SC Dortelweil – SG Bornheim (Sonntag, 15 Uhr)
Freud und Leid werden am Sonntag gegen 17 Uhr voraussichtlich sehr nah beieinander liegen, da die Arbeit der letzten 30 Spiele beider Mannschaften ein positiven beziehungsweise negativen Verlauf nehmen wird. Die SG Bornheim hat die Teilnahme an der Aufstiegsrunde bereits sicher. Ein Punkt reicht aus, um den direkten Aufstieg klar zu machen. Sollte Bornheim gewinnen, könnte der SC Dortelweil einen Spieltag vor dem Ende auf den Fünften Platz abrutschen. Gewinnt aber Dortelweil, müsste Bornheim weiter zittern, da am letzten Spieltag mit den Sportfreunden der nächste direkte Konkurrent vor der Brust steht: "Es wird spannend. Wir genießen die nächsten zwei Spiele. Wir brauchen noch einen Punkt, um das Ziel sportlich zu erreichen“, weiß Bornheims Trainer Maik Rudolf, dass die Bornheimer am Sonntag "an unsere Grenzen gehen müssen.“
Spvgg. Oberrad – TuS Merzhausen (Sonntag, 15 Uhr)
Erst ein Spieltag ist es her, als Oberrads Trainer Baldo di Gregorio die Chancen auf einen Aufstieg auf "20 Prozent“ bezifferte. Einen spielfreien Sonntag später ist der Absteiger wieder voll im Rennen um den direkten Wiederaufstieg. Dortelweil spielte remis, die Sportfreunde hatten verloren. Und beide Konkurrenten treffen noch auf die SG Bornheim, die sowohl den direkten Aufstieg als auch die Meisterschaft im Blick hat. Gegner Merzhausen ist mit 35 Punkten noch nicht ganz draußen aus dem Abstiegsschlamassel: "Wir haben jetzt fünf Spiele hintereinander verloren und brauchen noch mindestens drei Punkte“, hofft Trainer Slobodan Turjacanin, dass die Truppe nicht bis zum letzten Spieltag zittern muss. "Wahrscheinlich glaubt es keiner, aber vielleicht können wir in Oberrad etwas holen.“
FFV Sportfreunde – FC Neu-Anspach (Sonntag, 15 Uhr)
Mit 3:4 musste sich der FFV Sportfreunde am letzten Spieltag geschlagen geben. Dadurch sind die Chancen im Aufstiegskampf geringer geworden, womit der Aufsteiger dennoch leben kann: "Es war nie unser Anspruch, aufzusteigen. Hätten wir den Aufstieg letztes Jahr nicht geschafft, wäre es eine Enttäuschung gewesen. Dieses Jahr wäre der Aufstieg eine Sensation“, zeigte sich Speuzers spielender Co-Trainer Franco Puglisi mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Neu-Anspachs Trainer Rico Henrici erwartet nach der Niederlage der Speuzer eine "geladene, aggressive und angriffslustige Mannschaft. Ich glaube, dort wird es schon rundgehen. Wir wissen aber auch, dass sie fußballerisch stark sind.“
VfB Friedberg – FV Hausen (Sonntag, 15 Uhr)
Der Abstieg des VfB Friedberg ist nahezu besiegelt. Mit 26 Zählern steht die Mannschaft noch immer auf dem vorletzten Tabellenplatz. Hinzu kommt, dass der VfB am letzten Spieltag spielfrei ist und somit gegen Hausen die letzte Chance zum punkten ergreifen muss. Eine theoretische Chance auf den Klassenerhalt gibt es: Sollte Friedberg gewinnen, dürfte Gegner Hausen am letzten Spieltag gegen Griesheim nur einen Punkt holen. Der Tabellenvierzehnte aus Stierstadt müsste seine beiden letzten Spiele verlieren. Zudem müssen sowohl Vatanspor als auch Sandzak in der Verbandsliga die Klasse halten, damit Platz 14 für den Klassenerhalt reicht. Vermeintlich einfacher hat es da der FVH, der nach dem Spiel in Friedberg im Saisonfinale das Tabellenschlusslicht aus Griesheim empfängt.
