„60 Minuten haben wir eine total verunsicherte Mannschaft gesehen und eine, die vor Selbstvertrauen nur so strotzt“, fasst TSV-Trainer Sven Bednarek jene Spanne zusammen, die sich als spielentscheidend erwies. Verunsichert war Bachrain, das sich Fehlpässe, oftmals vollkommen unbedrängte, en masse erlaubte. Drei davon führten zu den Toren Ehrenbergs. Beim ersten gelang ein Befreiungsschlag zu kurz, SGE-Spielertrainer Robert Schorstein fand seinen Außenverteidiger Dennis Henkel (13.). Beim zweiten war es Hannes Ohneiser, der den Ball Leon Bau in die Füße spielte. Nach einem schnellen Doppelpass war es Bau selbst, der geschickt ins kurze Eck einnetzte (36.). Sinnbildlich war schließlich das 3:0. Erneut Ohneiser misslang das Abspiel, Julius Brehl schnappte sich die Kugel, scheiterte erst an Marc Petrakovic und schoss anschließend Raphael Link so an, das der sich nicht mehr gegen das Eigentor wehren konnte (47.). Ehrenberg war gnadenlos effizient, zeigte durch hohe Außenverteidiger und einem starken Aufbauspieler Robert Schorstein eine extrem reife Spielanlge und stand hinten so sattelfest, dass es an der klaren Führung keinen Zweifel gab. „Was dann passiert ist, kann ich mir auch nicht erklären“, wusste Schornstein nicht, was ab Minute 55 in seine Mannschaft gefahren ist. Erst erzwang Bachrain ein Eigentor, Marijan Tukeric hätte hinter Dennis Henkel das Tor wohl auch gemacht (55.), dann hatten Niklas Herber (61., Kopfball knapp daneben) und Raphael Link (68., Freistoß an die Latte) den schnellen Anschlusstreffer in Reichweite. Dieser gelang nach feinem Zuspiel Marius Links Tukeric, der nur den Fuß hinhalten musste. Ehrenberg reagierte nur noch, und produzierte viel zu viele Standards. Durchgerutscht ist keiner mehr. „Da hat man gesehen, wer oben steht. Da ist dann ganz einfach das Momentum auf der Seite von Ehrenberg“, haderte Bednarek. Der stellte aber auch klar, dass auch die erste Stunde keine Frage des Wollens gewesen sei, sondern vielmehr des Könnens. Dass sein Team mittlerweile Punkte gegen den Abstieg benötigt, ist selbstverständlich auch ihm nicht verborgen geblieben, die Situation müsse man aber nun einfach so annehmen. Verzichten muss Bachrain vorerst auf Keeper Felix Kania, der vom 45-jährigen Marc Petrakovic routiniert vertreten wurde. Der Ex-Fliedener hat eine Handverletzung erlitten, trägt eine Schiene und wartet auf einen Termin beim Handchirugen. Bachrain: Petrakovic – Kröning (90. Neuhäußer), Ohneiser, Kleinod (46. Tukeric) – R. Link, Pavic, Herber – Madzar, M. Link – Stenger, Sarvan. Ehrenberg: Röder – Henkel, Wiegand, Hose, J. Jestädt – Schorstein, Marius Schäfer – Diel, Bau, Brehl (79. Moritz Schäfer) – Geier (73. Spiegel). Schiedsrichter: Simon Müller (TSV Oberzell). Zuschauer: 220. Tore: 0:1 Dennis Henkel (13.), 0:2 Leon Bau (36.), 0:3 Raphael Link (47., Eigentor), 1:3 Dennis Henkel (58., Eigentor), 2:3 Marijan Tukeric (73.).
| TSV Bachrain - SG Ehrenberg | |
| Liga: | Gruppenliga |
| Anstoss: | So - 08.11. 14:30 Uhr |
| Spieltag: | 17. Spieltag |
| Ergebnis: | 2 : 3 |
| Zuschauer: | 220 |
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