SV 07 Geinsheim - TS Ober-Roden Sonntag, 15 Uhr
Mit einem Sieg, einer Niederlage und zwei Unentschieden fällt die Bilanz der Geinsheimer in diesem Jahr ausgeglichen aus. Der Tabellenvorletzte ist nun am Sonntag gefordert, drei Punkte einzukassieren, damit die Chance auf einen Nichtabstiegsplatz - das sind momentan neun Punkte Differenz bei einem Nachholspiel - realistisch bleiben kann. Die TS Ober-Roden ist mit zwei Punkten Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz und einem Spiel mehr auf dem Konto zwar auch in unmittelbarer Not, gibt sich aber wie auch schon nach der 0:1-Niederlage letzten Freitag beim FV Bad Vilbel relativ gelassen: "Es herrscht keine neue Situation vor. Wir sind uns bewusst, dass wir Punkte sammeln müssen", sagt Ober-Rodens Trainer Daniel Nister. Für das bevorstehende Spiel vertraut Nister auf seine Elf und lobt als klares Ziel den Sieg aus: "Wir sind nicht nervös und wissen um unsere Stärken." Verzichten müssen die Ober-Rodener weiterhin auf Florian Henkel (Muskelbündelriss) und letztmalig Dejan Djordjevic (Rote Karte). Ein großes Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Max Hesse (Muskelverhärtung).
FC Kalbach - Usinger TSG Sonntag, 15 Uhr
Nach dem 0:2 bei Vatanspor Bad Homburg waren die Platzverhältnisse zentrales Thema, die nach Kalbachs Trainer Salvatore Cirrincione eher einem Hockeyfeld als einem gut bespielbaren Fußballuntergrund glichen. Wenn der FC die Usinger empfängt, wird es diesbezüglich jedenfalls keine Probleme geben. Ersetzen müssen die Kalbacher Defensivmann Konstantin Fujiwara, der sich bei Vatanspor einen Wadenbeinbruch zugezogen hat, zurückgreifen kann die Mannschaft aus dem Frankfurter Norden allerdings wieder auf Ex-Profi Eric Wille nach überstandener Muskelverhärtung. "Als Heimmannschaft wollen wir drei Punkte holen, aber der Gegner hat meistens etwas dagegen. Nach der Niederlage in Bad Homburg sind wir wieder mittendrin in der Verlosung. Wir müssen alles dafür tun, um zu verhindern, dass Usingen zum Erfolg kommt", analysiert Co-Trainer Carmine Iannone aus Kalbacher Sicht. Der Gast dürfte selbstbewusst bei den Kalbacher auftreten, denn am vergangenen Mittwoch gelang der Kopp-Elf in einem vorgezogenen Pflichtspiel ein 3:1-Sieg über den VFR Fehlheim: " Dadurch, dass wir innerhalb von etwa einer Woche drei Pflichtspiele bestritten haben, steckt das dem ein oder anderern Spieler schon sehr in den Knochen. Wir werden deswegen unsere Taktik entsprechend anpassen", erläutert Spielertrainer Marcel Kopp die aktuelle Situation. Dass es ein schwerer Gang nach Kalbach nicht zuletzt aufgrund derer Kampfstärke werden dürfte, darüber ist sich Kopp bewusst, er merkt aber auch an, dass "wir in 2017 bis jetzt gute Ergebnisse erzielt haben und entsprechend selbstbewusst sind, wir uns aber nicht zu schade sein dürfen, den Kampf anzunehmen."
VFR Fehlheim - TSV Vatanspor Bad Homburg Sonntag, 15 Uhr
Spannung verspricht die Partie zwischen den Fehlheimern und den Gästen aus Bad Homburg, da beide Mannschaften bis jetzt einen entgegengesetzten Lauf in diesem Jahr aufweisen: Der VFR startete sehr gut mit Siegen in Hanau und zu Hause im Derby gegen Bensheim, um anschließend die beiden darauffolgenden Partien in Ginsheim und Usingen jeweils mit 1:3 abzugeben: "Nach dem Usingen-Spiel gab es schon ein paar warme Worte an meine Mannschaft, weil wir ganz einfach viel zu wenig Gas nach vorne gegeben haben. Und wenn Du nur verteidigst, dann kann das nicht gut gehen", resümiert Fehlheims Trainer Martin Weinbach das Geschehene. Gewarnt ist Weinbach nicht nur aufgrund der Tatsache, dass bei Vatanspor ein Trainerwechsel stattgefunden hat, aber "wir müssen uns auf eigene Stärken konzentrieren und das Herz in die Hand nehmen." Die Gäste, die sich Anfang letzter Woche von Trainer Enis Dzihic getrennt haben, legten nach drei sieglosen Spielen in Folge den Schalter mit dem 2:0 über den FC Kalbach wieder um: "Ich erwarte von meiner Elf so wie beim Spiel gegen Kalbach erneut Leidenschaft, Team- und Kampfgeist gepaart mit unseren technischen Fähigkeiten", sagt Vatanspors Teammanager Hüseyin Güven, der auch um die Stärken der Fehlheimer weiß, die er unter der Woche beim Pflichtspiel in Usingen beobachten lies: " Der VFR ist eine gute Mannschaft und mit einen Punkt wären wir schon zufrieden", gibt sich Güven realistisch. Bei den Bad Homburgern sieht es gar nicht so schlecht dafür aus, dass Top-Scorer Ibrahim Cigdem nach seiner Muskelverhärtung wieder zum Kader stoßen kann. Hier weiß man Genaueres nach dem heutigen Abschlusstraining.
