Ohne Druck und mit Außenseiterchancen

KOL Mitte: FT Fulda schielt auf Platz zwei

11. Mai 2017, 19:34 Uhr

FT-Coach Romeo Andrijasevic darf sich im Kampf um Platz zwei durchaus noch Hoffnungen machen. Foto: Max Lesser

Seit zehn Spielen ungeschlagen hat sich FT Fulda heimlich, still und leise in der Kreisoberliga Mitte an die SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach herangeschlichen und weiter zumindest Außenseiterchancen im Kampf um Platz zwei.

Mit 56 Zählern sind beide Mannschaften momentan punktgleich. Allerdings gibt es einen Haken: Elters/Eckweisbach/Schwarzbach hat noch eine Begegnung in der Hinterhand, dazu endete der direkte Vergleich in Summe 5:5. "Wir haben in den direkten Duellen zwar mehr Auswärtstore geschossen, aber die zählen bekanntlich nur in der Champions League. Und in Sachen Torverhältnis hinken wir elf Treffer hinterher", erklärt FT-Coach Romeo Andrijasevic. Ergo: In den vier ausstehenden Begegnungen muss der Kontrahent aus der Rhön um Spielertrainer Daniel Schirmer gleich zweimal patzen, um Platz zwei noch herzuschenken. Umso bitterer, dass FT erst vor Wochenfrist zwei Punkte wegen der Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls abgezogen bekommen hat.

"Ich will gar nicht nach den anderen Mannschaften schauen", stellt Andrijasevic deswegen klar und verweist auf die Tatsache, "dass wir erst einmal unsere eigenen Spiele gewinnen müssen. Ist das nicht der Fall, erübrigt sich der Rest." Mit Dipperz/Dirlos, Burghaun und Horas haben die Turner ein zumindest auf dem Papier machbares Restprogramm. "Wir haben in dieser Saison bereits gegen Horas und Wartenberg/Salzschlirf verloren, die zu diesem Zeitpunkt jeweils auf dem letzten Tabellenplatz standen. Ich hoffe, das waren für meine Mannschaft genug Warnschüsse", so Andrijasevic.

Zufrieden ist der Coach bereits jetzt schon mit dem Verlauf der bisherigen Saison. Platz drei, der zur Rückrunde als Saisonziel ausgerufen wurde, wird aller Voraussicht nach erreicht. "Ich habe erwartet, dass wir eine sehr gute Rückrunde spielen, weil wir mit Timo Lofink, Marcel Vetter und Marius Gropp drei Qualitätsspieler dazugewonnen haben. Das macht sich einfach bemerkbar, gerade in der Defensive haben wir uns stabilisiert", freut sich Andrijasevic, der darüber hinaus Youngster Steffen Kollmann von der eigenen Reserve hochgezogen hat. Das 22-jährige Eigengewächs fügte sich auf Anhieb hervorragend in die Mannschaft ein und zählt momentan zur ersten Elf.

Insgeheim schielt der älteste Vereins Fulda dann aber doch in Richtung Platz zwei. "Unser Vorteil ist, dass wir überhaupt nichts zu verlieren haben. Da liegt der Druck bei Elters. das ist vielleicht auch eine mentale Geschichte", weiß Andrijasevic, der derweil die Planungen für die kommende Spielzeit vorantreibt und verrät: "Es wird keinen großen Umbruch geben, wir werden uns nur punktuell verstärken."

Autor: Max Lesser