Bayern Alzenau dreht am Ende mächtig auf

Testspiel: 8:1-Sieg bei der SG Bruchköbel

27.01.2017

Hessenligist FC Bayern Alzenau drehte am Freitagabend erst gegen Ende des Testspiels bei Süd-Verbandsligist SG Bruchköbel auf und gewann die Partie letztlich hoch mit 8:1. Auf dem rutschigen Kunstrasenplatz hatten die Akteure bei Minusgraden einige Probleme mit der Standfestigkeit und rutschten auf dem künstlichen Grün mehrmals aus.

SG Bruchköbel - FC Bayern Alzenau 1:8 (1:1)

Zur Halbzeit hatte es vor 50 Zuschauern noch nicht nach einem Debakel für die Hausherren ausgesehen. Denn nach 45 Minuten stand es nach den Treffern von Francesco Calabrese zum 1:0 für die Gäste aus dem nahen Unterfranken (19.) und dem Ausgleich von SGB-Kapitän Benjamin Braus 1:1 (31.). Zur Halbzeit wechselte Bruchköbels neuer Trainer Andreas Arr-You auf sechs Positionen aus. Auf Seiten des Hessenligisten ging Torhüter Patrick Rühl zur Halbzeit raus. Da der zweite Torhüter Ricardo Döbert nicht zur Verfügung stand, wurde der 41-jährige Torwarttrainer Marcel Richter eingewechselt. Der hatte zwar lange nicht gespielt, hielt aber in der zweiten Hälfte seinen Kasten sauber und dirigierte lautstark seine Vorderleute. Zweimal hatte der Keeper Glück, als er Rückpässe mit der Hand aufnahm und der Schiedsrichter keinen indirekten Freistoß gab, sondern einfach weiterspielen ließ. Ansonsten ließ der Hessenliga-Dritte den Ball so schnell laufen, dass die Kicker aus dem Main-Kinzig-Kreis kaum noch mitkamen. Björn Weisenborn brachte den FCB mit 2:1 nach vorne (57.). Dann kam in der 57. Minute die große Wechselorgie beim Barletta-Team. Acht Spielerwechsel wurden vorgenommen, es kamen mit Salvatore Bari, Anthony Wade und Fabian Bäcker auch die "Schwergewichte" im Alzenauer Team. Letzterer startete auf der rechten Außenbahn gleich durch, war von den trägen Gastgebern nicht zu bremsen und versenkte seinen satten Schuss aus der zweiten Reihe zum 3:1 flach im linken Eck (57.). In den letzten 20 Minuten spielten nur noch die Gäste und es gelangen ihnen in 16 Minuten fünf Tore. Nachdem Torjäger Salvatore Bari den Ball gegen die Latte gedonnert hatte, machte es der Italiener drei Minuten danach besser, umspielte Bruchköbels Torwart Janis Gräfe und hatte dann Pech, als ein Abwehrbein der SGB dazwischen war. Im Nachschuss traf der Goalgetter dann zum 4:1 (74.). Dann ging es Schlag für Schlag. Bruchköbel brach wie ein Kartenhaus zusammen und die "Bayern" spielten munter weiter und erzielten wunderbare Tore. Neuzugang Anthony Wade fügte sich mit einem Doppelpack zum 5:1 und 6:1 gut ein (76./84.). Amar Zildzovic zum 7:1 (85.) und Fabian Bäcker zum 8:1-Endstand (89.) schraubten das Resultat in die Höhe. Der Verbandsligist hatte in der letzten Minute noch Pech mit einem Lattenschuss von Torjäger Ugur Erdogan. Bereits am Sonntag sind beide Teams wieder im Einsatz. Bayern Alzenau empfängt dabei den FV Bad Vilbel aus der Verbandsliga Süd. Und in Bruchköbel kommt es zum Vergleich zwischen Süd und Nord auf Verbandsliga-Niveau, wenn der SV Buchonia Flieden im Stadion an der Gumbinnener Straße gastiert. Bayern Alzenaus Trainer Angelo Barletta konstatierte nach dem Spiel: "Auf dem rutschigen Platz war es schwierig. Generell ist es so, dass noch nicht alles funktionieren kann, das wäre ja auch schlimm. Es wird viel gewechselt und rotiert, damit alle spielen können".

Stenogramm:

SG Bruchköbel: Gräfe; Barcik (46. Sekeric), Muratoglu, Rohner (46. Dickerhoff), Marra (46. Beloued), Werner, El Kadourri (46. Sbano), Nowak (46. Büdinger), Braus, Gottwalt, Walter (46. Erdogan) - Trainer: Andreas Arr-You. FC Bayern Alzenau: Rühl (46. Richter); Weisenborn, Steigerwald (57. Kaiser), Bejic (57. Sejdovic), Calabrese (57. Zildzovic), Niesigk (57. Bäcker), Wolf (57. Demir), Blam, Kalata (57. Bari), Auer (57. Wade), Sawaneh (57. Wilke) - Trainer: Angelo Barletta. Tore: 0:1 Francesco Calabrese (19.), 1:1 Benjamin Braus (31.), 1:2 Björn Weisenborn (51.), 1:3 Rico Kaiser (57.), 1:4 Salvatore Bari (74.), 1:5 und 1:6 Anthony Wade (76./84.), 1:7 Amar Zildzovic (85.), 1:8 Fabian Bäcker (89.). Schiedsrichter: Kevin Kuchler (Nidderau). Zuschauer: 50.