SC1960 Hanau - FC 07 Bensheim Sonntag, 15 Uhr
Mit völlig offenem Ausgang gehen die beiden Aufsteiger Hanau und Bensheim in ihr Duell. Das bessere Momentum hat allerdings der Gastgeber auf seiner Seite, der sich von seiner Auftaktheimniederlage gegen Fehlheim rasch erholte und danach einen klaren 3:0-Erfolg aus Wald-Michelbach und ein hochverdientes 1:1-Unentschieden in Alsbach mitgenommen hat: "Gegen Bensheim haben was gutzumachen, weil wir dort trotz eines guten Auftritts mit 1:2 verloren haben.Für uns gibt es bis zum Saisonende nur noch Finalspiele", sagt Hanaus Pressesprecher Okan Sari. Unzufrieden in doppelter Hinsicht blickt Sari auf das Remis letzte Woche in Alsbach zurück, weil "wir erstens trotz Feldüberlegenheit nur einen Zähler mitgenommen haben und zusätzlich wegen zweifelhafter Platzverweise auf Max Grammel (Rote Karte) und Serhat Yildiz (Gelb-Rote Karte) verzichten müssen." Für Bensheim läuft es aktuell weniger gut, denn die beiden letzten Spiele gingen zu Hause gegen den FC Kalbach mit 3:5 und beim VFR Fehlheim mit 4:2 verloren. Da der Tabellenneunte so wie etwa 80% der Ligaclubs zum Kreise potenzieller Absteiger gehört, muss der FC wieder einen Gang höher schalten, denn auch nach dem Gastspiel in Hanau stehen der Mannschaft von der Bergstraße weitere zwei Auswärtsspiele bevor.
Türk Gücü Friedberg - FC Alsbach Sonntag, 15 Uhr
Einen ersten Dämpfer in diesem Jahr hat Türk Gücü Friedberg bei der 1:3-Niederlage in Wald-Michelbach erlitten. Der soll aber gegen die Gäste aus Alsbach sofort wieder ad acta gelegt werden, denn mit drei Punkten Abstand zum rettenden Ufer zählt jeder einzelne Punkt: "Von der Tabellensituation her sind wir gezwungen, was zu holen. In Wald-Michelbach waren wir nicht zu 100 Prozent auf der Höhe. Das ist unglücklich gelaufen. Jetzt schauen wir nach vorne. Alsbach hat über Jahre hinweg in der Verbandsliga eine Entwicklung gemacht. Wir müssen kollektiv die Vorgaben umsetzten und eine gute Mannschaftsleistung zeigen", erläutert Co-Trainer Gültekin Cagritekin ausgiebig. Mit 36 Zählern stellt sich die Tabellensituation für die Gäste etwas komfortabler da, aber die Alsbacher wissen wohl, dass auch sie noch lange nicht aus der Gefahrenzone sind.
Germania Großkrotzenburg - Eintracht Wald-Michelbach Sonntag, 15 Uhr
Die Großkrotzenburger haben zwar noch theoretische Möglichkeiten, die Klasse zu halten, realistisch ist das aber nicht mehr. Dennoch erzielten die Germanen vor zwei Wochen ein 2:2-Unentschieden gegen den Tabellenführer aus Neu-Isenburg und sind somit weiterhin immer noch für Überraschungen gut: "Wir sehen die Partie gegen Wald-Michelbach schon als Vorbereitungsspiel für die kommende Saison in der Gruppenliga. Dennoch versuchen wir, den ein oder anderen Punkt noch mitzunehmen", sagt Groß-Grotzenburgs Pressesprecher Gerald Trageser und erklärt, dass "Du bei fünf bis sechs - in der Spitze neuen Dauerverletzten - mittelfristig einfach keine Chance hast, die Klasse zu halten." Die Gäste werden bemüht sein, an ihr Erfolgserlebnis gegen Türk Gücü Friedberg anzuknüpfen, denn mit Tabellenplatz 13 markieren die Wald-Michelbacher gerade so die Grenzlinie zum rettenden Ufer: "Dass wir am vergangenen Wochenende wieder mal ein Spiel gewonnen haben (3:1 gegen Türk Gücü Friedberg, Anm. d. Red.), wird uns Selbstvertrauen geben. In dieser verrückten Klasse ist jeder Punkt wichtig", beschreibt Wald-Michelbachs Trainer Sebastian Haag die aktuelle Lage seiner Mannschaft und fügt hinzu, dass "Leidenschaft und Emotion die wichtigsten Faktoren beim Tabellenletzten sein werden."
SG Bruchköbel - Spvgg. 05 Oberrad Sonntag, 15 Uhr
Den ersten Nicht-Abstiegsplatz hat derzeit Bruchköbel inne. Geht es in der Reihenfolge mit gewonnenen und verlorenen Spielen so weiter, dann würde die SG am Sonntag als Sieger vom Platz gehen. Damit werden die Gäste aber nicht so einfach einverstanden sein: Der Hessenliga-Absteiger holte in diesem Jahr aus vier Partien neun Punkte (lediglich bei Türk Gücü kamen sie mit 4:0 unter die Räder): "Bruchköbel ist heimstark und sie haben eine hohe Qualität. Wir müssen hochkonzentriert zu Werke gehen. Stürmer Ugur Erdogan ist eine gefährliche Spitze. Wenn wir uns so präsentieren wie in der ersten Halbzeit in Großkrotzenburg, liegen wir dort gleich zurück", sagt Spielertrainer Baldo di Gregorio. Er selbst und David Schmelz stehen den Oberrädern am Sonntag nicht zur Verfügung, aber "wir haben einen 20-Mann-Kader, haben jede Position doppelt besetzt, so dass jetzt andere in die Presche springen können", ist di Gregorio dennoch optimistisch.