Rot-Weiss Frankfurt II empfängt Sandzak zum Top-Spiel
Gruppenliga Frankfurt West: "Fußballgott meint es gut“ mit Enkheim
Sandzaks Spielertrainer Murat Sejdovic (rechts) traf letztes Wochenende doppelt. Foto: Patrick Scheiber
Rot-Weiss Frankfurt II – SV FC Sandzak (Sonntag, 15 Uhr)
"Bei so einem Spiel muss ich keinen motivieren, wir sprechen schon seit Monaten über das Spiel“, ist sich Sandzak-Trainer Murat Sejdovic der Bedeutung der Partie bewusst. Da sich der TuS Merzhausen in den letzten Monaten vom Aufstiegskampf verabschiedet hat, ist an der Spitze aus einem Dreikampf ein Duell entstanden. Unabhängig vom Ausgang des Spiels werden beide Mannschaften zumindest das Erreichen der Relegation in der eigenen Hand haben. Der Aufsteiger steht momentan mit drei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Da der SV FC Sandzak das Hinspiel mit 3:2 gewinnen konnte, würde er bei einem weiteren Sieg nicht nur nach Punkten gleichziehen, sondern hätte zusätzlich den direkten Vergleich für sich entschieden. Doch etwas Zählbares vom Rödelheimer Parkweg mitzunehmen, gelang bislang nur zwei Mannschaften, weiß auch Rot-Weiss Trainer Hicham Tahrioui: "Wir kommen über unsere Heimstärke und werden unser Spiel spielen.“
Bei der Hessenliga-Reserve sollte nach aktuellem Stand der Dinge kein Spieler aufgrund einer zu hohen Einsatzzahl in der ersten Mannschaft ausfallen. Vielspieler Vuk Toskovic zum Beispiel wurde in der laufenden Rückrunde erst sechsmal für die Hessenliga-Mannschaft eingesetzt. Nur wenn er am kommenden Samstag bei Rot-Weiß Darmstadt ein weiteres Spiel bestreitet, wäre er für die Gruppenliga-Mannschaft fortan nicht mehr spielberechtigt. Der Aufsteiger sieht die große Möglichkeit, mit einem Sieg dann auf sechs Punkte Abstand davonzuziehen: "Ich freue mich auf Sandzak, wir fiebern dem Duell entgegen“, so Tahrioui über den Kontrahenten, der abgesehen vom Ausrutscher gegen Enkheim in sieben Spielen nicht verloren hat. Auch der Tabellenzweite freut sich auf das Top-Spiel: "Rot-Weiss ist genauso motiviert gegen uns zu spielen. Beide haben die Chance, Erster zu werden. Aber wir haben alles in eigener Hand“, so Sejdovic, der ein "heißes und enges Spiel“ erwartet: "Ich glaube, ein Tor wird das Spiel entscheiden.“
Germania Enkheim – SV BKC Bosnien (Sonntag, 15 Uhr)
In allerletzter Sekunde könnte die Germania aus Enkheim eine beachtliche Wiederauferstehung erleben. Nach Monaten der knappen Niederlagen wurden die letzten drei Begegnungen jeweils mit einem Tor Unterschied gewonnen: "Der Fußballgott meint es jetzt gut mit uns“, freut sich Trainer Tihomir Tomic über den aktuellen Lauf, der seiner Meinung nach durch die fast aussichtslose Tabellenkonstellation begünstigt wurde: "Wir spielen befreiter und nicht mehr so verkrampft, das tut der Mannschaft gut.“ Sollte der Siegeszug bis zum letzten Spieltag anhalten, stünde Enkheim bei 39 Punkten. Einen Punkt mehr als die Bosnier momentan auf dem Konto haben: "Die Stimmung ist jetzt überragend nach den drei Siegen in Folge. Wir spielen zu Hause und wollen den Lauf weiter halten“, so Tomic.
Spvgg. Griesheim – SG Bornheim (Sonntag, 15 Uhr)
Nach dem Derbysieg gegen die FG Seckbach findet sich die SG Bornheim erstmals seit Monaten wieder in der oberen Tabellenhälfte wieder. Generell scheint das Team in den letzten Monaten vor allem an Selbstvertrauen gewonnen zu haben: "Bei uns ist es tatsächlich so, dass wir inzwischen wieder wissen, wie gut wir eigentlich sind“, sieht Co-Trainer Daniel Krieg das Duell gegen Griesheim trotz Platz sieben als Abstiegsduell an. Klammert man die Serie an punktlosen Spielen der Hinrunde aus, würde das Team im Saisonendspurt um den Aufstieg mitspielen: "Die Tabelle spiegelt nicht unsere Qualität wider. Von daher gehen wir in fast jedes Spiel optimistisch rein“, so Krieg weiter.
