Ein Phantom und ein alter Bekannter

Mannschaftsbild des SV Steinbach liefert überraschende Erkenntnisse

21.08.2017

Der SV Steinbach verbreitete am späten Sonntagabend via Facebook das Mannschaftsbild des Hessenliga-Teams und dabei sprangen gleich zwei Gesichter in den Kopf, die so nicht zu erwartet waren.

Die Positivüberraschung findet sich in der mittleren Reihe direkt neben Trainer Karl-Josef Müller wieder: Alex Terentew, der seine Schuhe aufgrund langwieriger Knieprobleme eigentlich bereits im Mai 2016 an den Nagel gehängt hatte, ist zurück. Der 32-jährige Abwehrallrounder bestritt bereits die erste Woche der Vorbereitung, musste dann wegen leichterer Probleme im Knie wieder passen und ist mittlerweile voll eingestiegen. Vorläufiger Höhepunkt: 90-minütiger Einsatz am Sonntag im Reservespiel gegen Weiterode. „Ich bin wirklich zuversichtlich, dass er zurückkommen kann. Und das er uns helfen würde, steht außer Frage“, berichtet Jürgen Wiegand aus dem Führungsteam. Nur auf der Bank des Kreisoberligateams nahm hingegen das Phantom des Mannschaftsbilds Platz: Martin Schmidt. Der 24-Jährige hat sich still und heimlich dem SVSteinbach angeschlossen, laut Wiegand zeichnete sich sein Partner aus dem Führungsteam, Berthold Helmke, für den Transfer hauptverantwortlich. Schmidt spielte zuletzt für den SV Heenes in der A-Liga, wobei in den vergangenen drei Jahren für den verletzungsgeplagten Stürmer kaum an Fußball zu denken war. „Seit rund einem Jahr ist er aber wieder beschwerdefrei, wir wollen ihm eine Plattform bieten, um es sich noch einmal zu beweisen. In ganz jungen Jahren war er ein echter Torjäger“, verdeutlicht Wiegand. Schmidt erzielte in seinen ersten beiden Seniorenjahren in Summer 35 Tore für den damals in der Kreisoberliga beheimateten SV Heenes. Zunächst solle sich Schmidt über die zweite Mannschaft empfehlen. Ein Alex Terentew würde dem Hessenligateam weiterhelfen, zuletzt gab es zweimal sechs Gegentore. Wiegand hätte sich ein „nicht so blauäugiges Verhalten“ der Mannschaft gewünscht und befreit Trainer Karl-Josef Müller von jeglicher Schuld, denn „die Mannschaft muss auch selbst merken, dass sie nicht mehr nur nach vorne laufen soll“. Zudem seien in Tom Wiegand, Fabian Wiegand und Petr Paliatka gleich drei Defensivspieler ausgefallen, die Möglichkeiten daher äußerst beschränkt gewesen. Was Wiegand aber nicht gefiel, dass sich außer Kapitän Steffen Trabert und seinem Sohn Michael kaum ein Spieler richtig gewehrt hätte. Dennoch differenziert Wiegand, schließlich habe das Team ein „sehr schweres Startprogramm hinter sich“. Werde Ederbergland am Samstag geschlagen, können man mit dann sieben Punkten von einem erfolgreichen Saisonstart sprechen.