„Der Trainer kam zur richtigen Zeit“

09.11.2023

Der Wechsel zur SG Barockstadt hat Nico Rinderknecht aus der Komfortzone geholt. Der 26-Jährige blickt vor dem letzten Hinrundenspiel gegen den FSV Frankfurt (Sonntag, 14 Uhr) auf diese Entscheidung und die erste Saisonhälfte.

Seine Karriere habe sich auf dem Scheideweg befunden, erläutert der in Gießen geborene Rinderknecht. „Nach der Sache in Donaustauf wollte ich zurück in die Heimat. Dann kam die SG Barockstadt und ich hatte mit Sedat Gören gute Gespräche. Er kam zur richtigen Zeit und hat mich aus der Komfortzone gelockt“, sagt Rinderknecht und erklärt das mit der Trainingsintensität und der Möglichkeit, wieder auf hohem Niveau zu spielen.

SG Barockstadt: Wechsel holte Rinderknecht aus der Komfortzone

Denn das war bei seiner vorherigen Station nicht mehr möglich. Das letzte Pflichtspiel beim SV Donaustauf bestritt der 26-Jährige im Oktober 2022, darauf folgte ein Fingerbruch und Differenzen mit dem Verein. Die gesamte Situation führte auch zu einem holprigen Start bei der SGB, denn bei den ersten Testspielen lag noch keine Spielgenehmigung vor, dann folgte ein Faserriss, der den Mittelfeldspieler nach zwei Wochen außer Gefecht setzte. „Das war auch meine Schuld, denn ich hätte sagen müssen, dass ich eine Einheit mal aussetze. Dafür bin ich lange genug dabei und kenne meinen Körper. Ich habe zehneinhalb Monate kein Mannschaftstraining gehabt. Es war absehbar, dass muskulär etwas passieren kann“, betont Rinderknecht.

Mittlerweile ist Rinderknecht aus der SGB-Startelf nicht wegzudenken, der Sportliche Leiter Christian Geisendörfer beschrieb ihn als Anführer. „Ich bin niemand, der groß redet oder über die Motivation kommt. Ich gehe mit meiner Spielart voran und bin so immer gut gefahren. Das erwarte ich auch von mir und da kann ich in der Hinrunde mit mir zufrieden sein“, sagt der 26-Jährige, der diese Einschätzung auch auf das bisherige Abschneiden der Barockstadt überträgt: „Nach der Niederlage in Bahlingen wollen wir wieder gewinnen, dann hätten wir die Hinrunde gut abgeschlossen.“

So erwartet hätte Rinderknecht das tatsächlich nicht, wie er erklärt: „Es ist immer schwierig, wenn eine neue Truppe zusammenkommt. Man merkt aber, dass der Kern schon lange zusammenspielt. Dass alle Spieler so an einem Strang ziehen, hat man auf diesem Niveau nicht oft.“ Und Erfahrung hat Rinderknecht schon reichlich gesammelt, blickt auf Regionalliga- und Drittliga-Einsätze zurück und feierte 2015 für Eintracht Frankfurt gar sein Bundesliga-Debüt in Dortmund. „Das war ein besonderer Moment und das wird immer einer bleiben. Ich glaube, es wäre mehr möglich gewesen und da stellt man sich schon Fragen, was man falsch gemacht hat. Im Großen und Ganzen, wenn ich auf alles blicke, habe ich den ein oder anderen guten Verein gehabt.“