Nachdem der Wechsel von Burak Özbak (Viktoria Griesheim) bereits offiziell war, konnte der Verbandsligist weitere Neuzugänge präsentieren und gleichzeitig die Kaderplanungen für die kommende Runde abschließen. Aus der A-Jugend des SV Darmstadt 98 kommt Johannes Wolff an die Bergstraße. Der Verteidiger durchläuft seit 2010 die Jugendmannschaften der Lilien und wurde außerdem bei der SKG Bickenbach sowie Rot-Weiß Darmstadt ausgebildet. "Er passt genau in unser Anforderungsprofil, weil er ein junger, gut ausgebildeter Spieler ist", sagte Alsbachs Trainer, der sich "ungemein freut", dass der Transfer gelungen ist. Schon seit zwei Jahren würden Sascha Huy und der Verein Wolff beobachten und mit ihm in Kontakt stehen, wodurch die Alsbacher die Entwicklung mitverfolgen konnten. Außerdem kommt Ferhat Türkyilmaz aus der A-Jugend von Viktoria Griesheim, die in der A-Junioren Hessenliga vertreten sind. "Er wurde ebenfalls gut ausgebildet und soll den Konkurrenzkampf im Mittelfeld beleben, was aber nicht heißt, dass er keine Einsatzzeit bekommt. Er ist ein Spieler, der dem Kader gut tun wird und ich bin mir sicher, dass er auch spielen wird", äußerte sich Trainer Huy zu dem Griesheimer Neuzugang, bei dem er das Potenzial schon sehe und der in den ersten Trainingseinheiten einen guten Eindruck machen würde. Jessin Lehman komplettiert nicht nur das Trio der Neuzugänge sondern auch das Torhüter-Team. Der 23 Jahre alte Torwart spielte zuvor beim Darmstädter Kreisligisten DJK/SSG Darmstadt und kam dort in der abgelaufenen Saison auf 12 Liga-Einsätze. Bei den Alsbachern soll er den Konkurrenzkampf im Tor beleben, wie der FCA-Trainer erklärt und hinzufügt: "Zum Ende der vergangenen Saison waren wir auf der Torhüterposition vom Verletzungspech geplant, deswegen wollten wir uns dahingehend verstärken." Lehman wird aber zunächst wohl seinen Konkurrenten Malte Naujoks und Nikolas Bonias den Vortritt lassen müssen, die in der vergangenen Saison unter Huy am häufigsten zum Einsatz kamen. Doch bis zum Saisonstart am achten August hat das Trainerteam auch noch Zeit die Neuzugänge zu testen, um die Startelf für das Auftaktspiel in Wald-Michelbach zusammen zustellen. Doch das Programm zum Start in die Saison 2017/18 sei kein leichtes und man dürfe nicht den Fehler machen, die Gegner zu unterschätzen, warnt Trainer Huy vor den Spielen gegen die Aufsteiger. Denn nach dem Auswärtsspiel gegen Eintracht Wald-Michelbach gastiert Viktoria Nidda an der Bergstraße und nur eine Woche darauf geht es dann zum Aufsteiger nach Sandzak. "Die halbe Liga wurde ausgetauscht und jeder muss erst mal seinen Platz finden", so Alsbachs Trainer, der um das Potenzial der Frankfurter und Hanauer Vereine weiß: "Die letzten Jahre haben gezeigt, dass diese Mannschaften in der Lage sind nach dem Aufstieg direkt oben mit zuspielen, wie es bei 1960 Hanau auch der Fall war, denn sie haben das Potenzial einen guten Kader mitzubringen." Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass der Verein neben Türk Gücü Friedberg und dem FV Bad Vilbel auch den SC 1960 Hanau als Kandidat um das Aufstiegsrennen sieht. Für die Alsbacher hingegen wird es darum gehen, in ihrem 14. Jahr in der Verbandsliga Süd, erneut den Klassenerhalt zu sichern, um auch im 15. Jahr in eben jener Liga vertreten zu sein.