"Bis zum letzten Tropfen Blut"

Eiterfeld/Leimbach zurück in der Gruppenliga - Fotostrecke

24.04.2016

Eine Saison wie ein einziges Ausrufezeichen legte die SG Eiterfeld/Leimbach bislang hin und so durften am Abend dank des 1:0 (0:0)-Derbyerfolgs gegen den TSVUfhausen auch schon die Sektkorken knallen und die Rückkehr in die Gruppenliga gefeiert werden – nach vier Jahren.

Ein paar Tränchen kullerten Florian Roth direkt nach Abpfiff die Wangen herunter.Die Wehmut kam auf, schließlich verlässt der Meistertrainer den Verein mit noch unbekanntem Ziel. Doch die Stimmung trübte das nur wenige Minuten, dann war alles „unfassbar schön“, schließlich habe die Mannschaft eine unglaubliche Geschichte geschrieben. Roth brachte das Team auf Kurs und übergibt im Sommer an Detlef Pabst:„Der Weg wird mit realen Leuten, mit realen Werten weitergegangen, da habe ich keine Angst.“ Eine solche Serie habe sich das Team nicht einmal in den kühnsten Träumen ausgemalt, pflichtete Kapitän Steffen Aumann seinem Coach bei und betonte:„Wir sind dem Trainer zu großem Dank verpflichtet, aber auch meinem Team muss ich für die gesamte Saison ein Riesenkompliment machen.“ Gründe für den Erfolg sei die Weiterentwicklung der Spielweise gewesen sowie die beiden Verstärkungen Manuel Schmidt und Nils Fischer. Ex-Big-Brother Schmidt sorgte für das goldene Tor – der einzige Blaue ohne Torschlusspanik. „Vielleicht hat die Fernseherfahrung geholfen“, lachte er und blickte dabei gen Himmel – der Schneeregen setzte wieder ein:„Verrückte Saison, verrücktes Wetter, verrückte Mannschaft, verrückte Meisterschaft.“

Roth kommt um die Glatze herum

Des Kapitäns jüngerer Bruder Thomas war der Wegbereiter des entscheidenden Treffers. Er versprach eine lange Nacht und hob noch einmal den Charakter des Teams hervor: „Wir haben bis zum letzten Tropfen Blut gekämpft. Heute und in der gesamten Saison.“ 19 Punkte Vorsprung auf Hohenroda nach nur 24 Spieltagen. Eine Saison für die Geschichtsbücher zeichnet sich ab. Roth gab dann auch gleich mal 18 Punkte als Ziel für die restlichen sechs Partien aus, schob allerdings nach: „Nächste Woche wird´s sicherlich schwer, denn bis dahin werden einige Bier fließen.“ Und den Frisör wird er aufsuchen, denn nach neun Monaten ohne Haarschnitt bezeichnet er sich selbst schon als „optische Vergewaltigung“. Eine Glatze, so wie er dem Team im Winter versprochen hatte, wird er sich allerdings nicht rasieren lassen, dies lasse sein Job im Außendienst beim Finanzamt nicht zu. Ufhausen war keineswegs nur zum Gratulieren gekommen, agierte mindestens auf Augenhöhe und zeigte wie Abstiegskampf geht. Dominik Heger (1.) und Sascha Ruch (58.) hätten in einem hart umkämpften Spiel gar für die Gästeführung sorgen müssen. Schmidts Kopfballtreffer in der 67. Minute zog allerdings den Stecker der Gäste. Der spätere Meister wirkte hingegen befreit und verpasste mehrfach die vorzeitige Entscheidung.

Die Statistik:

Eiterfeld/Leimbach: Altmüller; Draht, Busold, St. Aumann, T. Aumann, Dogru, Hildebrand, Schmidt, Münkel, Hohmann, Fischer – Adel. Ufhausen: Fladung; Hohmann, M. Kiel, Becker, Juling, Arnold, Heger, Schusser, Ruch, Ohneiser, P. Kiel – Lingenfelder, Eigenbrod. Schiedsrichter: Sebastian Krieger (Steinau an der Straße). Zuschauer: 450. Tor: 1:0 Manuel Schmidt (67.).

Spielinfos
SG Eiterfeld/Leimbach - TSV Ufhausen
Liga: KOL Nord
Anstoss: So - 24.04. 17:00 Uhr
Spieltag: 25. Spieltag
Ergebnis: 1 : 0
Schiedsrichter: Sebastian Krieger (Steinau-Ulmbach)
Platz / Ort: RP Eiterfeld
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