In der Partyhochburg für eine Nacht an die Tabellenspitze?
Verbandsliga: Hünfeld legt im Fernduell mit Johannesberg vor
Der Hünfelder SV um den formstarken Kevin Krieger kann im Fernduell mit der SG Johannesberg (links Eric Stephane Kengni Fotsing) vorlegen. Archivfoto: Charlie Rolff
SG Bad Soden - 1. FC Schwalmstadt (Samstag, 14.30 Uhr).
Das Standardergebnis in den direkten Partien dieser Mannschaften scheint 3:1 zu sein. Das Hinspiel entschied Schwalmstadt mit diesem Ergebnis für sich, in der Vorsaison durften beide Teams je einmal mit 3:1 gewinnen. Zuletzt war die SG Bad Soden nicht im Einsatz, der witterungsbedingte Ausfall in Rothwesten passte Coach Anton Römmich so gar nicht in den Plan: "Weil wir gut drauf waren. Wir hätten gerne auch mal einen tiefen Platz umgegraben", so der 31-Jährige.
Diese Gelegenheit wird Bad Soden wohl auch am Samstag nicht bekommen, "zu 99 Prozent" werde auf Kunstrasen gespielt. Ein Nachteil ist das für keine der beiden Mannschaften, in Treysa spielte Schwalmstadt zuletzt beim 1:0 gegen Neuhof auf dem künstlichen Geläuf. "Ich habe mich mit den Neuhofern unterhalten. Das ist eine sehr defensiv eingestellte Mannschaft, die mit Patrick Herpe vorne einen Top-Stürmer haben. Der kann die ganze Abwehr beschäftigen", warnt Römmich, der von seinem Plan, zunächst einmal gut zu stehen und mit schnellen Umschaltaktionen Akzente zu setzen, nicht abweichen will. Bis auf die Langzeitverletzten stehen dem Coach auch alle Mann zur Verfügung.
SC Willingen - Hünfelder SV (Samstag, 15.30 Uhr).
Das Spiel des Hünfelder SV in Weidenhausen fiel am Mittwochabend den Witterungsverhältnissen zum Opfer, für die Partie am Samstag in Willingen sieht es dagegen besser aus: "Ich gehe fast davon aus, dass die Begegnung stattfinden wird", kündigt HSV-Trainer Dominik Weber an, dessen Truppe mit einem Sieg in der Partyhochburg zumindest für eine Nacht die Tabellenspitze erobern könnte. "Daran denken wir aber eigentlich gar nicht", betont Weber und verweist lieber darauf, dass Johannesberg am Sonntag ja nachziehen könnte.
Dazu ist die Auswärtspartie in Willingen alles andere als einfach, nicht nur Hünfeld tat sich im Hoppecketalstadion immer schwer. "Nach der weiten Anreise ist es dort nie so einfach, zudem wird der Platz wahrscheinlich sehr tief und ein gewöhnliches Fußballspiel dadurch wohl nicht möglich sein", warnt der 37-Jährige, der trotz des jüngsten 4:0-Sieges gegen Hessen Kassel II ein anderes Gesicht der Mannschaft sehen möchte: "Uns muss klar sein, dass mit der Leistung gegen Kassel wenig bis gar nichts zu holen sein wird. In Willingen werden wir sicher mehr gefordert werden, ich hoffe, dass wir uns diesem Niveau anpassen können." Fraglich ist der Einsatz von Youngster Sebastian Körner, den zuletzt Leistenprobleme plagten, zudem ist Torhüter Jonas Hosenfeld angeschlagen.
SG Johannesberg - TSV Rothwesten (Sonntag, 14.30 Uhr).
Einen von sieben 1:0-Spielen holte die SG Johannesberg im Hinspiel. Mit 13 Partien hat Rothwesten die mit Abstand wenigsten Spiele auf dem Konto, Johannesberg hat vier Begegnungen mehr absolviert. Der Tabellenelfte ist völlig ohne Spielpraxis, zum letzten Mal im Einsatz war der TSV am 22. Oktober gegen Hessen Kassel II. Das interessiert Jochen Maikranz aber herzlich wenig, vielmehr betont der Trainer der SGJ, "dass wir das schnelle Umschaltspiel und ihren Zehner Igor Losic in den Griff bekommen müssen".
