Weil zeitgleich der FSV Frankfurt und Hessen Kassel ihre Spiele gewannen und dazu die Gefahr besteht, dass mit Freiburg II und Waldhof Mannheim gleich zwei Teams aus der Regionalliga Südwest absteigen könnten, beträgt der Vorsprung der SG Barockstadt auf dann fünf Abstiegsplätze nur noch sechs Punkte.
Regionalliga: SG Barockstadt blickt Richtung Abstiegskampf
„Schade, dass wir vor der Pause bei den beiden Gegentoren zwei Mal nicht in der Ordnung waren. So haben wir zwei Treffer bekommen, denen wir letztlich vergeblich nachgerannt sind“, haderte Trainer Sedat Gören nach einem Spiel, das die Barockstadt bis zum 1:1 im Griff hatte und in dem seine Elf nach dem Wechsel 45 Minuten das gegnerische Tor anrannte.
Dass bei beiden Gegentreffern zwei einfache lange Bälle genügten, um die Deckung komplett auszuhebeln, erklärt Gören so: „Wir haben nun mal Spieler, die gerne offensiv attackieren. Aber Fußball ist eben auch Defensive – und da haben wir Probleme auf den Flügeln“, lautete seine Kritik. Ärgerlich war, dass sich die Barockstadt für eine prima Anfangsphase mit dem Flachschuss von Marius Köhl zum 0:1 belohnte, aber nur 90 Sekunden später mit dem ersten Defensivfehler den Gegner schnell zurück ins Spiel brachte. Und nicht nur das: Nach einem völlig offenen Durchgang, nach dem man auch hätte führen können, lag der Gast mit 1:2 hinten.
Was folgte, war ein Anrennen auf den Kasten von Walldorfs Keeper Jerik von der Felsen. Der 19-Jährige im Kasten von Walldorf wuchs an diesem Tag über sich hinaus und hielt seinem Team den Sieg bei guten Möglichkeiten von Reinhard (54.), Köhl (56.) oder Dittmann (77.) fest. „Der Torwart hat vier, fünfmal überragend gehalten. Aber leider haben wir in der Box auch geschlafen. Wo waren wir denn bei den abgewehrten zweiten Bällen? Da haben wir geschlafen“, monierte Gören, der sich einen anderen Rückrundenauftakt gewünscht hätte. „Wir sind schon alle wirklich sehr enttäuscht.“
Walldorfs Trainer Matthias Born sah „ein Spiel auf Augenhöhe mit vielen kniffligen Situationen. Wie wir in Unterzahl zu zehnt als Mannschaft verteidigt haben, das war von meiner Mannschaft herausragend. Deshalb ist der Sieg aus meiner Sicht auch nicht unverdient.“