Nach der Nullnummer am Samstag gegen den VfR Aalen lagen sie alle am Boden. Nicht aus purer Enttäuschung, sondern völliger Erschöpfung. Die Wochen zuvor hatten an den Spielern der SG Barockstadt genagt. Sechs Spiele in 18 Tagen waren zu viel des Guten. Beispiel Milian Habermehl: Der Youngster war gegen Aalen schon gar nicht mehr dabei, weil die Muskeln übersäuert waren und die Wade deswegen zumachte. Beispiel Eric Ganime: Den nahm SGB-Trainer Sedat Gören wegen dessen indisponierter Leistung nach einer guten halben Stunde runter.
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„Eric ist ein gutes Beispiel. Wir zeichnen die Laufleistungen jedes Spielers auf, Eric zählt neben Leon Pomnitz zu den Spielern, die ganz vorne dabei sind. Körperlich war Eric am Limit, da kommt dann irgendwann eine mentale Komponente dazu, weswegen ich in diesem Moment reagiert habe“, erklärt Gören die frühe Auswechslung seines „Mister Zuverlässig“. Ganime hätte das professionell aufgefasst, wie es sich in einer Profiliga nunmal gehöre.
Im Training hätte der Brasilianer gleich wieder Gas gegeben. Aber nicht so viel wie sonst, denn Gören hat die Belastungssteuerung merklich angepasst. „Wir müssen in zwei, drei Wochen wieder in der idealen körperlichen Verfassung sein.“ Insbesondere am 30. April. An „Hexennacht“ soll das Pokal-Halbfinale gegen den Gewinner aus der Partie FSV Wolfhagen (Spitzenreiter Verbandsliga Nord) und Ligakonkurrent Kickers Offenbach stattfinden. Barockstadt will unbedingt ins Pokalfinale am 25. Mai.
Bis zum 30. April gilt es die Leistungsträger Patrick Schaaf und Kevin Hillmann wieder fit zu bekommen. Beide fallen derzeit wegen Sprunggelenksverletzungen aus. Bei Kapitän Schaaf ist die Prognose etwas günstiger als bei Linksverteidiger Hillmann. „Der Plan ist, dass zumindest Patrick schon vor dem Pokalspiel wieder im Rhythmus ist“, sagt Gören, der zu bedenken gibt, „dass wir zwar keines der letzten drei Spiele gewonnen haben, aber auch jedes hätten gewinnen können“.
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Ohnehin dürfe die Mannschaft auf keinen Fall in die Versuchung geraten, die Saison austrudeln zu lassen: „Wir wollen oben dran bleiben und kein Spiel herschenken.“ Schon gar nicht am Samstag bei der Eintracht. Ein Spiel, auf das sich Gören besonders freut, schließlich sei das kleine Stadion in Dreieich eines der schönsten der Liga, der Rasen ein Teppich, das Publikum oft standesgemäß und der Gegner gut, jung und taktisch hervorragend ausgebildet.
Gut für Trainer Sedat Gören: Er erwartet Youngster Habermehl zurück im Kader und kann auf die zuletzt gesperrten Leon Pomnitz und Marius Köhl bauen, die das Offensivspiel deutlich beleben dürften. Denn vor allem da hakte es trotz zufriedenstellender zweiter Halbzeit gegen Aalen erheblich.