Darmstadt 98 ist das große Vorbild

Underdog RSV Petersberg will „die nächste Überraschung schaffen“

24.06.2016

Goran Gajic, Trainer des RSV Petersberg, weiß, dass er mit seinen Schützlingen vor einer großen Herausforderung steht. Doch Bangemachen gilt nicht. „Nun beginnt das Abenteuer Verbandsliga. Wir sind bereit“, sagt Gajic. Der Aufsteiger hat heute am Waidesgrund mit der Vorbereitung auf die Saison begonnen.

Rückblende: Rothemann, Ende Mai: Der RSV Petersberg machte am vorletzten Spieltag die Meisterschaft in der Gruppenliga klar und feierte den Aufstieg. „Dass wir das geschafft haben, war ja schon eine Überraschung. Und jetzt wollen wir die nächste Überraschung schaffen und drinbleiben – so ähnlich, wie das Darmstadt 98 gelungen ist“, zieht Gajic Parallelen zu einem Beispiel im Oberhaus. Wie die „Lilien“ habe auch sein RSV einen Kader, der viel vom Teamgeist lebt. Und große Namen als Neuzugänge sind auch nicht drin. Neben Julian Elm und Philipp Mötzung vom Gruppenliga-Absteiger Buchonia Flieden II verstärken sechs Juniorenspieler den Kader. Vom einen oder anderen verspricht sich Gajic den Durchbruch: „Sie brauchen noch Zeit. Aber für die Rückrunde ergeben sich da hoffentlich Optionen“. Weitere Verpflichtungen sind – auch aus finanziellen Gründen – gescheitert. Gajic: „Wir rücken nicht von unserer Philosophie ab.“ Erst am Donnerstag sind der Coach aus dem Urlaub und die Mannschaft von ihrer Mallorca-Fahrt zurückgekehrt. In Anbetracht dessen und der drückenden Hitze wäre das abrupte Umschalten auf den Arbeitsmodus schwergefallen. Deshalb stürzt sich der RSV erst morgen so richtig in die Vorbereitung, deren Gelingen von einiger Bedeutung ist. Denn zu Beginn der Runde jagt ein Höhepunkt den nächsten. Zum Aufgalopp am 31. Juli kommt der SV Neuhof. Danach geht es nach Hünfeld, anschließend gastiert die SG Bad Soden in Petersberg. „Das sind ganz andere Kaliber als wir sie zuletzt gewohnt waren“, weiß Gajic, der davon ausgeht, nach vier, fünf Spielen zu wissen, wo die Reise für den RSV hinführen wird. Wenn der ehemalige Spieler von Germania Fulda seine Mannschaft betrachtet, sieht er Jungs, „die gerne zusammen Fußball spielen, die sich untereinander verstehen.“ Dazu kommt der Vorteil, dass das Team seit Jahren eingespielt ist. Pfunde, mit denen man wuchern kann, die aber allein zum Klassenerhalt womöglich nicht reichen. „Wir müssen darauf hinarbeiten, die Handlungsschnelligkeit zu verbessern. Es muss in der Verbandsliga alles ein wenig flotter gehen als wir das gewohnt sind“, betont Gajic. Man wolle auch als Aufsteiger nicht immer nur reagieren müssen, man wolle auch agieren – so wie das in der Gruppenliga war. „Mal sehen“, schmunzelt Gajic, „wie die Mannschaft dann damit klar kommt, künftig nicht mehr an der Tabellenspitze zu stehen, sondern weiter unten. Denn oben spielt es sich bekanntlich leichter.“ / hw

Die Testspiele in der Übersicht:

Sonntag, 3. Juli, 15 Uhr: FSG Dipperz/Dirlos – RSV Petersberg Freitag/Samtag, 8./9. Juli: Gruppenliga-Turnier beim FSV Thalau Sonntag, 10. Juli, 16 Uhr: SV Steinbach – RSV Petersberg Sonntag, 17. Juli, 17 Uhr: SVA Bad Hersfeld – RSV Petersberg Sonntag, 24. Juli, 17 Uhr: SG Michelsrombach/R. – RSV Petersberg