Elf Tage vor dem Trainingsauftakt der SG Barockstadt hast du dein letztes Pflichtspiel für die SG Glücksbrunn Schweina absolviert. Wolltest du dir keine längere Pause gönnen?
Ich habe diese elf Tage wirklich komplett Pause gemacht und versucht, mich zu erholen. Danach kam mir eine Erkältung dazwischen, wodurch ich gezwungenermaßen zwei, drei Tage mehr Pause hatte. So waren es dann 14 Tage Pause, das ist denke ich auch ausreichend. Seit vergangenen Samstag bin ich wieder komplett im Training dabei.
42 Treffer hast du in der Verbandsliga Thüringen erzielt - ein Allzeitrekord in der Liga. Ist dir schon bewusst geworden, was du für eine Saison gespielt hast?
Natürlich war das eine Wahnsinns-Saison. Von den Mannschaftskollegen bis zum Trainer, der mich weitergebracht und weiterentwickelt hat, war alles super. Ich hatte ein gutes Selbstvertrauen, die Euphorie ist immer mehr geworden, weil ich das Ziel vor Augen hatte, den Torrekord von der Liga zu brechen. Das habe ich am letzten Spieltag geschafft, das war richtig cool. Vor allem mit 20 Jahren.
SG Barockstadt: Moritz Dittmann bricht Torrekord in Thüringen
Du sagst, der Torrekord war ein Ziel von dir. Was ging dir vor dem Spiel durch den Kopf?
Die Mannschaft war auch drauf und dran, den Rekord mitbrechen zu wollen. Sie haben sehr für mich mitgespielt. Die Unterstützung war da. An dem Tag hatte ich ein gutes Gefühl, dass es mit dem Rekord klappt.
Bundesweit werden auch die besten Torjäger mit der Torjägerkanone ausgezeichnet. Von allen Verbandsliga-Spielern Deutschlands lagst du auf Platz zwei – war das ein Ziel?
Er (Sascha Huhn von den SG BG Marburg, 44 Tore, Anm. d. Red.) hat sich das natürlich verdient, er hat eine überragende Saison gespielt. Ich bin nicht in jedes Spiel reingegangen und wollte so und so viele Tore schießen. Unser Ziel war es, als Mannschaft den dritten Platz zu erreichen. Was dann kam, war das i-Tüpfelchen oben drauf. Ich wollte das bestmögliche für das Team herausholen, ohne zu verkrampfen. Das haben wir am Ende geschafft. Mit der Saison bin ich voll zufrieden, denn der Verein hat so eine Platzierung zuvor noch nie erreicht. Das bleibt in Erinnerung.
Im Frühjahr wurde dein Wechsel zur SG Barockstadt bekannt. Mit welchen Erwartungen gehst du an die Zeit in Fulda?
Auf jeden Fall möchte ich mich weiterentwickeln und mich in ein paar Sachen verbessern. Ich denke, der Trainer möchte das auch, denn ich habe noch Potential nach oben, was meine Leistung angeht. Die Mannschaft hat mich super angenommen, das sind tolle Jungs. Ich kannte vorher noch keinen, das war beim Trainingsauftakt erstmal ein Kennenlernen. Aber es macht Spaß.
Was wäre etwas, an dem du arbeiten möchtest?
Das ist spielspezifisch. Allgemein wird das Spiel in der Regionalliga viel schneller sein, dadurch möchte ich weniger Ballkontakte in einer Aktion nehmen und die Schnelligkeit im Kopf verbessern. Da möchte ich mich reinfuchsen.
Hast du dir schon persönliche Ziele gesteckt?
Nein, noch nicht. Ich möchte die Vorbereitung abwarten und schauen, wie ich spiele. Kurz vor der Saison werde ich mir dann wahrscheinlich mal ein Ziel setzen.
Moritz ist ein junger Kerl mit guter Ausbildung. Er ist ein junger, spannender und dynamischer Junge, der herauspiksen kann. Ich erwarte viel von ihm. Sedat Gören über Moritz Dittmann