Die Partie startete aber nicht so, wie es die gut 150 Zuschauer erwartet hatten. Der Gastgeber wirkte zu Beginn etwas nervös und ließ eine klare Handschrift im Offensivspiel vermissen. Stattdessen suchten die Mannen um den scheidenden Trainer Steffen Schäfer, der aufgrund familiärer Verpflichtungen nach der Saison aufhört, immer wieder den pfeilschnellen Georghe-Daniel Azamfirei. So dauerte es bis zur 14. Spielminute, bis der eben genannte Hattenhofer Stürmer einen Elfmeter herausholte, aber bei der Ausführung des Strafstoßes aus elf Metern am Großenlüderer Keeper Dennis Dietrich scheiterte. Der Strafstoß war immerhin der Startschuss für weitere Chancen in einer durchwachsenen ersten Halbzeit. Die Reserve von Großenlüder wurde indes immer wieder durch Flanken von der linken Seite gefährlich. Die Kopfbälle von Mohammad Zeitoun (19., 35.) und Benjamin Niedling (22.) waren aber zu unplatziert. So schien der nötige Punkt zur Meisterschaft für die SGH allerdings nie in Gefahr zu sein. Wenn auch zu selten, ließ Hattenhof seine spielerische Klasse immerzu aufblitzen und bereitete der Gästedefensive in diesen Momenten einige Schwierigkeiten. Zweimal trug sich der starke Azamfirei in die Torschützenliste ein, da die Nummer elf beim 1:0 und 3:0 im Eins-gegen-Eins die Nerven behielt (30., 73.). Beim vorentscheidenden 2:0 nach der Halbzeit ließen die Gäste Pascal Croon sträflich frei, der nur noch den Kopf hinhalten musste (49.). Mit der komfortablen Führung im Rücken schaltete der künftige Meister zwei Gänge zurück, während die abstiegsbedrohten Gäste nie aufsteckten. Ein Tor wäre der Reserve vergönnt gewesen, doch weder Zeitoun (72.), noch Lukas Dimmerling (76.) oder Murat Demir (77.) brachten den Ball im Tor unter. Nach dem Abpfiff folgte ein Mix aus Freude, Fassungslosigkeit und vielen Bierduschen im Hattenhofer Lager. „Es ist noch ein bisschen unwirklich. Wir haben ein Jahr dafür gearbeitet und sind ohne die Zielsetzung Meisterschaft in die Saison gegangen. Wir sind jetzt natürlich überglücklich und reißen heute Abend hier die Hütte ab“, gab der überglückliche Trainer Steffen Schäfer nach der Partie zu Protokoll. Zuerst werde geschlossen im Vereinshäuschen gefeiert, morgen früh soll es in der Stadt zum Brunchen gehen. Als Spieler wird Steffen Schäfer Hattenhof in der Kreisoberliga aber wahrscheinlich nicht mehr zur Verfügung stehen, nachdem diese Idee in den letzten Wochen immer wieder angedacht war. Auch wenn 40-jährige Familienvater ein gutes Verhältnis zum neuen Trainer Robert Lazarevski habe, so erachtet der der frühere Horaser diese Konstellation als unglücklich. Schäfer will laut eigener Aussage keine Unruhen um den neuen Trainer aufkommen lassen.
Die Statistik:
SG Hattenhof: Kühne - Schaub, N. Matschke, Preis, Wess, Croon, Herzog, Azamfirei, Azamfirei, George, Leinweber, Nüchter – (Malkmus, L. Matschke, Bug). SV Großenlüder II: Dietrich - Medler, Mohr, Demir, Hohmann, Niedling, Zeitoun, Weiss, Breshner, Faust, Dimmerling – (Jestädt, Koek, Straub). Schiedsrichter: Gerhard Wiegand (Flieden). Zuschauer: 150 Tore: 1:0 Georghe-Daniel Azamfirei (30.), 2:0 Pascal Croon (49.), 3:0 Georghe-Daniel Azamfirei (73.). Besonderes Vorkommniss: Dennis Dietrich (Großenlüder II) pariert Foulelfmeter von Georghe-Daniel Azamfirei (14.). / mic
| SG Hattenhof - SV Großenlüder II | |
| Liga: | A-Liga Mitte |
| Anstoss: | So - 19.05. 15:00 Uhr |
| Spieltag: | 29. Spieltag |
| Ergebnis: | 3 : 0 |
| Schiedsrichter: | Gerhard Wiegand (Flieden) |
| Platz / Ort: | RP1 Neuhof-Hattenhof |
| Bildergalerie: | Hier klicken |