Dabei spielte zuvor eigentlich viel in die Karten der Gäste: So profitierte die Borussia, dass man mit der letzten Aktion vor der Pause in Führung ging. Vedran Jerkovic steckte herrlich für Younes Bahssou durch, der mit seiner ersten ernstzunehmenden Aktion direkt traf (45.). In den letzten Minuten vor der Halbzeit wurde Fulda stärker und verdiente sich dadurch den Treffer ein Stück weit, wenngleich Watzenborn-Steinberg zuvor die besseren Chancen zur Führung hatte. Den Torschrei auf den Lippen hatten die Fans der Hausherren nach neun Minuten, als Markus Müllers Kopfball aber an den Außenpfosten und danach ans Außennetz ging (9.). Wenige Sekunden zuvor war es erneut Müller per Kopf, Tobias Wolf, der wieder für Kenan Mujezinovic zwischen den Pfosten stand, hielt aber klasse. Ansonsten hatte Timo Cecen noch eine gute Kopfballchance (12.), ansonsten passierte vor den Toren nicht viel. Watzenborn hatte zwar mehr vom Spiel, wurde aber zu selten gefährlich. Die Borussen waren auch nicht zwingender, nur Leon Pomnitz verzog nach gerade einmal drei Minuten knapp.
Watzenborn dreht die Partie
Mit jeder Menge Dampf kam der Regionalliga-Absteiger aus der Kabine. Gerade Markus Müller blieb brandgefährlich: Zunächst kam er nach einem Strafraum-Getümmel an die Kugel, verzog aber doch deutlich, später wurde er im letzten Moment von seinem ehemaligen Teamkameraden Marin Vidosevic im letzten Moment geblockt (49., 51.). SCB-Trainer Thomas Brendel reagierte und brachte den Defensiven Kevin Hillmann, dennoch gelang der Teutonia kurz darauf der hochverdiente Ausgleich. Jerkovic foulte völlig unnötig an der Eckfahne, Cecens Freistoß verwertete der eingewechselte Zwei-Meter-Sturmtank Raffael Szymanski per Kopf (64.). Und vier Minuten später drehte Watzenborn-Steinberg die Partie komplett. Ein klasse Spielzug über Abdenour Amachaibou und Cecen führte zum Erfolg, am Ende verwertete Müller, der sich diesen Treffer redlich erarbeitete, eine Hereingabe von Vaclav Koutny. Mit der Führung im Rücken hatten die Hausherren weiter mehr vom Spiel und legten sogar nach. Nach klasse Vorarbeit von Amachaibou war erneut Szymanski zur Stelle (79.). Ein am Ende absolut verdientes Ergebnis, von Borussia Fulda kam in der zweiten Halbzeit fast nichts. Nur Dennis Müller wurde nach Vorlage des trotz allem starken Pomnitz noch einmal ansatzweise gefährlich (84.), letztlich war aber auch dieser Abschluss viel zu wenig. Die Stimmung nach dem Spiel war entsprechend dürftig, gut 15 Minuten nach Abpfiff redete Trainer Thomas Brendel noch auf seine Männer ein. Doch weder Brendel, noch der Sportliche Leiter Martin Hohmann oder Vorsitzender Peter Enders wollten sich nach der Partie äußern, einzig Co-Trainer Dennis Leinweber gab der Presse Auskunft: "Man hat schon gesehen, dass wir wollten. Letztlich haben wir nach vorne aber für zu wenig Entlastung gesorgt und hinten die entscheidenden Fehler gemacht", so Leinweber. Daniyel Cimen, Trainer der Teutonia, war dagegen hochzufrieden: "Die Mannschaft hat von der ersten Minute an eine gute Leistung gezeigt. Den Sieg hat sie sich absolut verdient."
Die Statistik:
Teutonia Watzenborn-Steinberg: Sahin - Lemke, Laux, Schadeberg, Koutny - Goncalves, Hofmann (46. Szymanski), Cecen - Amachaibou (83. Pancar), Koyuncu (89. Aslan), M. Müller. SC Borussia Fulda: Wolf - Fuß, Henneböle, Vidosevic - Alles (55. Hillmann), Jerkovic (85. Velic) - D. Müller, Pomnitz, Mosch (79. Gjocaj) - Poredski, Bahssou. Schiedsrichter: Marco Unholzer (Birkenau). Zuschauer: 327. Tore: 0:1 Younes Bahssou (45.), 1:1 Raffael Szymanski (64.), 2:1 Markus Müller (68.), 3:1 Raffael Szymanski (79.).
| FC Giessen - Borussia Fulda | |
| Liga: | Lotto Hessenliga |
| Anstoss: | Sa - 21.10. 15:00 Uhr |
| Spieltag: | 14. Spieltag |
| Ergebnis: | 3 : 1 |
| Schiedsrichter: | Marco Unholzer (Birkenau) |
| Platz / Ort: | RP Watzenborn-Steinberg |
| Zuschauer: | 327 |
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