Johannesberg – Bronnzell (Samstag, 16 Uhr)
Derby, zwei Topteams der Liga und dazu Oktoberfest in Johannesberg: Das Prestigeduell zwischen der SGJ und der SG Bronnzell verspricht am Samstag in vielfacher Hinsicht ein Leckerbissen zu werden. Auch wenn Bronnzell derzeit nur den achten Tabellenplatz belegt, hält Johannesbergs Trainer Jochen Maikranz große Stücke auf den kommenden Gegner: „Das ist eine absolute Spitzenmannschaft in unseren Augen. Sicherlich sind die Bronnzeller holprig gestartet, aber wenn man sieht, wie es anderen Relegationsteilnehmern ergangen ist, dann ist das auch ein Stück weit normal.“ Fakt sei, dass Bronnzell nicht an Qualität verloren habe „und alles in die Waagschale wirft.“ Fehlen werden auf Johannesberger Seite der gesperrte Patrick Kaizar sowie eventuell Paul Brylski (krank), dafür kehrt Radomir Vlk nach abgesessener Rotsperre in den Kader zurück. Auf Seiten der Gäste muss Trainer Stefan Dresel weiter auf Urlauber Kevin Hohmann verzichten, zudem stehen Fragezeichen hinter Alexander Ganß (Oberschenkelzerrung) und Moritz Kremer (Achillessehnenprobleme). Für Dresel geht die Favoritenrolle ganz klar an Johannesberg: „Die Mannschaft ist für mich ein Titelaspirant, hat enorme Qualität, gerade in der Offensive. Wir wollen ein unbequemer Gegner sein“, so der Coach der Bronnzeller, der froh ist, dass sich sein Team mit einem Sieg gegen Großenlüder ein Stück weit aus einer kleinen sportlichen Krise befreien konnte: „Das war wichtig für das Selbstvertrauen. Wir wollen uns da jetzt Schritt für Schritt wieder rausarbeiten und im Moment wäre ich froh, wenn wir auch mal wieder unentschieden spielen könnten“, erinnert Dresel an die Tatsache, dass die „Unentschieden-Könige“ aus dem Vorjahr in dieser Saison noch nicht ein Remis erzielt haben. Neben dem Oktoberfest findet am Samstag noch eine besondere Aktion im Rahmen des Derbys statt: Beide Mannschaften werden nach dem Einlaufen das Transparent des Projekts „Deine Manndeckung“ präsentieren. Parallel werden einige Informationen über den Stadionlautsprecher zur Prostata-Krebs-Vorsorge an die Zuschauer gegeben. Für das Projekt war zuvor bereits bei den Hessenliga-Derbys geworben worden.
Thalau – Rothemann (Sonntag, 11 Uhr)
Der FSV Thalau hat sein diesjähriges Oktoberfest sowie das Derby gegen Rothemann zum Anlass genommen, um zu einer ungewöhnlichen Uhrzeit mit der ersten Mannschaft aufzulaufen. „Wir hoffen auf eine tolle Kulisse“, berichtet Thalaus Sportlicher Leiter Frank Görlich, der einen heißen Tanz erwartet: „So war es schon bei den letzten Aufeinandertreffen. Die letzten beiden Spiele haben wir gewonnen, und diese Serie würden wir natürlich gerne ausbauen.“ Allerdings drohen mit Ibrahim Kücükler, Timo Müglich und Marcel Pfannstiel mehrere Spieler verletzungsbedingt auszufallen. Mit Blick auf die jüngsten Erfolge und die daraus resultierende Tabellensituation möchte Görlich derzeit ohnehin die Kirche im Dorf lassen: „Die Liga ist in diesem Jahr so ausgeglichen, da ist man auch ruckzuck wieder unten reingerutscht. Wir wollen erst einmal die 40 Punkte für den Klassenerhalt holen.“ Auf Seiten des TSV Rothemann freuen sich die Ex-Thalauer um Marc Röhrig besonders auf die Begegnung, auch wenn der Offensivspieler mittlerweile betont: „Das ist inzwischen ein Spiel wie jedes andere auch. Klar ist es ein Derby, aber mehr auch nicht mehr. Ich will jedes Spiel gewinnen“, betont Röhrig, der den Vorsprung auf den FSV mit einem Sieg auf vier Zähler ausbauen würde.
Künzell – Eichenzell (Samstag, 17 Uhr)
Spitzenreiter Eichenzell muss nach dem Sieg im Topspiel gegen Johannesberg nun in Künzell die nächste harte Nuss knacken. Beim TSV wird am Samstag Oktoberfest gefeiert. Derweil hat TSV-Coach Tobias Hahner in dieser Woche Unterstützung erhalten: Thomas Röher wird künftig als Co-Trainer in Künzell agieren. Nach zuvor drei Niederlagen war das jüngste 4:1 gegen Kerzell ein ganz wichtiger Erfolg. „Wir waren schon gehörig unter Druck, was man gegen Kerzell in den ersten 45 Minuten auch deutlich gespürt hat. Da war eine ganze Menge Verunsicherung mit dabei“, sagt Trainer Tobias Hahner, der gegen die Britannia auf David Bettendorf (privat verhindert), Jose Bacale (Leistenprobleme) und wohl auch auf Peter John verzichten muss. Beim ehemaligen Eichenzeller John ist gegen Kerzell die alte Schulterver letzung wieder aufgebrochen. Dennoch gibt sich Hahner kämpferisch: „Natürlich ist Eichenzell der Topfavorit auf die Meisterschaft, auch weil dort der Mix aus jungen und erfahrenen Spieler perfekt passt. Aber die bisherige Saison hat gezeigt, dass man jeden schlagen kann, wenn der Gegner mal einen nicht so guten Tag erwischt. Wir werden also einen Teufel tun und das Spiel schon vorher abschreiben.“
Haimbacher SV – SVA Bad Hersfeld (Sonntag, 15 Uhr)
HSV-Trainer Zlatko Radic weiß genau, „dass das ein verdammt richtungweisendes Spiel wird: Mit einem Sieg hätten wir Anschluss ans Mittelfeld, bei einer Niederlage geht der Blick nach unten.“ Gut, dass Mehmet Corumlu seine Sechs-Spiele-Sperre abgesessen hat. Auch Innenverteidiger Lukas Hasenauer ist wieder fit. Dazu wird Dominik Oelschäger heute Abend nach seinem USA-Aufenthalt wieder im Training zurückerwartet.
Borussia Fulda II– SG Schlüchtern/Elm (Sonntag, 15 Uhr).
Nach drei Niederlagen in Folge sind die Schlüchterner drauf und dran, ihren tollen Start zu verspielen. „Das stimmt schon, wobei ich sagen muss, dass wir die letzten zwei Spiele arg gebeutelt waren. Wenn die halbe Mannschaft fehlt, dann ist das kaum zu ersetzen“, verdeutlicht Trainer Marco Link. Marcel Zintel wird nach seiner Schambeinentzündung ebenso fehlen wie Urlauber Marius Slowinski. Hinter Sven Köhler steht ein Fragezeichen. Dafür kehren Jochen Eurich, Bernd Lenz und Maximilian Theodor zurück.