Spvgg. Neu-Isenburg - Türk Gücü Friedberg 0:0 (0:0)
Von der Tabellensituation her betrachtet hätten die rund 150 Zuschauer eine eher einseitige Partie erwarten dürfen, zumal der jetzige Spitzenreiter zu Hause gegen den Tabellenvierzehnten eingeladen hatte. Dem war aber nicht so: Die Gäste waren es, die über weite Strecken zumindest optisch überlegen waren, und den Neu-Isenburgern das Tempo vorgaben: "Ich bin nicht überrascht, dass Türk Gücü so stark bei uns aufgetreten ist. Sie haben eine technisch sehr gute Mannschaft, gegen die man immer aufpassen muss." So ging die erste Halbzeit - auch wenn keine Tore fielen - eindeutig an die Gäste. Nach dem Seitenwechsel kam die Hoffmann-Elf dann aber auch zu ihren Möglichkeiten, die jedoch nicht in Tore umgemünzt wurden: In der 70. Minute brachte Daniel Sachs den Ball nicht richtig unter Kontrolle, ehe Stürmer Marc Züge mit einem Kopfball nur den Pfosten traf (80.). "Wir hatten zwar diese beiden Torgelegenheiten, aber aufgrund der cleveren Raumaufteilung und der sehr guten Zweikampfpräsenz von Türc Gücü wäre ein Sieg für uns heute sicherlich nicht verdient gewesen." Die Friedberger, die in der Summe fünf gute Einschussmöglichkeiten hatten, konnten aber auch kein Kapital daraus schlagen. Die dickste Chance vergab Masih Saighani in der 75. Minute völlig freistehend aus 12 Metern. Gästetrainer Mustafa Fil pflichtet seinem Trainerkollegen bei und bezieht das 1:1-Unentschieden von letzter Woche gegen Ober-Roden mit ein: "Wir haben noch mehr Druck erzeugt als vor einer Woche und ein sehr gutes läuferisches Pensum abgeliefert. Mit dem Spiel bin ich zufrieden - mit dem Ergebnis allerdings nicht." Schiedsrichter: Abdelkader Boulghalegh. Zuschauer: 150. Tore: Fehlanzeige.
VFB Ginsheim - SV 07 Geinsheim 1:3 (0:0)
Faustdicke Überraschung in Ginsheim: Im Kreisderby entführt der Tabellenvorletzte Geinsheim beim Tabellenführer drei Punkte und hat mit jetzt 20 Punkten wieder gute Chancen, die Klasse zu halten. Obwohl der Ex-Tabellenführer im Kreisderby auf etwa 70% Ballbesitz kam, brachte das am Ende aber dann doch nichts Zählbares. Die Geinsheimer waren vor allem in der Abwehr gut aufgestellt und für die Ginsheimer gab es erst einmal überhaupt kein Durchkommen: In der zweiten Halbzeit kam Sebastian Hauf für den verletzt in der Kabine gebliebenen Marcel Rath, und der fügte sich von Beginn an gut in die Mannschaft ein. In der 80. Minute erzielte Hauf die Führung für die Geinsheimer, die Marcel Hammann nur drei Minuten später ausbaute. Obwohl den Ginsheimern postwendend der Anschlusstreffer gelang, saß der Schock doch sehr tief: "Zum Schluss hatten wir das nötige Quentchen Glück, haben aber verdient gewonnen. Das haben mir auch Vereinsverantwortliche von Ginsheim bestätigt", sagt Geinsheims sportlicher Leiter Uwe Ginkel. Schiedsrichter: Daniel Friedlein. Zuschauer: 120. Tore: 0:1 Sebastian Hauf (80.), 0:2 Marcel Hammann (83.), 1:2 Jörg Finger (85.), 1:3 Dominik Auer (90.+3).
TS Ober-Roden - Germania Großkrotzenburg 2:0 (1:0)
Einen nie gefährdeten 2:0 (1:0)- Heimerfolg verbuchte die TS Ober-Roden gegen den Tabellenletzten Germania Großkrotzenburg. Nach dem Punktgewinn bei Türk Gücü Friedberg gab es für die Nister-Elf nun einer Dreier, so richtig zufrieden war ihr Coach aber nicht: "Wir haben schon wenig bis gar nichts zugelassen, hätten aber, obwohl Großkrotzenburg kein Kanonenfutter war, in der ersten Halbzeit schon höher führen müssen." Nach dem Motto "Mund abputzen - weitermachen" stimmt für Nister zwar das Ergebnis, aber technische Unzulänglichkeiten und "den letzten Pass zum Mann spielen" sind für den TSO-Coach im Hinblick auf die Partie am kommenden Wocheende in Bruchköbel stark verbesserungsfähig. Schiedsrichter: Sebastian Krieger. Zuschauer: 75. Tore: 1:0 Dejan Djorcevic (2.), Cengiz Veisoglu (75.). Rote Karten: Dejan Djorcevic (64.), Dominik Röhl (64.).
Usinger TSG - SG Bruchköbel 2:1 (1:0)
Nachdem das erste Pflichtspiel diesen Jahres in Großkrotzenburg ausgefallen war, sind die Usinger bei ihrem ersten Auftritt zu Hause gegen die SG Bruchköbel relativ schnell auf Temperatur gekommen. Die 1:0-Führung erzielte Spielertrainer Marcel Kopp bereits nach neun Minuten, vorausgegangen war ein schönes Zuspiel von Tim Pelka. "Danach ist Bruchköbel aber aufgewacht und hat uns mit langen, teilweise diagonal gespielten Bällen in unsere Abwehr für ganz schon Unruhe gesorgt." Nach dem Seitenwechsel musste Pelka verletzt ausscheiden und die TSG war heilfroh, dass Otto Weber in der 70. Minute der 2:0-Vorsprung gelang,"Wir sind schon "ohne fünf" in die Partie gegangen und die Spielerdecke wird immer dünner", sagt Kopp, der gegen Ende der Begegnung schon noch etwas Glück hatte, weil Bruchköbel kurz vor Schluss ein Tor wegen Abseits nicht gegeben wurde. Zuvor nämlich gelang der SG der Anschlusstreffer durch Mark Nowak (81.). So aber konnte die TSG schlussendlich den Sieg über die Runden retten. Schiedsrichter: Patrick Rodrigues. Zuschauer: 100 Tore: 1:0 Marcel Kopp (9.), 2:0 Otto Weber (70), 2:1 Mark Nowak (81.).