Die Lage
Dadurch, dass sich die Zahl der Regionalliga-Absteiger durch den möglichen Abstieg von Freiburg II und Waldhof Mannheim aus der 3. Liga bis auf fünf Vereine erhöhen könnte, ist die halbe Liga mittendrin im Abstiegskampf. Mit „nur“ sieben Punkten Vorsprung führt die SG Barockstadt das Feld der noch gefährdeten Teams an.
Gleichzeitig ist das Team aus Fulda-Lehnerz genauso noch in der Verlosung auf einen der Plätze ganz vorne dabei. Sollte das Nachholspiel gegen Freiberg gewonnen werden, dann wären es lediglich sieben Punkte bis an die Tabellenspitze. Nur noch ein Wunder hilft den letzten drei Teams. Dass die TSG Balingen oder die Neulinge TuS Koblenz oder Schott Mainz die Liga noch halten werden, daran glaubt niemand mehr.
Top
Das Team der Vorrunde sind die Stuttgarter Kickers. Als Aufsteiger startete das Team aus Degerloch durch. Nur zwei Niederlagen aus 21 Spielen zeigt, dass die Kickers keinerlei Anpassungsprobleme im neuen Umfeld hatten. Elfmal spielten die Stuttgarter bereits zu null. Eine Statistik, in der die SG Barockstadt mit sieben Partien ohne Gegentor auf dem zweiten Platz rangiert.
Top sind auch weiterhin die Zuschauer in Offenbach. Obwohl beim OFC auch diese Saison sportlich nicht viel geht, pilgerten im Schnitt 6361 Besucher zu den Heimspielen am Bieberer Berg. Die Barockstadt liegt mit 1262 Zuschauer pro Heimspiel im Mittelfeld der Rangliste.
Flop
Nach dem enttäuschenden siebten Platz der Vorsaison sollte bei Kickers Offenbach alles besser werden: 17 neue Spieler wurden geholt. Darunter namhafte Akteure, von denen die meisten weit unter den Erwartungen blieben. Das Resultat: Der OFC sucht weiterhin einen Weg raus aus dem Mittelmaß. Holten die Kickers letzte Saison immerhin noch 55 Punkte, liegt der Traditionsverein aktuell bei 29. Soll heißen: Bei noch 13 ausstehenden Spielen fehlen 26 Punkte, um am Ende der Runde nicht noch schlechter dazustehen wie 2022/2023.
In Erinnerung bleibt
Die Trainerwechsel: Tobias Damm musste in Kassel gehen, Tobias Cramer erwischte es in Aalen, die TSG Balingen trennte sich nach dreieinhalb Jahren von Erfolgstrainer Martin Braun und auch für Aydin Ay war bei Schott Mainz frühzeitig Schluss. Dazu kam Jan Siewert bei Mainz 05 II. Der wurde allerdings nicht entlassen, sondern stieg auf, coacht nach dem Abgang von Bo Svensson nun die Profis der Mainzer interimsmäßig.
Zahlenspiel
615 Treffer fielen in bislang 187 Spielen. Das macht einen Schnitt von 3,3 Toren pro Spiel. Bis auf die Spiele Barockstadt gegen Freiberg und Balingen gegen Steinbach Haiger konnten alle geplanten Spiele durchgeführt werden.
Spitzenreiter in Sachen Karten ist Noah Awassi. Der Spieler des FSV Frankfurt sah bei 17 Einsätzen acht Gelbe Karte und flog zusätzlich einmal mit Rot vom Platz. Auch seinetwegen liegen die Bornheimer am letzten Platz der Fairplay-Wertung. Zehnmal Gelb sahen bisher Esmel Dylan (TuS Koblenz) und Laurin Tost (Bahlinger SC). Die meisten Verwarnungen der SG Barockstadt kassierten Patrick Schaaf und Kristian Gaudermann (je 6). Die beiden einzigen Feldverweise gegen Fulda mussten Marius Köhl und Leon Pomnitz schlucken (jeweils Gelb-Rot).
Bemerkenswert: Die SG Barockstadt hat in dieser Saison noch keinen einzigen Elfmeter für sich gepfiffen bekommen. Alle 20 Spiele bei der SG Barockstadt bestritt das Quartett um Torwart Samuel Zapico, Eric Ganime, Gal Grobelnik und Leon Petö. Der 22-jährige Grobelnik spielte nicht einmal über vollen 90 Minuten, wurde 14-mal ausgewechselt und liegt als gesetzter Stürmer aktuell bei drei Saisontreffern.
Ausblick
Das Titelrennen wird zwischen den Stuttgarter Kickers, Hoffenheim II und dem FC Homburg entschieden. Sollte die SG Barockstadt nach der 76-tägigen Punktspielpause gut aus den Startlöchern kommen, wird man mit den unteren Plätzen nichts zu tun haben.