Großbaustelle „Sechs“

Hessenliga: Lohsse muss basteln

24. November 2016, 09:55 Uhr

Marco Lohsse (rechts) muss auf Alexander Scholz verzichten und will noch nicht verraten, wie er die vakante Position ersetzt. Foto: Charlie Rolff

Nur Spitzenreiter Dreieich kassierte bislang weniger Niederlagen als der TSV Lehnerz. Dennoch drohen die Osthessen den Anschluss nach ganz oben zu verlieren, die vielen Unentschieden sind schuld. Grund genug, gegen Seligenstadt am Samstag (14.30 Uhr) wieder einmal einen Heimsieg einzutüten.

„Natürlich wollen wir gewinnen“, sagt Trainer Marco Lohsse, der darauf baut, dass seine Mannen endlich wieder von Beginn an eine gute Leistung auf den Rasen zu bringen. Gegen Stadtallendorf und Dreieich drehten sie in den beiden vergangenen Heimspielen erst nach der Pause auf. „Das ist das Ziel. Wir wollen unser Spiel durchdrücken“, fordert Lohsse, wobei es keine Rolle spielen dürfe, ob auf Rasen oder Kunstrasen gespielt werden wird. Wird der Naturrasen vor Samstag nicht mehr gewalzt, stehen die Zeichen eher auf Gummibelag.

Wie Lohsse das defensive Mittelfeld aufstellen wird, lässt er noch offen, weil er sich auch nicht in die Karten schauen lassen will. Patrick Schaaf, Niklas Breunung (beide Kreuzbandriss) und Alexander Scholz (gesperrt) fehlen, nur Youngster André Herr bleibt übrig. Den Part neben ihm könnte Kemal Sarvan einnehmen, der schon regelmäßig dort aufgeboten wurde, dann allerdings in der Innenverteidigung fehlen würde, zumal Sebastian Sonnenberger weiterhin fehlen wird. Auch Julian Pecks oder eine offensive Variante mit Renato Tusha wären denkbare Alternativen.

Mut darf das Hinspiel machen, als Lehnerz in der trainerlosen Zeit einen späten Sieg einfahren konnte. Doch schon damals wurde deutlich: Ein ausgeglichenes Spiel auf Augenhöhe. „Seligenstadt hat zwei sehr schnelle Leute in der Offensive. Das ist eine Mannschaft, die Fußball spielen kann und sich nicht nur aufs Kontern fixiert, aber gerade im Umschaltspiel extrem gefährlich ist“, mahnt Lohsse höchste Konzentration an.

Die wird wohl auch bei Standards vonnöten sein: Am Mittwoch war Seligenstadt bei Verbandsligist Geinsheim im Einsatz und konnte sich nach frühem Rückstand dank eines Kopfballtreffers nach Freistoß, einem direkten Freistoß und einem Elfmeter noch mit 3:1 durchsetzen und steht somit im Hessenpokal-Halbfinale gegen Ligarivale Hadamar. Das zweite Semifinale werden Regionalligist Steinbach und Drittligist Wehen Wiesbaden voraussichtlich Mitte März bestreiten.

Autor: Johannes Götze