SV Buchonia Flieden - SSV Sand (Samstag, 15 Uhr):
Nach zwei Spielen mit 0 Punkten und 0:5 Toren ist am Weiher Druck auf dem Kessel, wobei Fliedens Coach Meik Voll betont, "dass unser Kader nicht stärker geworden ist als im Vorjahr, wie viele meinen. Es sind acht Spieler weg und im Gegenzug nur drei erfahrene Akteure dazugestoßen. Dazu fehlen noch drei wichtige Spieler wegen Verletzungen." Gleichwohl seien das keine Ausreden für die jüngsten durchwachsenen Auftritte: "Wir müssen jetzt abliefern, das ist klar. Wenn wir unser Potenzial abrufen, können wir gegen jeden Gegner in dieser Liga bestehen. Im Vergleich zum 0:3 in Eschwege dürfen wir unsere keine Dummheiten wie unnötige Platzverweise erlauben und müssen effizienter werden." Sand sei ein spielerisch starker Gegner, der laut Voll viele Spieler mit Gardemaß besitzt. "Trotzdem müssen wir jetzt punkten." Neben dem gesperrten Marco Gaul wird Jonas Ritzel, der für Samstag als Ersatzkeeper vorgesehen war, wegen Erkrankung fehlen. Dafür nimmt A-Jugendkeeper Lukas Weber auf der Bank Platz. In Sachen Nachverpflichtungen gibt es in Flieden noch keine neuen Wasserstandsmeldungen. "Wir haben mit drei Spielern Kontakt aufgenommen, noch ist aber nichts fix", betont Voll.
1. FC Schwalmstadt - Hünfelder SV (Samstag, 15.30 Uhr):
Mittelfeldstratege Kevin Krieger ist mit dem Saisonstart sehr zufrieden: "Mit dem 0:0 in Sand und dem 1:0 gegen Petersberg sind wir gut reingekommen. Die Neuzugänge haben sich top integriert, und man merkt, dass im Training der Kampf um die Plätze tobt." Freilich sei das Spiel gegen Petersberg hier und da noch etwas schwerfällig gewesen, "doch wir waren 90 Minuten dominant und die Null hat wieder gestanden." In Schwalmstadt erwartet der 23-Jährige aber ohnehin ein völlig anderes Spiel: "Sie haben die ersten zwei Spiele zwar nicht souverän agiert, sind aber trotzdem eine Spitzenmannschaft. Wir werden mehr Räume bekommen, was uns nur gut tun kann. Wir wollen in Ziegenhain unbedingt unseren nächsten Dreier und dabei wieder ohne Gegentor bleiben." Johannes Helmke war unter der Woche auf Trainerlehrgang in Grünberg, wird aber wieder im Kader stehen. Das gilt noch nicht für Kapitän Niclas Rehm, der aber vor gut einer Woche wieder ins Training eingestiegen ist und die Intensität peu á peu steigert.
CSC 03 Kassel - SV Neuhof (Sonntag, 15 Uhr):
Auf den SVN wartet in der Kasseler Jahnkampfbahn ein waschechter Traditionsclub: CSC spielte in den 30er und 40er Jahren gar um die Deutsche Meisterschaft mit. Ab Beginn der 80er Jahre ging es mit den Nordhessen sportlich bergab, nun, nach drei Aufstiegen in Folge, ist der CSC wieder überregional vertreten. Nach dem 1:3 in Willingen steht für Kassel am Sonntag das erste Verbandsliga-Heimspiel an, "deshalb werden die 200 Prozent geben", glaubt Neuhofs "Zehner" Niklas Heiliger, der aber auch davon ausgeht, "dass der CSC nach der Auftaktniederlage gegen uns wohl erst mal defensiv agieren wird. Es werden nicht viele Tore fallen, vermute ich." Auch wenn die Neuhofer am Mittwoch im Pokal bei FT Fulda (5:3 nach Verlängerung) 120 Minuten gehen mussten, fordert Heiliger einen Sieg, denn: "Wir haben andere Ambitionen als Kassel, die sicher erst einmal nur die Klasse halten wollen." Während Tobias Manns seine Sperre im Pokal abgesessen hat, muss Innenverteidiger Adam Agovic nach seiner Tätlichkeit gegen Schwalmstadt noch weitere fünf Spiele zuschauen. Marco Curic ist noch im Urlaub, Edin Hasanagic und Florian Langner weiterhin nicht fit.