FG Seckbach – 1. FC-TSG Königstein (Sonntag, 15 Uhr)
Nach dem deftigen 0:7 gegen den TSV Bad Nauheim blickte der 1. FC-TSG schon am Tag der Niederlage nach vorne: "Für uns ist die Lage unverändert, wir müssen weiterhin die nächsten Spiele gewinnen“, so der sportliche Leiter Till Sommerfeld kurz nach dem Abpfiff: "Es ist nichts passiert, da alle anderen auch verloren haben“, äußerte sich Sommerfeld über die Spiele der Konkurrenten. Und in der Tat stehen die Königsteiner auch nach der Partie nur zwei Zähler hinter einem Nichtabstiegsplatz und zeigen sich für das anstehende Spiel optimistisch: "Wir glauben, dass wir gegen Seckbach gewinnen können", sagt Sommerfeld. Doch auch der Seckbacher Trainer Nico de Rinaldis sieht seine Truppe trotz 41 Punkten noch in der Pflicht, sich von den unteren Rängen zu distanzieren: "Wir sind weiterhin im Abstiegskampf drin.“
1. FC Oberstedten – VFB Friedberg (Sonntag, 15 Uhr)
Im Duell der Aufsteiger benötigen vor allem die Gastgeber noch Punkte, um das Saisonziel zu erreichen. Während der VFB Friedberg trotz der zwei am Saisonende abzuziehenden Punkte im oberen Tabellendrittel steht, rutschte der FCO nach der Niederlage bei Sandzak wieder auf einen potenziellen Abstiegsplatz ab. Schon das Hinspiel gewann Friedberg durch Waldemar Patzwalds frühen Treffer mit 1:0. "Das war unser schlechtestes Spiel der Saison“, äußerte sich damals Oberstedten-Coach Artur Rissling, der ein halbes Jahr später auf einen VFB trifft, der laut dem Spielausschuss-Vorsitzenden Carsten Lesiak "mit einem Punkt zufrieden“ wäre. Beim Gast kehren mit David Clement, Malte Strothmann und Salih Yasaroglu drei "tragende Säulen“ in den Kader zurück.
TuS Merzhausen – SG Ober-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)
Durch die knappe 0:1-Niederlage in letzter Sekunde gegen Germania Enkheim ist die SG Ober-Erlenbach auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Da die SG das Hinspiel 'nur' mit 1:0 gewinnen konnte, würde in einem direkten Vergleich mit den punktgleichen Enkheimern das Torverhältnis entscheiden, bei dem die SGO deutlich den Kürzeren ziehen würde. Doch mit 27 Zählern scheint ein möglicher Klassenerhalt ohnehin nur noch durch eine Siegesserie mit zwölf Punkten aus den letzten vier Spielen realistisch. Beim TuS Merzhausen treffen die Gäste zumindest auf einen Gegner, der noch immer auf den ersten Sieg im neuen Jahr wartet.
TSG Nieder-Erlenbach – SC Dortelweil (Sonntag, 15 Uhr)
Durch den 3:1-Auswärtserfolg in Fauerbach konnte die TSG den Rückstand auf die Dortelweiler auf vier Zähler verkürzen. Mit einem weiteren Sieg wäre die Truppe von Spielertrainer Vito Raimondi der Beierle-Elf im Saisonendspurt auf die oberen Positionen dicht auf den Fersen. "Nieder-Erlenbach hat eine gute, erfahrene Mannschaft. Das wird eine sehr schwere Aufgabe“, ist SCD Co-Trainer Gökhan Kocatürk aufgrund des aktuellen Formanstiegs dennoch zuversichtlich, und weiter: "Nach den letzten vier Spielen sind wir voller Selbstvertrauen.“ Dem Saisonziel, mindestens unter die ersten Sechs zu kommen, würde Dortelweil mit einem Sieg bei Tabellenplatz sechs aktuell einen großen Schritt näher kommen.
(sly)
Wettbewerbe
Mannschaften
- 1. FC Oberstedten
- 1. FC-TSG Königstein
- FC Germania Enkheim
- FC Olympia Fauerbach
- FG Seckbach
- FSG Merzhausen/Weilnau/Weilrod
- SC Dortelweil
- SG Bornheim Grün-Weiss
- SG Ober-Erlenbach
- SG Rot-Weiss Frankfurt II zg.
- SV FC Sandzak
- SV der Bosnier
- Spvgg. 02 Griesheim
- TSG Nieder-Erlenbach
- Türkischer SV Bad Nauheim
- VfB Friedberg