Die letzte Rothwestener Niederlage war ausgerechnet im Hinspiel am 3. Oktober, seitdem gewann der TSV zweimal knapp. Bei besagter Partie am Tag der deutschen Einheit missfiel dem Übungsleiter insbesondere, dass zu viele Standardsituationen zugelassen wurde - eine solche führte zuletzt zum Gegentor in Petersberg. Maikranz und Co. wollen aber gar nicht mehr auf das 1:1 am kleinen Kunstrasenplatz eingehen, sondern lieber mit seiner Mannschaft "an die zwei guten Heimspiele gegen Bad Soden und Schwalmstadt anknüpfen. Wir wollen vor heimischem Publikum strukturierter und druckvoller in der Spitze agieren."
SV Neuhof - TSV Mengsberg (Sonntag, 14.30 Uhr).
„Keine einfache, aber eine lösbare Aufgabe“ steht dem SV Neuhof laut Co-Trainer Martin Döppenschmidt am Wochenende bevor. Keine Frage, gegen das Schlusslicht Mengsberg, das gerade einmal drei Punkte in den bisherigen 15 Spielen gesammelt hat, muss ein Dreier her. Schließlich soll der fünftletzte Rang, der kein sicherer Nichtabstiegsplatz ist, verlassen werden.
„Wir haben schon oft genug Punkte liegengelassen, das darf uns nicht noch gegen den Letzten passieren“, spielt Döppenschmidt auf die fehlende Konstanz im Spiel des SVN an. Guten Spielen folgte zu oft ein schwaches Spiel, wie auf das 1:1-Unentschieden in Bad Soden die späte 0:1-Pleite in Schwalmstadt. „Ist der Sturm gut, patzt die Abwehr, stehen wir hinten gut, kriegen wir vorne nichts hin. Wenn wir in beiden Teilen mal gut drauf sind, können wir wirklich jeden schlagen.“ Nach zwei Kunstrasenspielen geht es nun, sofern es die Verhältnisse zulassen, auf Rasen zurück.
CSC Kassel - RSV Petersberg (Sonntag, 14.30 Uhr).
Nach vier Niederlagen in Folge war der Punktgewinn beim 1:1 gegen die SG Johannesberg ein Schritt in die richtige Richtung, wenngleich Petersberg nun schon seit neun Spielen sieglos ist. Gegen den kommenden Gegner, CSC Kassel, gab es vor dem Johannesberg-Spiel den letzten Punkt, ebenso wie in der Partie gegen den Primus standen auch da Elfmetersituationen im Fokus. Gegen Kassel vergab Youngster Mark Lindiger kurz vor Schluss einen Strafstoß zum 3:2-Sieg, weil sich der Situation kein anderer Spieler annehmen wollte. Nun scheint mit Kubilay Kücükler ein Elfmeterschütze gefunden zu sein, der gegen den Spitzenreiter aber nicht vom Punkt ran durfte. Schiedsrichter Timo Ide nahm den Strafstoß, der das 2:0 hätte bedeuten können, nach Rücksprache mit seinem Assistenten noch zurück.
„Dass wir das Glück gerade nicht gepachtet haben, wissen wir. Dennoch war die Angelegenheit bei uns schnell kein Thema mehr“, betont RSV-Trainer Christian Hehrmann. Gegen CSC Kassel steht die nächste ganz schwere Aufgabe an, Hehrmann hofft, dass einer aus dem Trio Boris Aschenbrücker, Daniel Nüchter und Mario Vogt in den arg gebeutelten Kader zurückkehren kann. „Kassel ist eine Mannschaft mit sehr viel Potenzial Wir müssen die Partie mit unserem Kampfgeist angehen, wie in den Spielen zuletzt“, fordert Hehrmann.


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