FC Neu-Anspach – SV BKC Bosnien (Sonntag, 15 Uhr)
Am Ende der Hinrunde wäre das Spiel zwischen Neu-Anspach und Bosnien das Duell des Elfte gegen den 13. gewesen. Schaut man nur auf die Rückrundentabelle – die beiden vorgezogenen Spieltage im September mit einbezogen – empfängt der Erste den Zweiten. Vier Treffer des Top-Torjägers Marco Weber bescherten dem FCNA gegen Ober-Erlenbach das sechste Spiel in Serie ohne Niederlage. „Irgendwie müssen wir den Mann in den Griff kriegen“, weiß auch Bosniens Pressesprecher Asmir Husanovic. Im gleichen Zeitraum verloren auch die Bosnier lediglich eine Partie – ein knappes 0:1 gab es beim Tabellendritten Friedberg. „Ich kenne sie noch aus dem Hinspiel. Es wird ein hartumkämpftes und emotionales Spiel werden“, erwartet Neu-Anspach-Trainer Rico Henrici einen heißen Tanz. Nach den vergangenen zwei Siegen gehen die Gäste laut Husanovic „ohne Druck ins Spiel. Anspach ist der klare Favorit, alles was wir dort holen, ist für uns ein Bonus.“
1. FC Oberstedten – 1. FC-TSG Königstein (Sonntag, 15 Uhr)
Nach dem deftigen 1:6 im Abstiegsduell gegen den TSV Bad Nauheim attestierte Oberstedtens Trainer Artur Rissling seinen Akteuren „B-Klasse-Niveau“. Am Tag der Niederlage blickte der Übungsleiter mit einer gehörigen Portion Endspiel-Mentalität auf die Begegnung gegen den Tabellennachbarn aus Königstein: „Nächste Woche steigt das absolute Endspiel, um in der Gruppenliga zu bleiben.“ Momentan liegt der FC-TSG einen Punkt hinter dem FCO auf Platz 15 der Tabelle. Eine Woche nach dem 1:1 gegen Merzhausen kehren zum Abstiegsduell Führungsspieler wie Murat Özbek, Fatih Jäger und Dennis Winter auf den Rasen zurück. Deren Sportlicher Leiter Till Sommerfeld erwartet einen „heißen Tanz und ein knappes Spiel. Wir werden alles dafür tun, um sie hinter uns zu lassen.“
SG Bornheim – SG Ober-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)
Nach zuletzt zwei hohen Niederlagen gegen die formstarken Teams Neu-Anspach und Bosnien gastiert die verletzungsgeplagte SG Ober-Erlenbach nun bei der SG Bornheim, die ihrerseits seit drei Spielen auf einen Sieg wartet. Trotz neun Punkten Vorsprung sprach Bornheim-Coach Maik Rudolf von einem direkten Duell gegen den Abstieg: „Die können uns nochmal mit reinziehen. Aber wir spielen zu Hause und wollen punkten.“ Verzichten muss Bornheim auf die Stützen Niklas Troll und Bela Schuster. „Wir müssen gucken, wie wir das auffangen“, so Rudolf vor dem „extrem wichtigen Spiel“ gegen den Tabellenvorletzten. „Das wird ein 50/50-Spiel“, sieht auch SGO Fußball-Abteilungsleiter Thomas Bremerich die Begegnung als ein direktes Duell an: „Das Spiel hat einen vorentscheidenden Charakter. Wenn wir verlieren, wird es ganz, ganz eng.“
FG Seckbach – TSG Nieder-Erlenbach (Sonntag, 15 Uhr)
Die FG Seckbach bleibt im Jahr 2017 ein Phänomen. Alle Gegner aus der oberen Tabellenhälfte konnten bezwungen werden, gegen jede Mannschaft aus der unteren Hälfte verlor das Team. Am Wochenende empfangen die Seckbacher den Tabellennachbarn aus Nieder-Erlenbach: „Ich hoffe, dass der Rasenplatz freigemacht wird, damit wir die Möglichkeit haben, auf einem größeren Spielfeld zu spielen“, so Seckbach-Coach Nico de Rinaldis. Vor allem seinem flinken Torjäger Stanley Ike würde das entgegenkommen. „Es wird wieder ein sehr schweres Spiel werden“, erwartet TSG-Spielertrainer Vito Raimondi ein enges Duell. Mit einem Sieg würde Nieder-Erlenbach an der FGS vorbeiziehen. Der Erfolg über Rot-Weiss II sollte der Mannschaft zusätzliches Selbstvertrauen geben: „Wir sind gut drauf und haben jetzt seit vier Spielen nicht mehr verloren. Wir sind auf einem guten Weg.“