RSV Petersberg - SG Bad Soden (Sonntag, 15 Uhr):
Der späte Treffer zum 1:1-Endstand gegen Sand hat der SG Bad Soden weh getan, sie aber nicht aus der Bahn geworfen. "Über 90 Minuten war es irgendwie schon ein gerechtes Ergebnis, der Zeitpunkt war natürlich blöd", findet Neu-Innenverteidiger Hamza Boutakhrit, der mit dem Saisonstart dennoch sehr zufrieden ist. "Gerade defensiv klappt die Abstimmung sehr gut." Der gebürtige Gelnhäuser, der vor der Saison von Hessenligist Bayern Alzenau gekommen ist, fühlt sich im Verein wohl und hat Ambitionen: "Der Gang von der Hessen- in die Verbandsliga ist für mich kein Rückschritt. Mannschaft, Trainer und Umfeld haben das Potenzial, um ans Tor zur Hessenliga anzuklopfen." In Petersberg sind bis auf die Langzeitverletzten wohl wieder alle Akteure an Bord, auch wenn die angeschlagenen Ernad Dananovic und Florian Reichler unter der Woche nur leichtes Training absolvieren konnten. Gegen Petersberg gilt es für Soden - wie schon gegen Sand - Standardsituationen des Gegners zu vermeiden. Schließlich hat Daniel Nüchter, der seine Sperre abgesessen hat, nicht zuletzt im Spiel der Petersberger Reserve gegen Engelhelms (5:3) unter der Woche vor allem dank seiner Kopfballstärke drei Treffer erzielt. Vielleicht rückt Nüchter an diesem Wochenende von seiner angestammten Mittelfeldposition in die vorderste Reihe, hat sich Sturmkoryphäe Boris Aschenbrücker doch erstmal in den Urlaub verabschiedet. "Ich weiß noch nicht, wer ganz vorne spielt", gesteht RSV-Coach Goran Gajic, der mit Bad Soden nach Hünfeld den nächsten Topfavoriten erwartet: "Ich habe Soden in Flieden gesehen. Die holen aus wenigen Chancen das Optimum raus, sind sehr ausgebufft und haben das Zeug für den Aufstieg." Um gegen die Sprudelkicker zu punkten, brauche der RSV einen sehr guten und Bad Soden einen schlechten Tag. Immerhin: Die personelle Lage am Waidesgrund ist nicht mehr so angespannt wie in der Vorwoche. Adrian von Pazatka ist aus dem Urlaub zurück, dazu hat sich Mario Vogt schnell von seinem Mittelfußbruch erholt und steht vor dem Sprung in die Startelf.
TSV Lehnerz II - TSV Rothwesten (Sonntag, 15 Uhr):
Im Hinblick auf eine Beförderung auf die Hessenligabank gibt sich Reservecoach Marco Lohsse weiterhin cool. "Am Sonntag konzentriere ich mich auf Rothwesten, danach folgt das Spiel bei Eintracht Baunatal", will der 37-Jährige den Eindruck festigen, dass seine Gedanken voll und ganz um Lehnerz II kreisen. Nach dem 1:4 bei Bosporus Kassel fordert Lohsse gegen Rothwesten eine Reaktion. "Nach guten ersten 20 Minuten haben wir uns bei Bosporus hängenlassen. Mit dieser Einstellung holen wir keinen Punkt mehr. Ich will wieder das Gesicht aus dem ersten Heimspiel gegen Eschwege sehen, als wir eine blitzsaubere, disziplinierte Leistung geboten haben." Rothwesten erwartet Marco Lohsse "auf Augenhöhe mit uns, wir wollen uns beide im Mittelfeld platzieren." Ein Punkt sei das Mindestziel, "weil wir uns für die ersten drei Saisonspiele vier Punkte als Ziel gesetzt hatten. Fehlt also noch einer." Luca Gaul wird in den Lehnerzer Kader zurückkehren, verhindert ist dagegen Hardy Ketteler. Hinter dem Einsatz von Maximilian Balzer und Kaan Say (beide angeschlagen) steht noch ein Fragezeichen.