Ein Vereinsrekord ist bereits aufgestellt

A-Liga Fulda: Die SG Büchenberg mausert sich immer mehr zum Geheimfavoriten

15.10.2015

Vor der Saison schienen die Titelkandidaten der A-Liga Fulda bereits ausgemacht - Last-Minute-Absteiger Pilgerzell galt als Topfavorit, der Türkische SV Fulda und die SG Edelzell als engste Verfolger. Die SG Büchenberg hatte zu diesem Zeitpunkt niemand wirklich auf dem Zettel. Nach zehn Spielen finden sich die Rot-Weißen jedoch auf dem zweiten Tabellenplatz wieder - und haben schon einen eigenen Vereinsrekord aufgestellt.

Nach zwei Punkten aus drei Spielen zum Auftakt feierte der Club zuletzt nämlich sieben Siege am Stück - eine solche Erfolgsserie gab es bislang bei der SG Büchenberg noch nie. Das Ende der Fahnenstange soll jedoch noch nicht erreicht sein: "Wir wollen unsere Siegesserie weiter ausbauen", betont Spielertrainer Florian Günther. "Das ist schon ein zusätzliches Motivationsmittel." Dass es überhaupt so erfolgreich läuft, erwarteten wohl selbst die Verantwortlichen aus Büchenberg nicht. Am Ende der vergangenen Saison stand nur ein zwölfter Platz zu Buche, lange Zeit mussten die Blicke eher nach unten gerichtet werden. "Einen Aufschwung gab es aber schon da in der Rückrunde", erinnert sich Günther. "Wir sind einfach eine richtig geile Einheit, auch die Neuzugänge passen super ins Team." So wie Benjamin Röhrig: Der 28-Jährige kam im Sommer von Gruppenligist FSV Thalau und glänzte mit fünf Toren in neun Spielen. "Ich habe schon intern gesagt, dass das unser Königstranfer ist. Er geht vorne weg und gibt 100 Prozent Einsatz, egal, wo er eingesetzt wird", schwärmt Günther, dessen Schützling gegen Neuhof II den Spielertrainer der Verbandsliga-Mannschaft, Radek Görner, ausschaltete, während er beim 5:1-Sieg gegen Rommerz auf der Zehn eingesetzt wurde. So findet sich die SG Büchenberg aktuell auf dem ungewohnten Aufstiegsrelegationsplatz wieder. "Das ist für uns noch Neuland", gibt der 38-jährige Trainer zu. "Vor der Saison hatten wir noch einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgegeben. Wir wollten so schnell wie möglich den Klassenerhalt sichern, um mit so wenig Sorgen wie möglich durch die Spielzeit zu gehen." Mittlerweile sieht das aber ein wenig anders aus: "Es ist schon eine gewisse Euphorie vorhanden. Die Zuschauer kommen, sehen, dass hier etwas entsteht. Dadurch ist jetzt auch die Erwartungshaltung größer. Wir wollen uns oben festbeißen, diesen Anspruch haben wir. Unter den ersten Sechs wollen wir schon landen." Günther selbst würde es dabei begrüßen, die nächsten Spiele nicht auf dem Platz stehen zu müssen. In den ersten drei Partien spielte der 38-Jährige nämlich mit, zwei Unentschieden und eine Niederlage stehen zu Buche - während die restlichen sieben Spiele, natürlich ohne Günther, allesamt gewonnen wurden. Kein Wunder, dass innerhalb der Mannschaft schon eine Wette läuft, wie lange der Spielertrainer wohl nur am Seitenrand stehen wird - solange die Siegesserie anhält, wird Günther nämlich weiterhin von außen coachen: "Es macht auch so Spaß. Aktuell will ich mich nicht in die Mannschaft einmischen", flachst der Trainer und ergänzt: "Ich hoffe, dass die Serie noch weiter hält und ich noch weiter draußen stehen kann."