„Wir sprechen jede Woche das Gleiche. Es sind viele individuelle Fehler, die uns zurückwerfen und auch insgesamt fehlen in vielen Bereichen 10, 15 Prozent für die Hessenliga“, sagt Müller, der die „prekäre Lage“ natürlich auch auf die permanenten Ausfälle zurückführt, dabei aber betont: „Das kannst du ja nicht immer wieder aufzählen.“ Dementsprechend wird sich lieber an denen festgehalten, die sicher in die Startelf zurückkehren werden: Michael Wiegand, Petr Kvaca und Daniel Hanslik. Gerade offensiv soll durch Kvaca und Hanslik wieder mehr Durchschlagskraft erzeugt werden, die beim 0:4 gegen Kelsterbach komplett fehlte. Durch die schwierige Situation - sieben Spiele wurden nun in Folge verloren - müsse sich der SVS mit Ruhe, Gelassenheit und großer Sachlichkeit kämpfen. Da das Nervenkostüm ohnehin mittlerweile extrem klappert, nütze es auch nichts, den Spielern die Fehler stündlich vor Augen zu führen. Die Hoffnung liegt schon jetzt in der Zukunft: „Wir müssen vor der Winterpause so viel Punkte wie möglich holen und dann aus einer guten Vorbereitung heraus mit möglichst wenigen Verletzten durchstarten.“ Gerade in der Defensive gelte es weiterhin eine feste Formation zu finden: „Selbst Schalke in der Bundesliga hat Probleme, wenn die Mehrzahl an Neuzugängen erst kurz vor dem ersten Spiel kommt. Bei uns konnte sich bislang auch noch nichts einspielen. Da gibt es einfach Abstimmungsprobleme.“ In Griesheim wolle man logischerweise versuchen, die ersten Minuten zu überstehen, um dann mit Selbstvertrauen vielleicht auch etwas Zählbares mitzunehmen. Der Gastgeber schwebt unter Trainer Suat Türker auf Wolke sieben, konnte zuletzt in Fulda gewinnen und stellt mit nur zwölf Gegentoren eine der besten Defensiven der Liga.