Zur Halbzeit wechselte Sedat Gören, Trainer der SG Barockstadt , brachte Göbel für den wirkungslosen Will Siakam. „In erster Linie kann er lang einwerfen, da haben wir eine Waffe dazubekommen. Tobi ist robust, bleibt stabil und kann Bälle halten. Und er hat Abschlüsse, hat in der zweiten Mannschaft geknipst und arbeitet im Training gut. Er war die richtige Option“, erklärte Gören die Idee, den 24-Jährigen als erste Wechseloption zu bringen.
Tobias Göbel schießt erstes Regionalliga-Tor für SG Barockstadt
Göbel war fleißig, lief viel und hatte einige gefährliche Annäherungen, ehe der Ball in der fünften Minute der Nachspielzeit plötzlich vor seinen Füßen lag. „Da habe ich nicht mehr viel gedacht, sondern einfach drauf geschossen“, sagte Göbel, der nur wenige Augenblicke später zum kollektiven Jubel abdrehen konnte und neben seinem ersten Regionalliga-Treffer den wichtigen Ausgleich gegen Eintracht Trier erzielte . „Eine Gefühlsexplosion. Nach dem Tor war kein Halten mehr. Dass wir das dann über die Zeit gerettet haben, ist umso schöner“, sagte Göbel.
Das 2:2 gegen den Tabellenvorletzten, das Göbel mit seinem Treffer in letzter Minute sicherte, sieht der 24-Jährige als Punktgewinn an: „Es spricht für die Mannschaft, dass wir noch einmal zurückgekommen sind. Dieser Punkt kann noch wichtig sein.“ Damit schlägt Göbel in dieselbe Kerbe wie sein Trainer, der den 31. Saisonpunkt als „Gold wert“ bezeichnete. Trier auf Distanz gehalten, den Vorsprung auf Wormatia Worms und Schlusslicht Rot-Weiss Koblenz, die ihre Spiele verloren haben, noch weiter vergrößert. Der Klassenerhalt ist trotz nun fünf Ligaspielen ohne Sieg ein ganzes Stück näher gekommen.
Bleibt noch die Frage zu klären, auf welcher Position sich Tobias Göbel eigentlich heimisch sieht. In der zweiten Mannschaft zuletzt als sogenannter Schienenspieler eingesetzt, spielte der 24-Jährige unter Gören bereits als rechter Verteidiger. In Trier spielte Göbel mal auf dem Flügel oder tauschte mit Mittelstürmer Moritz Reinhard die Position ganz vorne: „Ich bin gelernter Stürmer, daher ist es eher offensiver. Aber ich habe auch kein Problem damit, wenn ich hinten bin. Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt und wo ich helfen kann.“ Mit Erfolg.