„Ja, natürlich werde ich mich auf der Hochzeit in Zurückhaltung üben“, sagt Rummel, lacht dabei und relativiert: „Es ist ‚nur‘ die standesamtliche Hochzeit mit Kaffee und Kuchen, im August steht die große Party auf Mallorca an.“ Trotzdem ist für Rummel das Wochenende ein ganz Besonderes. In erster Linie wegen seines Ja-Wortes und in zweiter Linie wegen des Spiels gegen den Bundesligisten: „Und das ist für keinen von uns ein normales Vorbereitungsspiel. Das ist doch klar.“ Wie die Neuzugänge Nico Rinderknecht, Jannik Horz und Verteidiger Aaron Frey hat Rummel eine Vergangenheit bei den Frankfurtern.
Eintracht Frankfurt: Dominik Rummel erst mit Ja-Wort, dann gegen Ex-Club
Zur Eintracht lockte Rummel einst Alexander Schur , dem die Treffsicherheit des damals 18-Jährigen für die A-Junioren von Viktoria Bronnzell nicht entgangen war, er ihn für die Rückrunde 11/12 in die A-Junioren-Bundesliga holte und es nicht bereuen sollte: Rummel traf in zwölf Spielen achtmal und half somit, die abstiegsbedrohte SGE zu retten.
Mit Eintracht-Legende Schur pflegt Rummel noch heute ein freundschaftliches Verhältnis, steht regelmäßig mit ihm in Austausch: „Aber nicht nur deswegen war das damals eine sehr, sehr gute Entscheidung. Ich habe eine großartige Zeit erlebt, tolle Menschen kennengelernt und mir wurden viele Türen geöffnet.“
Rummel blieb nicht lange bei der Eintracht, es folgten Stationen bei Greuther Fürth, dem TSV Lehnerz und Borussia Fulda. Für die SG Barockstadt ist er seit deren erster Stunde im Sommer 2018 am Ball und hatte mit 20 Toren in 19 Spielen gehörigen Anteil am Aufstieg in die Regionalliga . In der vergangenen Saison warfen den 29-Jährigen hingegen nicht zum ersten Mal Muskelverletzungen zurück. Vergessen. Rummel sagt, „dass ich mich gut fühle und mich auf jedes Spiel freue“.
SG Barockstadt: Trainer Sedat Gören hegt Sympathien für Eintracht Frankfurt
Natürlich auch auf das gegen den Ex-Club: „Für unseren Verein ist das eine großartige Geschichte und natürlich ein Lohn für die gute Arbeit in den vergangenen Jahren.“ Wobei Rummel keinesfalls vor Ehrfurcht erstarrt: „Das ist kein Schaulaufen für uns. Wir wollen dieses Spiel offen gestalten. Bei uns geht es um die Plätze in der Startelf, beim Gegner genauso.“
Rummel drückt in der Bundesliga Borussia Mönchengladbach die Daumen, sein Trainer Sedat Gören ebenfalls. Der spielte in der Jugend sogar für die „Fohlen“, gibt aber zu, „dass ich auch Sympathien für die Eintracht hege“. Das liegt an der räumlichen Nähe, aber auch am Fußball, den Frankfurt spielt. Gegen die Eintracht möchte Gören allen 19 gesunden Spielern seines Kaders einen Einsatz ermöglichen. Verzichten muss er voraussichtlich nur auf den im Vorjahr besten Torschützen Marius Löbig und Neuzugang Sebastian Schmidt. Zu verschenken habe sein Teams nichts, sagt Gören, der sich nicht zuletzt durch die Live-Übertragung des längst ausverkauften Spiels auf Sky und im hr-Fernsehen (jeweils ab 15.25 Uhr) eine bestmögliche Werbung für die SG Barockstadt erhofft.