Der (fast) perfekte Tag soll wiederholt werden

Verbandsliga: Petersberg steht vor dem nächsten Härtetest

28. Februar 2017, 14:06 Uhr

Boris Aschenbrücker, Adrian von Pazatka, Kubilay Kücükler (von links) und Co. waren gegen Sand gut drauf. Foto: Charlie Rolff

Mit einem 2:0-Erfolg gegen Verbandsliga-Primus Sand auf dem kleinen Kunstrasenplatz am Waidesgrund hätten wohl nur die wenigsten Anhänger des RSV Petersberg im Vorfeld des Restrunden-Auftakts gerechnet. RSV-Trainer Rolf Gollin lässt den (fast) perfekten Tag Revue passieren - und blickt bereits auf den nächsten Härtetest voraus.

"Ich muss ein großes Lob an die gesamte Mannschaft aussprechen. Wir haben den Respekt vor dem Tabellenführer völlig abgelegt und waren schon richtig im Punktspielbetrieb drin. Es ist alles optimal gelaufen", schwärmt Gollin. Stets diszipliniert und konzentriert arbeitete der RSV gegen die spielerisch wohl beste Mannschaft der Liga nach hinten, ließ so trotz des kleinen Platzes kaum eine Chance zu und wurde offensiv immer wieder gefährlich. Selbst die vier Aluminium-Treffer konnten die Freude am Ende nicht trüben, da Petersberg zweimal traf und Christian Beikirch bei seinem Comeback im Kasten kein einziges Mal hinter sich greifen musste.

Wie groß letztlich der Anteil des Kunstrasenplatzes am Erfolg war - am Tag zuvor schaute sich Klassenleiter Horst Riemenschneider die Gegebenheiten noch vor Ort an - wollte der RSV-Übungsleiter nicht in Gänze beantworten. "Natürlich braucht man auf diesem Untergrund eine andere Idee als auf dem normalen Platz. Aber wir wären auch auf Rasen selbstbewusst in die Partie gegangen", macht Gollin klar. So sei es auch keine Überlegung wert, am nächsten Samstag (15 Uhr) gegen Buchonia Flieden, das nächste Topteam, erneut auf den Kunstrasen auszuweichen. "Wir werden da mit Sicherheit keine Strategie entwickeln. Wir wollen auf Rasen spielen, schließlich wird die Vielzahl der restlichen Spiele auf Rasen ausgetragen. Da wäre es nicht optimal, bislang nur auf dem Kunstrasen gespielt zu haben."

Aber ist so eine optimale Leistung wie gegen Sand zweimal in Folge innerhalb von sieben Tagen überhaupt möglich? "Im Fußball ist immer alles möglich. Wir glauben immer daran, dass wir erfolgreich sein werden. Sonst könnten wir gleich daheim bleiben. Aber klar, Mannschaften wie Sand und Flieden haben ganz andere Ansprüche als wir", weiß der 49-Jährige, der sich gerne zu Gemüte führt, wo seine Mannschaft noch vor ein paar Monaten bei seinem Amtsantritt stand. "Da hatten wir sechs Punkte und das Mitleid kam von allen Seiten auf uns zu. Jetzt ist die Situation ganz anders, die Jungs glauben an sich und setzen die Forderungen prima um. Wir legen inzwischen ein ganz anderes Gesicht an den Tag."

Autor: Steffen Kollmann