Viktoria Bronnzell - SG Johannesberg (Sonntag, 15 Uhr).
Echtes Derbyfieber, so sagt Oliver Strake, sei unter der Woche im Training der SG Johannersberg noch nicht aufgekommen. Kein Wunder, sprechen für den Johannesberger Trainer doch zwei Dinge dagegen: "Erstens bin ich aus Bachrainer Zeiten da noch etwas anderes gewohnt. Zweitens bluten wir immer noch ein bisschen die vielen Doppelspieltage der letzten Wochen aus." Viele Spieler seiner SG seien aktuell lediglich in der Lage, sich von Spiel zu Spiel zu schleppen, aber eben nicht unter der Woche zu trainieren. Zu den Kandidaten gehören Witali Bese und Juri Dieterle, die beide beim 6:1 in Flieden glänzten. "Es stehen aber hinter beiden Fragezeichen. Und bei Osman Özlük und Adrian Kameraj geht definitiv gar nichts." Richtig viel geht bei Viktoria Bronnzell, was Starke vor allem an einer Personalie festmacht - nämlich der des Trainers: "Bronnzell hat sich im Sommer ja nicht wirklich verstärkt, durch den Abgang von Alex Lembcke vielleicht sogar etwas verschlechtert. Trotzdem spielt die Mannschaf unter Stefan Dresel plötzlich erfolgreichen, attraktiven Fußball mit guter taktischer Variabilität. Das hängt sicherlich hauptsächlich mit meinem Kollegen zusammen." Und auch ob dieser Tatsachen erwartet Starke ein "taktisch interessantes Spiel".
RSV Petersberg - Rot-Weiß Burghaun (Sonntag, 15 Uhr).
"Es wäre schon überraschend, wenn wir in dieser Phase gegen Burghaun Punkte abgeben würden, aber es kommt auch einfach darauf an, wie die Jungs die Sache angehen", sagt Petersbergs Trainer Goran Gajic. Der gleichzeitig klarstellt, dass seine Aussage keinesfalls überheblich rüberkommen soll, schließlich habe er sich selbst ein Bild über Burghaun beim 5:2-Sieg gegen Haunetal machen können, außerdem habe der kommende Gegner auch in Künzell und Bachrain überzeugende Leistungen aufs Feld gebracht. Fehlen werden zudem zwei Stammkräfte: Patrick Wingenfeld ist rotgesperrt und Kubilay Kücükler privat verhindert. "Noch weiß ich gar nicht, wie ich spielen lassen werde. Das sind zwei wichtige Spieler im Mittelfeld, die Lücke müssen wir irgendwie schließen", erklärt Gajic.
Teutonia Großenlüder - SG Ehrenberg (Sonntag, 15 Uhr).
Die SG Ehrenberg ist mittlerweile da angekommen, wo sie auch erwartet wurde: In der Spitzengruppe der Gruppenliga. Dabei war Robert Schorstein auch mit dem Start alles andere als unzufrieden, obwohl es erst im dritten Saisonspiel einen Dreier gab: "Wir hatten am Anfang Johannesberg und Künzell, da haben wir jeweils Unentschieden gespielt, da war vorher klar, dass es schwer wird." Danach habe sich sein Team nur bei der 2:5-Pleite in Petersberg eine kollektive Auszeit gegönnt, sonst meist überzeugt. Bei den ebenfalls aufstrebenden Teutonen erwartet Schorstein das übliche Spiel, wenn er mit einer Mannschaft dort hinmuss: "Das waren egal ob mit Petersberg oder Borussia Fulda immer ganz schwere Spiele." Auch vor rund einem Jahr war das mit Ehrenberg nicht anders, am Ende stand ein 2:1-Auswärtssieg und der Beginn der danach so erfolgreichen Saison: "Da hatten wir am Ende richtig Glück und hatten auch eine echt phantasievolle Aufstellung, die es so nie mehr gab", erinnert sich Schorstein gerne zurück.