Ein Gigant namens Aschenbrücker

"Die aktuelle Tabellensituation ist unerwartet"

12.10.2015

31 Punkte aus zwölf Spielen und Tabellenplatz eins sprechen eine deutliche Sprache. Seit mehr als 25 Jahren geht Gruppenliga-Toptorjäger Boris Aschenbrücker (32) für den RSV Petersberg auf Torejagd. Seit 1990 ist er spielberechtigt für den RSV - ein klares Zeichen für Vereinstreue. Mit sieben Jahren wechselte Aschenbrücker von der SG Dipperz nach Petersberg. Dort durchlief er die Jugend und spielte fortan mit dem RSV Petersberg im Seniorenbereich und spielte mit dem RSV in Verbands- und Gruppenliga.

„Die aktuelle Tabellensituation ist unerwartet“, sagt Aschenbrücker. Ein Platz unter den ersten fünf würde die Petersberger jedoch reizen. Rein sportlich betrachtet wäre es ein großer Erfolg und eine tolle Sache, mit dem RSV in die Verbandsliga zurückkehren. Bei einem Aufstieg würden jedoch jede Menge Derbys wegfallen, was einen großen Verlust an Zuschauern und Einnahmen darstellen würde, da aus Kassel beispielsweise weniger Zuschauer mitkommen würden als aus Bronnzell oder Eichenzell. Aschenbrücker, der Name steht für Qualität. 16 der 38 Saison-Tore gehen auf das Konto des 32-jährigen und das nach gerade einmal elf Einsätzen. „Es ist eine schöne Sache zurzeit so oft zu treffen, die gesamte Mannschaft hilft mir dabei, die Torchancen herauszuspielen. Die Neuzugänge haben allesamt super eingeschlagen und verstärken die Mannschaft enorm“, freut sich Aschenbrücker. Da "Asche" so oft trifft, stellt sich natürlich die Frage, ob es Interessen anderer Vereine gäbe. Das kann er jedoch leicht beantworten. "Mit 32 Jahren wird alles weniger. Früher waren es mehr, jetzt fragen Vereine eher als Trainer oder Spielertrainer an.“ Aber darüber macht sich der Torjäger eher wenig Gedanken. "Für mich zählt aktuell gesund zu bleiben und mit dem RSV erfolgreich zu sein. Ich komme abends von der Arbeit und bin froh, wenn ich ins Training gehen kann. Ein Trainerjob wäre zurzeit eigentlich nicht machbar.“ Mit Neu-Trainer Goran Gajic versteht Aschenbrücker sich indes super. Für ihn war es keine große Umstellung, da er Gajic schon früher kannte und mit ihm schon länger Kontakt hatte. Einige wenige Spieler kannten ihn ebenfalls, für die meisten war er jedoch völliges Neuland. "Mit Rolf Gollin war das schon etwas anderes, alle Spieler kannten ihn sehr gut, da er vor dem Traineramt einige Jahre in Petersberg spielte." Mannschaftlich erhofft sich Aschenbrücker, dass die Saison weiterhin so verläuft wie bisher. Der RSV möchte sich im oberen Drittel etablieren und eine gute Rolle in der Gruppenliga spielen. Persönlich sei das Ziel, so zu spielen wie in den vergangenen Spielen und verletzungsfrei zu bleiben. Aschenbrücker hat inzwischen aber klare Prioritäten: "Ich treffe lieber mal zwei Spiele nicht, anstatt mir eine Verletzung zuzuziehen.“ / je