Das bittere Gefühl einer unvollendeten Saison

06.05.2024

Seine Rückkehr in die Geburtsstadt hatte sich Sebastian Schmitt ganz anders vorgestellt. Nach dem Duell mit seinem Ex-Verein fand der Linksverteidiger der SG Barockstadt klare Worte.

„Wir haben es dem Gegner zu leicht gemacht und dementsprechend verdient verloren. Mit Ball waren wir nicht gut, haben dazu viele Zweikämpfe verloren. Man hat gemerkt, dass am Ende dieser Saison die Akkus langsam leer sind – zumal viele am Dienstag schon über 90 Minuten gegangen sind“, analysierte Schmitt. 

Sebastian Schmitt: Enttäuschende Heimkehr nach Mainz

Vor dem Spiel war die Stimmung des 27-Jährigen noch deutlich besser. Der gebürtige Mainzer, der in der Jugend sowie der Saison 2021/22 beim TSV Schott spielte, wurde vom Stadionsprecher herzlich begrüßt. Nach Glückwünschen zur kürzlich vollzogenen Hochzeit kommentierte dieser Schmitts damaligen Abgang aus Mainz: „Unverständlicherweise entschied er sich, lieber vor tausenden von Zuschauern bei Alemannia Aachen zu spielen als bei uns“, nahm es der Mainzer Stadionsprecher mit Humor.

Während Schmitt im vergangenen Sommer zur SG Barockstadt weiterzog, schaffte Aachen kürzlich den langersehnten Aufstieg in Liga drei. Einen Titel kann der Linksverteidiger in Fulda dagegen nicht bejubeln – auch wenn der Hessenpokal-Triumph so nah war wie wohl noch nie . „Das Offenbach-Spiel war ein großer Knackpunkt. Ich habe ein paar Tage gebraucht, um das Spiel zu verarbeiten“, betonte Schmitt, der ergänzte: „Es tut mir einfach unfassbar leid, dass sich die Mannschaft für diese tolle Saison nicht belohnt hat.“ Das bittere Gefühl einer unvollendeten Spielzeit wird die SGB wohl bis zur Sommerpause begleiten.

Zwei Spiele stehen bis dahin noch auf dem Plan, unklar ist, ob zwei Schlüsselfiguren daran mitwirken können. In Mainz mussten nämlich sowohl Toptorjäger Marius Köhl als auch Abwehrchef Aaron Frey früh verletzt ausgewechselt werden. Während es Köhl bei einem Sprint in den Oberschenkel zog, blieb Frey auf dem ungewohnten Kunstrasen hängen.