FV Stierstadt – FSV Friedrichsdorf (Sonntag, 15 Uhr)
Abgesehen vom Blick auf die direkten Konkurrenten schaut man beim FV Stierstadt wohl gleichzeitig auch auf die Verbandsliga-Tabelle. Sollten Sandzak und Vatanspor in der Verbandsliga die Klasse halten, würde dem FVS der aktuelle 14. Tabellenplatz reichen. Gegner Friedrichsdorf rechnet hingegen mit dem Worst-Case-Szenario, was bedeuten würde, dass auch der Tabellen-13. in die Kreisoberliga absteigt. Auf diesen hat der FSV fünf Punkte Vorsprung: "Wir wollen gegen Stierstadt den Deckel drauf machen“, verzeiht Coach Metin Yildiz seinen Spielern in der aktuellen Lage auch schwache Leistungen: "In der Situation zählt nicht das Spiel an sich, sondern nur die drei Punkte.“
SV BKC Bosnien – SKV Beienheim (Sonntag, 15 Uhr)
Während der SKV Beienheim auch im neuen Jahr in der Gruppenliga spielen darf, ist der SV BKC Bosnien sowohl auf eigene Punkte, als auch auf passende Ergebnisse in der Verbandsliga angewiesen. Sollten sowohl Sandzak als auch Vatanspor in die Gruppenliga absteigen, stünde Bosnien momentan auf einem Abstiegsplatz. Sollte eine der beiden Teams die Klasse halten, würde der aktuelle Tabellenplatz ausreichen. Von den letzten sechs Spielen des SV BKC wurden drei gewonnen. Ein Sieg in den letzten beiden Partien gegen Beienheim und Neu-Anspach würde laut Admir Malohodzic aus der sportlichen Leitung wohl ausreichen: "Wir versuchen, dass Heimspiel gegen Beienheim zu gewinnen. Wenn wir auf dem 13. Platz bleiben wollen, brauchen wir noch einen Dreier.“
Spvgg. Griesheim – FG Seckbach (Sonntag, 15 Uhr)
Für die Spvgg. Griesheim steht am Sonntagnachmittag zum vorerst letzten Mal ein Gruppenliga-Heimspiel auf dem Programm. Der Abstieg in die Kreisoberliga ist seit mehreren Wochen besiegelt. An der heimischen Eichenstraße empfangen die Griesheimer die FG Seckbach, die zwar vor allem in der ersten Saisonhälfte hinter den Erwartungen zurückblieb, zwei Spieltage vor Schluss aber dennoch eine minimale theoretische Chance auf die Aufstiegsrunde hat. Dass die Konkurrenten die letzten beiden Spiele hergeben, ist wohl mehr als unrealistisch, trotzdem will die FGS laut Trainer Thorsten Spahn "beide Spiele gewinnen, denn wir haben nichts zu verschenken. Mit 58 Punkten hätten wir eine gute Runde gespielt.“
TSG Nieder-Erlenbach – FC Kalbach (Sonntag, 15 Uhr)
Im Kampf um die Meisterschaft ist der FC Kalbach möglicherweise auf zwei Siege angewiesen. Da der direkte Vergleich gegen den Zweitplatzierten aus Bornheim verloren ging, reicht der Zwei-Punkte-Vorsprung nicht aus, um sich ein Remis zu erlauben. "Es wird ein schweres Spiel für uns. Nieder-Erlenbach hat seine letzten Spiele gewonnen und spielt mit breiter Brust“, so Spielertrainer Elton da Costa Junior. Bei der TSG Nieder-Erlenbach, die sich im Tabellenmittelfeld eingereiht hat, trugen viele Spieler einst das Trikot des FCK: "Die wollen es dem alten Verein schwer machen. Es wird eine hohe Hürde für Kalbach, die Meisterschaft müssen sie sich verdienen“, zeigt sich Abteilungsleiter Kalle Buhl angriffslustig. (sly)