„Damit ist unser Fehlstart perfekt, denn jeder weiß ja, was das für die kommenden Wochen bedeutet“, war SVA-Spielertrainer Fabian Kallee entsprechend deprimiert. „Meine Jungs haben das engagiert gemacht, aber das frühe Gegentor war genau das, was wir unbedingt vermeiden wollten. Genau wie die Freistoßsituation, die uns später das 0:2 eingebracht haben.“ Ganz anders die Laune auf Seiten Johannesbergs: „Das war eine tolle Leistung, die unsere Mannschaft heute gezeigt hat. Das einzige Problem war, dass wir leider nicht rechtzeitig den Sack zugemacht haben“, bilanzierte Trainer Jochen Maikranz, der aber auch den Gegner aus Asbach lobte: „Der SVA hat niemals aufgegeben und bis zur letzten Minute seine Chance gesucht. Das ging immer weiter nach vorne.“ Die erste Halbzeit der Partie verlief relativ ausgeglichen: Beide Seiten hatten defensiv Probleme, spielten aber zügig nach vorne. Der Unterschied: Johannesberg war in Tornähe viel gefährlicher, während der SVA immer wieder quer spielte oder den jungen Spielern fehlte einfach der Mut. So führte Johannesberg durch ein echtes Traumtor: Eingeleitet von Kapitän Paul Brylski, der das Kopfballduell im Mittelfeld gelang, marschierte Yannick Kretsch über die linke Seite durch. Seine Hereingabe nahm Alin Cotan mit einem herrlichen Seitfallzieher. Die besseren Möglichkeiten nachzulegen hatten ebenfalls die Gäste. So als Jonas Seitz den Ball von Radomir Vlk von der Linie kratzte (17.) oder aber, als der Kopfball von Reksius nur auf die Latte flog (27.). Kurz nach der Pause schien die Messe bereits gelesen, als der starke Alin Cotan gefoult wurde und sich den Freistoß gleich selbst zurechtlegte. Aus 20 Metern zirkelte der Neuzugang von Hessen Hersfeld das Leder über die Mauer ganz platziert halb rechts und hoch zum 0:2 ein. Als dann Hersfeld für sein engagiertes Spiel mit dem Anschluss belohnt wurde, da schien es noch einmal spannend zu werden. Doch während Arne Steinberg beim 1:2 noch jubeln durfte, spielte er zehn Minuten später im Strafraum foul an Noori und Cotan traf vom Punkt aus zum dritten Mal. Damit wird Cotan immer mehr zum „Sechser im Lotto“. Für ihn waren es im dritten Saisonspiel die Saisontreffer drei bis fünf. SVA Bad Hersfeld: Sauerbrei; Steinberg, Ebinger, C. Wiegand, Seitz, Müller-Siebert, M. Schuch, Holl (68. Führer), Wenzel (83. Mainz), S. Wiegand, Kallee (80. Rabe). SG Johannesberg: V. Schneider; Vlk, Kaizar, Dechant, P. Schneider, Resksius, Mane (73. Schwab), Brlyski, Kretsch (69. Balz), Cotan, Noori (88. Musil). Schiedsrichter: Christian Hein (SV Großenbach) Zuschauer: 200 Tore: 0:1 Alin Cotan (6.) 0:2 Alin Cotan (47.) 1:2 Arne Steinberg (67.) 1:3 Alin Cotan (77., Foulelfmeter)