Barockstadts Neuzugang Aksu: Fußball statt Kickboxen

21.06.2024

Die SG Barockstadt hat die ersten Trainingseinheiten der neuen Saison in den Beinen. In neuen Gefilden ist Taha Aksu unterwegs, der aus Schweinfurt kam und nun in Fulda leidenschaftlichen Fußball zeigen möchte.

Taha Aksu und ambitionierter Fußball? Diese Kombination gibt es noch gar nicht allzu lange. Bis zu seinem 16. Lebensjahr kickte Aksu beim TSV Buchen. Seinem Heimatverein, gelegen zwischen Würzburg und Heilbronn. Dorffußball, wie er meint. Das Kicken spielte nicht die erste Rolle, sondern Aksus Fokus galt dem Kickboxen und MMA. Schließlich wagte er doch den Schritt aus dem Dorf, schloss sich den Würzburger Kickers an und blühte im Jugendbereich auf.

Doch Corona kam und bremste unter anderem den Juniorenfußball aus. Für Aksu ging es zu den Profis der Kickers, ein halbes Jahr durfte er beim Zweitliga-Team trainieren. „Diese Erfahrungen sind im Nachgang sehr wertvoll gewesen. Die Intensität ist wesentlich höher als im Jugendbereich“, schildert der Rechtsfuß, der in Würzburg allerdings nach seiner Jugendzeit nicht wirklich Fuß fassen konnte. Für ein Jahr führte sein Weg nach Österreich zum FC Admira Wacker Mödling. Eine Zeit, „die von etlichen Verletzungen geplagt war. Im Fußball hat man eben nicht immer nur Glück, aber ich habe menschlich viel mitgenommen. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen, weit weg von der Familie.“

SG Barockstadt: Fußball statt Kickboxen für Taha Aksu

Richtig im Herrenbereich angekommen war Aksu in der abgelaufenen Saison beim FC Schweinfurt. Am Ende seiner Entwicklung sei er längst noch nicht. Zeigen möchte er das bei der SG Barockstadt . Den eigenen Spielstil beschreibt Aksu als leidenschaftlich: „Kampf, Wille und 100 Prozent Einsatz. Ich haue alles rein, versuche mit meinem Tempo immer durchzubrechen und so viele offensive Aktionen zu generieren“, sagt der 22-Jährige. Verglichen wurde er bei seiner Vorstellung aufgrund seiner Schnelligkeit mit Ex-BVB-Profi Pierre-Emerick Aubameyang. Darüber hat Aksu geschmunzelt, allerdings formuliert er selbstbewusste Worte dahingehend: „Es ist schön, mit solchen Stars verglichen zu werden. Aubameyang hat einst die ersten 30 Meter in 3,78 Sekunden gelaufen, ich in 3,71. Deshalb mag ich es, Eins-gegen-eins-Duelle zu spielen.“

In seiner neuen Heimat fühlt er sich schon nach wenigen Tagen wohl. „Ich habe Fulda durch einige Spaziergänge kennengelernt. Eine schöne Stadt und auch die Mannschaft mag ich sehr. Jeder Spieler war zuvorkommend und hilfsbereit. Von einigen Gesprächen mit Kollegen habe ich etwas über den Verein erfahren und außerdem ist bekannt, dass Jamal Musiala hier gespielt hat“, erläutert Aksu, der vorübergehend im Hotel wohnt, bis eine Wohnung gefunden ist. Auf Ziele für die neue Saison mit Barockstadt möchte sich der Neuzugang nicht festlegen: „Die Regionalliga ist mit vielen guten Mannschaften besetzt. In erster Linie müssen wir als Mannschaft den Zuschauern die Grundtugenden vermitteln.“ Einen ersten Einsatz im SGB-Dress erlebt Aksu am Sonntag (14 Uhr). Zum Testspiel gastiert der bayrische Landesligist FC Coburg in Lehnerz.