Amstätter: "Es werden Kleinigkeiten entscheiden"

Kreispokal Maintaunus: Oberliederbach empfängt Zeilheim im Finale

22.05.2018

Am morgigen Mittwoch (19.30 Uhr) steht im Kreispokal Maintaunus das Finale zwischen zwei Mitte-Verbandsligisten an. Die gastgebende SG Oberliederbach kann eine sportlich enttäuschende Saison zu einem versöhnlichen Abschluss bringen. Das wollen die Gäste verhindern und mit dem Pokal im Gepäck den Rückweg antreten. Der Sieger der Partie qualifiziert sich bekanntermaßen für die erste Runde im Hessenpokal.

SG Oberliederbach - SV Zeilsheim (Mittwoch, 19.30 Uhr)

"Wir freuen uns auf das Spiel", sagt SGO-Trainer Thomas Schlierbach, dessen Team schon länger als Absteiger aus der Verbandsliga Mitte feststeht. "Die Auftritte in den letzten Wochen waren schwierig. Vor allem im Spiel am Freitag (0:2 gegen die SG Kinzenbach, Anm. d. Red.) haben wir einiges vermissen lassen. Es ist eine schwierige Situation und ich bin gespannt, ob wir es in diesem Spiel noch einmal schaffen, den Schalter umzulegen." Personell stehen dem Coach fast alle Mann zur Verfügung. In Max Möhn wird nur ein Akteur sicher ausfallen. Hinter dem Einsatz von Oliver Jörss, der gegen Kinzenbach angeschlagen runter musste, steht noch ein Fragezeichen. Dennoch macht der Trainer auch deutlich, "dass wir im Pokal eine sehr gute Runde gespielt haben. Das ist das Positive an unserer Saison. Für uns ist das Spiel nochmal ein Highlight." Favorit sind für Schlierbach aber trotz den guten Auftritten im Kreiswettbewerb - unter anderem wurde Verbandsliga-Meister FC Eddersheim ausgeschaltet - aber die Gäste. "Wir wissen um die Stärken von Zeilsheim und auch die werden den Pokal gewinnen wollen. Wir sind der Außenseiter."

"Wir sind leichter Favorit"

Ähnlich sieht es auch Zeilsheims Peter Strauch. "Auf dem Blatt Papier sind wir leichter Favorit, aber dass das nichts zu heißen hat, hat man auch am Samstag gesehen", spielt der erste Vorsitzende auf das DFB-Pokalfinale an. "Es ist eine alte Plattitüde, aber im Pokal ist alles möglich." Dem pflichtet Trainer Sascha Amstätter bei. "Natürlich wollen wir den Pokal gewinnen. Die Problematik liegt darin: Oberliederbach will das auch. Das ist ein Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden werden und in dem alles passieren kann. In der Liga haben wir beide Spiele gewonnen, aber gerade das Spiel in Oberliederbach war eng." Strauch macht noch einmal darauf aufmerksam, dass "sich beide Mannschaften aus vielen Spielen gegeneinander gut kennen. Wir pflegen ein freundschaftliches Verhältnis. Deswegen haben wir das Spiel auch nach Oberliederbach verlegt, weil wir uns davon mehr Zuschauer versprechen", spielt der Vereinsvorstand darauf an, dass Pokalendspiele in der Regel auf einem neutralen Platz stattfinden. Generell ist das Finale auch für Strauch noch einmal die Gelegenheit, eine Saison, "In der wir uns ein bisschen mehr erhofft hatten", zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen. "Wir hatten auch mit Verletzungen etwas Pech." Doch die Personalsituation hat sich wieder etwas entspannt. So kehrten zuletzt Marko Kopilas und Kaan Köksal nach seinem Schlüsselbeinbruch zurück ins Team und "werden uns im Finale sicher helfen", vermutet Strauch. Der Sieger nimmt in der kommenden Saison automatisch am Hessenpokal teil. Ein für beide Seiten lohnendes Ziel.