Rot-Weiss Frankfurt II – TSV Bad Nauheim (Sonntag, 15 Uhr)
Nachdem sich der – an diesem Spieltag spielfreie – SV FC Sandzak am vergangen Wochenende an die Tabellenspitze schoss, kann sich die Hessenliga-Reserve gegen den TSV mit einem Punktgewinn die Spitzenposition zurückholen. Doch der Gast aus Bad Nauheim präsentierte sich zuletzt in bestechender Form und holte seit der Winterpause fast doppelt so viele Punkte wie Rot-Weiss. Mit einem weiteren Sieg könnte sich der TSV erstmals seit Monaten wieder auf einem sicheren Nichtabstiegsplatz wiederfinden. Dennoch sah Pressesprecher Deniz Can die Favoritenrolle am Tag nach dem 6:1-Sieg über Oberstedten klar verteilt: „Mit einem Punkt wären wir auf jeden Fall zufrieden. Rot-Weiss ist der klarer Favorit. Wir werden bis zum Ende kämpfen.“
SpVgg. Griesheim – VFB Friedberg (Sonntag, 15 Uhr)
Da die an Position elf liegenden Griesheimer bereits ein Spiel mehr ausgetragen haben als die vier tieferplatzierten Teams, sind weitere Zähler erforderlich, um die Distanz zu den Abstiegsplätzen zu wahren. Vor allem in der Defensive offenbarte die Spielvereinigung zuletzt einige Schwächen und musste seit der Winterpause ganze 18 Tore hinnehmen. Doch ob der Aufsteiger aus Friedberg daraus Kapital schlagen kann, ist zu bezweifeln. Nur sechs Tore erzielte der VFB in den vergangenen fünf Spielen, trotzdem konnte sich Friedberg in eine gute Verfolgerposition um die Aufstiegsränge bringen und liegt auf dem dritten Platz. Auch das Hinspiel gewann die Truppe denkbar knapp: Waldemar Patzwalds Tor in der 85. Minute besiegelte Anfang Oktober den 1:0-Sieg Friedbergs.
TuS Merzhausen – Olympia Fauerbach (Sonntag, 15 Uhr)
Auch im sechsten Anlauf verpasste der TuS Merzhausen trotz eines guten Auftrittes in Königstein den ersten Sieg im Neuen Jahr. In der bemerkenswert ausgeglichenen Liga sorgt die Mannschaft von Spielertrainer Daniel Dylong somit für ein weiteres Kuriosum. Mit 40 Toren stellen die Gastgeber den schwächsten Angriff aller 17 Vereine und liegt dennoch auf Platz fünf nur sieben Punkte hinter dem direkten Aufsteigsplatz. Weit davon entfernt ist mittlerweile die Olympia aus Fauerbach. Obwohl die Gäste in der vergangenen Woche in der Nachspielzeit das 2:2 gegen den Tabellenletzten aus Enkheim erzielte, attestierte der enttäuschte Trainer Matthias Tietz seinen Schützlingen maximal „Kreisoberliga-Niveau.“ Besser gestimmt dürfte Tietz beim Gedanken an das Hinspiel sein. Nach einem 0:1 Rückstand drehten seine Mannen das Spiel, Lars Pohl gelang in der 89. Minute der 2:1-Siegtreffer.
Germania Enkheim – SC Dortelweil (Sonntag, 15 Uhr)
Am vergangenen Spieltag konnte die Germania aus Enkheim ihren zweiten Punkt im Kalenderjahr einfahren. Dennoch verspielten die Germanen bereits zum vierten Mal in den letzten fünf Spielen eine Führung und musste abermals in der Schlussphase ein bitteres Gegentor schlucken. Damit steht die Mannschaft nach wie vor abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Der Abstand zu den letztjährigen Nichtabstiegsplätzen beträgt mittlerweile zehn Zähler. Mit dem SC Dortelweil empfängt Enkheim allerdings ein Team, das noch auf der Suche nach der Hinrundenform ist. Die Hälfte der sechs Spiele seit dem Jahreswechsel verlor die Beierle-Elf. Gewinnen konnte Dortelweil lediglich beim 2:1-Erfolg gegen die SG Bornheim. Dadurch rutschten die Gäste zuletzt ins Niemandsland der Tabelle ab. (sly)