"Ich würde mittelfristig gerne schon einmal die eine oder andere Liga höher spielen", sagt Fröhlich, der seit der Bambini seinem Heimatverein die Treue hält. Warum ein Wechsel für ihn bislang noch kein Thema war, liegt für ihn auf der Hand. "Weil wir in der Jugend einen starken Jahrgang hatten, der immer in der Gruppenliga gespielt hat und ich direkt neben dem Sportplatz in Hofbieber wohne. Ich bin mit dem Verein einfach sehr eng verwurzelt. Hier spielen meine ganzen Kumpels, ich kenne fast alle Zuschauer am Platz und wir haben mit Francisco Martinez einen super Trainer", nennt Fröhlich seine Gründe. Hinzu kam, dass der Angreifer direkt in seinem ersten Seniorenjahr mit Hofbieber in die Gruppenliga aufstieg. "Es war für mich natürlich perfekt, so konnte ich mich gleich eine Liga höher beweisen", erinnert sich Fröhlich, der unter Martinez zum Mittelstürmer umfunktioniert wurde, am liebsten aber auf den offensiven Flügelpositionen zum Einsatz kommt. Allerdings sollte seine Premieren-Saison in der Gruppenliga vorerst auch seine letzte sein. Nach einer katastrophalen Hinrunde mit nur fünf Punkten brachte auch die Aufholjagd in der Rückserie nichts mehr. Der Abstieg war besiegelt. Fröhlich ärgert sich noch immer darüber, "weil er vermeidbar war. Am Ende war es sicherlich auch eine Einstellungsfrage", legt der 21-Jährige den Finger in die Wunde. Nun also wieder Kreisoberliga. Doch vom vermeintlichen Titelfavoriten, den viele Experten im SV Hofbieber sahen, sind die Rhöner derzeit weit entfernt. Mit 25 Punkten aus 16 Begegnungen überwintert die Martinez-Elf im Niemandsland der Tabelle. Weder nach oben, noch nach unten scheint etwas zu gehen. "Wir wollen so viele Punkte wie möglich holen und dann schauen wir am Ende, wo wir stehen", gibt sich Fröhlich diplomatisch, der keinen Hehl daraus macht, mittelfristig mindestens in der Gruppenliga zu spielen. "Wenn ich den Schritt wage, muss es einfach passen. Für mich stellt sich vor allem aber die Frage, wie es beruflich weitergeht. Ich würde gerne ein duales Studium beginnen, davon wird es abhängig sein, ob ich bereits in der kommenden Saison einen Tapetenwechsel vollziehe", so Fröhlich, der derzeit in einem Steuerbüro zum Steuerfachangestellten ausgebildet wird. Doch auch ein Verbleib des technisch starken Angreifers ist gewiss nicht ausgeschlossen. Seine persönliche Entwicklung sieht Fröhlich trotz seiner bärenstarken Torquote noch lange nicht als vollendet. "Ich bin in vielen Momenten auf dem Platz noch zu lieb und muss noch geradliniger werden", gibt sich der beidfüßige Youngster selbstkritisch, der mit seinen 16 Saisontreffern noch beste Chancen auf die Torjägerkanone hat. Lediglich Imal Schersadeh (19 Tore, Borussia Fulda II), der in der Restrunde aller Voraussicht nach aber wohl bevorzugt im Hessenliga-Team zum Einsatz kommen wird, und Moritz Reinhard (17) von der SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach haben mehr Treffer als der Hofbieberer erzielt. "Natürlich wäre es ein schöner Höhepunkt für mich", sagt Fröhlich, "aber da mache ich mir überhaupt keinen Druck. Der mannschaftliche Erfolg steht im Vordergrund."