Ein Klassenerhalt wie eine Meisterschaft
Petersberg belohnt sich für herausragende Aufholjagd
Patrick Wingenfeld (rechts) und der RSV Petersberg hatten allen Grund zum Jubeln. Foto: Kevin Kremer
"Es fühlt sich an wie ein Aufstieg", war Gollin völlig zurecht mächtig stolz auf den Auftritt seiner Mannschaft, die von Anfang an zeigte, wer auf dem Platz das Sagen hat. "Als ich das Amt im Oktober übernommen habe, ging es im Verein eher in die Richtung, dass wir uns irgendwie vernünftig aus der Liga verabschieden. Wie es jetzt letztlich gekommen ist, ist für mich traumhaft schön. Das war so nicht zu erwarten", freut sich Gollin, der vor der Begegnung ganz bewusst den Druck von seiner Mannschaft genommen hat.
"Selbst wenn wir diese Begegnung nicht gewonnen hätten, hätten wir weiterhin alle Möglichkeiten auf den Klassenerhalt gehabt. Trotzdem sind wir total fokussiert in die Begegnung gegangen, weil wir den Deckel heute draufmachen wollten. Mir war ganz wichtig, dass wir die richtige Körpersprache an den Tag gelegt haben", so Gollin, der betonte, "dass ein hoher Sieg keinesfalls zu erwarten war, schließlich hat Melsungen erst vor einer Woche eine sehr gute Partie in Sand abgeliefert."
Sinnbildlich für den Erfolg des RSV Petersberg war der Einsatz von Kubilay Kücükler, der sich schon seit Wochen mit Knieproblemen herumschlägt und nach 66 Minuten mit Krämpfen ausgewechselt werden musste, nachdem er zuvor die ersten beide Treffer eingeleitet hatte. "Der Schlüssel zum Erfolg ist bei uns die Mannschaft. Was bei manchen Teams eine Phrase ist, ist bei uns Gesetz. Hier kämpft jeder für den anderen, persönliche Interessen werden hinten angestellt und ich freue mich riesig, dass wir den Klassenerhalt bereits zwei Spieltage vor Schluss perfekt gemacht haben. Das Wochenende dürfen wir jetzt mal genießen", freut sich Kücükler.

