Vogelsberg führte bereits mit 6:0, als Günther einen Schuss blocken wollte. Mit seinem Standbein knickte der 21-Jährige auf dem tiefen Geläuf weg, dabei zog er sich einen Knöchelbruch zu. Noch am Sonntag wurde Günther operiert, bis zur Winterpause fällt der Stammspieler mindestens aus. Zu allem Überfluss gelang Wartenberg/Salzschlirf in dieser Situation noch der Ehrentreffer. Am Kantersieg änderte aber auch dieser nichts: "Ich bin selbst überrascht, dass es so überragend gelaufen ist", muss Vogelsbergs Trainer Marc Ortwein zugeben. "Der Gegner hat mit seiner Viererkette sehr hoch gespielt, mit unseren Stürmern kamen sie nicht so zurecht. Wir haben sie ein bisschen überrollt. Wartenberg hatte wahrscheinlich aber auch einen rabenschwarzen Tag, während wir einen richtig guten Tag hatten." Der Sieg im kleinen Derby wurde also entsprechend zelebriert, die Euphorie soll sich dennoch in Grenzen halten: "Wir dürfen jetzt auf keinen Fall abheben, sondern müssen mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben. Es bringt dir ja nichts, ein Spiel 8:1 zu gewinnen, wenn du danach das nächste Topspiel verlierst", so Ortwein vor den schwierigen Aufgaben gegen Kleinlüder/Hainzell (A), Ilbeshausen (H) und Bimbach (A). Aktuell ist die FSG Fünfter, könnte aber mit Siegen in den Nachholspielen auf Rang zwei springen. "Es läuft ja ähnlich wie in den vergangenen Jahren, bis zur Winterpause sind wir oben dran. Bislang haben wir es noch nicht konstant bis zum Ende durchbekommen", so der Spielertrainer, der das in dieser Saison ändern möchte: "Wir würden gerne um die ersten zwei Plätze mitspielen."