SG Schlüchtern/Elm – SG Schlitzerland (Samstag, 17 Uhr):
Die Spielgemeinschaft aus Schlitz und Queck muss das Feld von hinten aufrollen und hat ihr Schicksal als einziges Team des Trios nicht mehr selbst in der Hand. „Wir müssen dieses Spiel gewinnen. Gelingt uns das, dann bin ich überzeugt, dass wir es geschafft haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Thalau in Kerzell verlieren wird“, gibt sich Schlitzerlands Trainer Simon Grosch selbstbewusst. Zu Recht: Denn die jüngsten Resultate und die Formkurve der letzten Wochen zeigt steil nach oben, seit die Verletzten wieder zurückgekehrt sind. „Wir haben in den letzten vier Spielen nur noch ein einziges Gegentor bekommen und das durch einen unglücklich abgefälschten Schuss aus der zweiten Reihe gegen Rothemann. Ansonsten steht die Defensive super“, weiß Grosch, der genau auf dieses Plus setzt. „Erstes Ziel muss sein, das hinten erneut die Null steht. Das ist die Grundlage und wenn das klappt, dann werden wir vorne auch ein Tor schießen.“ Dass es zuletzt im Heimspiel gegen Eiterfeld/Leimbach beim 0:0 nicht zu einem Sieg gereicht hat, war zunächst enttäuschend, inzwischen herrscht im Schlitzerland aber die Einsicht: „Ein 1:0 hätte uns doch sowieso nichts genutzt. Die Ausgangslage wäre quasi unverändert geblieben“, sagt Grosch, der sich auch auf die SG Bronnzell verlässt. „Ich gehe davon aus, dass Bronnzell den Asbachern das Leben schwer macht."
SVA Bad Hersfeld – SG Bronnzell (Samstag, 17 Uhr):
Vorteil für die Asbacher: Der SVA hat sowohl gegenüber Schlitzerland als auch gegenüber Kerzell im direkten Vergleich die Nase vorne. Von daher gilt die Ausgangsposition: Ein Sieg gegen Bronnzell und der Klassenerhalt ist gesichert. Daran könnte kein anderes Ergebnis auf der Welt mehr etwas rütteln. "Wir sind froh, dass wir es jetzt in der eigenen Hand haben. Das hätten uns vor ein paar Monaten wohl nur die wenigsten zugetraut", so Spielertrainer Fabian Kallée stolz. Für den Spielertrainer ist es das Abschiedsspiel beim SVA Bad Hersfeld, das bestmöglich mit einem Sieg und dem Klassenerhalt gekrönt werden soll. "Ich bin absolut zuversichtlich und davon überzeugt, dass wir das packen können. Wir wollen nicht auf einen Punkt spielen, sondern es alleine richten. Wenn in Asbach Schluss ist, wollen wir wissen, dass wir die Liga gehalten haben", schaut Kallée nur auf sein Team. Der 37-Jährige weiß jedoch auch, dass das Spiel gegen Bronnzell alles andere als ein Selbstläufer wird: "Bronnzell hat eine hervorragende Mannschaft, die ich zu den Top vier oder Top fünf der Liga zähle. Sie werden sicherlich auch alles reinwerfen, da sie noch Vierter werden können. Aber wir haben schon in den letzten Wochen gezeigt, dass wir gegen die Teams von oben punkten können", spielt Kallée auf das 4:4 bei Meister Johannesberg sowie das 1:1 in Eichenzell an.
SG Kerzell – FSV Thalau (Samstag, 17 Uhr):
Auch für Kerzell werden die letzten 90 Minuten zu einem reinen Nervenspiel. Denn für die Helvetia gilt: Man hat beide direkten Vergleiche gegen den SVA Bad Hersfeld und die SG Schlitzerland verloren. Soll heißen: Gewinnen die beiden Teams dahinter, dann wäre ein Remis gegen den Vizemeister bereits zu wenig. „Wir wissen, dass ein Unentschieden an unserer Situation überhaupt nichts ändern würde“, macht Helvetia-Coach Michael Jäger deutlich. „Wir müssen gewinnen, werden aber den Teufel tun und versuchen, gegen diesen Gegner einen Sturmlauf zu starten. Vielmehr muss es unser erstes Ziel sein, dass wir den Thalauern die Lust am Spiel nehmen.“ Druck oder Angst verspürt Jäger dabei nicht. „Wenn wir gegen Thalau verlieren und absteigen, dann haben wir das nicht in diesem Spiel verbockt, sondern in den 29 davor. Aber unser 3:2 aus dem Hinspiel zeigt auch, dass es für uns nicht unmöglich ist, die Thalauer zu schlagen.“ Jäger hadert indes so ein bisschen, dass die Thalauer ihr erstes Aufstiegsspiel zur Verbandsliga Nord erst am Samstag in einer Woche austragen müssen. „Wenn die schon am Mittwoch gespielt hätten, dann hätte man vielleicht nicht die volle Kapelle aufgefahren. So wird Thalau aber bestimmt versuchen, im Rhythmus zu bleiben und wird alles an Bord haben.“ Gut für die Kerzeller: Nach der Rückkehr von Aron Loui Jahn stehen nun auch wieder Sascha Heil (Sperre abgelaufen) und Dominik Günther (aus dem Urlaub zurück) zur Verfügung. / kr, kol