verbandsliga: Petersbergs neuer Coach im Gespräch

25. Oktober 2017, 08:30 Uhr

Christian Hehrmann hat beim RSV nun den Hut auf. Foto: Charlie Rolff

Ganz neu ist die Situation nicht für Christian Hehrmann, der fortan bis mindestens zur Winterpause den Verbandsligisten RSV Petersberg coachen wird. Denn schon einmal, nach Goran Gajics Rücktritt, saß er hauptamtlich auf der Bank, dazu leitete er unter Rolf Gollin auch hier und da Einheiten, gerade wenn es um den Athletikbereich ging.

Nun wird der 32-Jährige, seit der E-Jugend im Verein, hauptamtlich bis mindestens zur Winterpause das Sagen haben: „Boris Aschenbrücker wird mich in den ersten zwei Wochen unterstützen, sobald er aber wieder fit ist, wird er sich wieder rein auf das Spielen konzentrieren“, verdeutlicht Hehrmann die Rollenverteilung und fügt an, „dass es sich ob der Verletzung von Boris einfach ergeben hat, dass er solange an der Seitenlinie voll dabei ist, weil er als Spieler voll akzeptiert ist und gerade den Offensivkräften das eine oder andere mit an die Hand geben kann“.

Hehrmann selbst wird die Uhren nun keineswegs auf Null stellen: „Ich glaube nicht, dass ich jetzt großartig etwas umkrempeln kann, das werde ich nicht und das brauche ich auch nicht.“ Wichtig sei allerdings, dass die Mannschaft nun sofort bereit sei, dass vielzitierte Scheißefressen auch wirklich zu beherzigen und sich so der etatmäßig besser bestückten Konkurrenz zu stellen.

Der neue Coach musste nicht lange überlegen, wie er ausführt, schließlich sei er zwar noch nicht ganz so lange wie Boris Aschenbrücker im Verein, aber immerhin schon seit der E-Jugend, spielte viele Jahre für den RSV, bevor er nach einem Kreuzbandriss im Mai 2014 seine Laufbahn beenden musste und seither im Trainerstab aktiv ist. „Jetzt kann ich dem Verein etwas zurückgeben“, bekräftigt er und betont, „dass ich davon überzeugt bin, dass wir mit der Mannschaft noch einiges erreichen können“. Wie es nach Winterpause weitergehen wird, darüber gelte es zu gegebener Zeit zu sprechen, entscheidend werden dann unter Garantie auch die Ergebnisse des aktuell Vorletzten sein.

Autor: Johannes Götze