Frauen-Regionalpokal: Klassiker im Finale

Gläserzell vs. Rückers

22. Oktober 2014, 08:00 Uhr

Foto: Charlie Rolff

Auf dem Kunstrasenplatz des RSV Petersberg wird am heutigen Abend der neue Regionalpokalsieger der Frauen ermittelt. Ab 20 Uhr stehen sich dort die beiden Hessenligisten SV Gläserzell und SG Rückers in einem Evergreen gegenüber.

Viele Jahre am Stück haben beide Teams den Pokal regelmäßig unter sich ausgespielt, ehe es in der vergangenen Saison erstmals seit langer Zeit mit der TSG Lütter (2:1 gegen Jossa) mal wieder einen anderen Gewinner gab.

„Wir wissen, dass Gläserzell mit dem neuen Trainer Stephan Fröhlich einen Lauf hat und werden dem Gegner garantiert nicht ins offene Messer laufen.Und auch wenn Fröhlich die Favoritenrolle weit von sich weist, sehe ich uns nur als Außenseiter“, erklärt die Rückerser Spielertrainer Sonja Rehm, die trotz aller Bescheidenheit die Marschroute eindeutig festlegt: „Wir werden uns nicht verstecken.“

Im Punktspiel vor knapp acht Wochen siegte Rückers zum Saisonauftakt beim Regionalligaabsteiger Gläserzell mit 1:0. „Dadurch ist der Gegner aber auch vorgewarnt, sodass ich diesen Sieg nicht unbedingt als mentalen Vorteil erachte – zumal Gläserzell aktuell gerade einen ordentlichen Lauf hat“, so Rehm, die mit Jaqueline Eberling eine Leistungsträgerin aus beruflichen Gründen ersetzen muss.

Auch bei Gläserzell fallen mit Vivien Priemer (Knieverletzung) und Sybille Menz (Knöchelprobleme) zwei wichtige Akteurinnen aus. „Klar ist doch eines: Wenn man in einem Endspiel steht, dann willst du nicht Zweiter werden. Dennoch hat die Partie nicht den ganz großen Stellenwert“, macht SVG-Coach Fröhlich deutlich.

Hauptgrund dafür ist, dass bereits beide Vereine für das Achtelfinale um den Hessenpokal qualifiziert sind. Jetzt geht es nur um die möglichen Gegner, die am 15. November auf Gläserzell und Rückers warten. Der Gewinner des heutigen Spiels hat höchstwahrscheinlich ein Heimspiel. Denn dann geht es gegen den Sieger des Duells Phönix Düdelsheim (Hessenliga) gegen TSG Neu-Isenburg (Vierter der Verbandsliga Süd), wobei Düdelsheim als klarer Favorit gilt.

Für den Verlierer geht es im Hessenpokal definitv auswärts los. Der Verlierer des Endspiels vonPetersberg muss dann beim Gewinner des Endspiels der Region Gießen/Marburg zwischen dem TuSNaunheim (Fünfter der Gruppenliga) und der FSGHaigerseelbach (Achter der Gruppenliga) ran. kr

Kommentieren