Nun auch noch David Schwarz
Verbandsliga: RSV geht am Stock / Derby in Hünfeld
Hünfelder SV - TSV Lehnerz II (Sonntag, 15 Uhr).
"Das wird kein leichtes Heimspiel, Lehnerz II hat klar in Willingen gewonnen und auch Neuhof dominiert. Das ist eine spielstarke Mannschaft, wir wollen aber natürlich trotzdem unsere Serie fortführen", sagt HSV-Coach Dominik Weber, der nichts dagegen hätte, wenn Lehnerz mitspielt: "Im Grunde ist es doch absolut positiv, wenn eine Mannschaft Fußball spielen und nicht nur verteidigen will, dann kann es ein richtig gutes Fußballspiel werden." Während Steffen Witzel aus privaten Gründen fehlen wird, sollten Tarek Belaarbi, Lukas Budenz und Maximilian Fröhlich wieder zu Optionen für die Startelf heranreifen.
Im Lager des Gegners ist Coach Sedat Gören mit der Entwicklung der vergangenen Wochen zufrieden, der zuletzt gezeigte Offensivfußball soll dabei zum Steckenpferd werden: "Das ist meine Philosophie von Fußball, meine Denkweise. Wir wollen versuchen, das Spiel zu dominieren. Daran arbeiten wir in jedem Training." Auch in Hünfeld scheint Gören davon nicht abgehen zu wollen, auch wenn er glaubt zu wissen, "dass da eine sehr gute Mannschaft auf uns wartet, die sich super verstärkt hat und am Ende unter den ersten drei landen wird".
RSV Petersberg - KSV Hessen Kassel II (Sonntag, 15 Uhr).
"Ich bin jetzt bald 50 Jahre alt, aber sowas habe ich in meiner ganzen Karriere noch nicht erlebt", hadert Petersbergs Trainer Goran Gajic mit der Personalsituation, die von Woche zu Woche schlimmer wird, denn nun droht auch noch Keeper David Schwarz lange auszufallen. Schwarz, der als Ersatz für den an einem Kreuzbandriss laborierenden Christian Beikirch geholt wurde, liegt mit Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall flach. Eine MRT-Untersuchung muss nun Gewissheit bringen. Für ihn wird Stefan Labendsch im Tor stehen. Dennoch soll gegen die Regionalliga-Reserve am Sonntag gepunktet werden - irgendwie: "Das ist ein Mitkonkurrent, der an einem guten Tag jede Mannschaft schlagen kann. Wir müssen aus der Situation einfach das Beste machen. Aber im Moment ist es einfach nicht schön."
SV Neuhof - SV 07 Eschwege (Sonntag, 15 Uhr).
Neben dem 1. FC Schwalmstadt ist Eschwege bislang die große Enttäuschung in dieser Saison. Nach dem Abgang von Top-Torjäger Felix Schulz haben die Nullsiebener offenkundig ein Problem in die Saison zu finden und belegen mit nur fünf Punkten dem vorletzten Rang. Neuhof konnte sich hingegen für die schwache Leistung in Lehnerz zumindest teilweise rehabilitieren, auch wenn eine dreimalige Führung wieder hergeschenkt wurde. Bitter: Niko Skugor fällt wegen Gelb-Rot aus.
SG Bad Soden - GSV Eintracht Baunatal (Samstag, 15 Uhr).
Rein von der Papierform her sollte der Aufsteiger aus Großenritte genau der richtige Gegner für die SG Bad Soden sein, um wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen zu dürfen. Zuletzt kassierte die Eintracht drei Niederlagen in Serie, bei einem Torverhältnis von 3:11. Allerdings liest sich die Bilanz der "Sprudelkicker" nicht viel besser, denn die vergangenen drei Spiele wurden ebenfalls allesamt verloren. Sead Mehic, Coach der SG Bad Soden, redet sich deswegen den Mund fusselig: "Ich erwarte genau das, was ich schon in den vergangenen Wochen erwartet habe: Körpersprache, Einstellung und dass wir als Team auftreten. Ich erwarte, dass einiges gemeinsam als Team gelöst wird." Der neue US-amerikanische Stürmer David Santamaria sei derweil schon eine Option: "Er trainiert seit drei Wochen mit, macht einen guten Eindruck und ich bin froh, dass er endlich spielberechtigt ist."
Melsunger FV - SV Buchonia Flieden (Sonntag, 15 Uhr).
Die Serie des SV Flieden hat auch das Derby in Neuhof überstanden, auch wenn das Spiel kräftezehrend war, gerade nach der Pause spulten die Buchonen ein immenses Pensum ab, was nach der schwachen ersten Hälfte allerdings auch vonnöten war. Die vorerst letzte Englische Woche gilt es nun auf der Melsunger Freundschaftsinsel zu überstehen. Fehlen wird Imal Schersadeh, der sich zu einer Tätlichkeit hatte hinreißen lassen, nachdem er zuvor provoziert wurde, dafür hofft Flieden auf die Rückkehr von Leonardo Kovacevic, dessen Einsatz in Neuhof noch etwas verfrüht gewesen wäre. Um ganz oben dran zu bleiben, benötigt Flieden einen Dreier: Zwar beträgt der Rückstand auf Sand und Hünfeld nur drei Punkte, allerdings haben die Buchonen zwei beziehungsweise ein Spiel mehr bestritten.

