Frank Happ fühlt sich bestätigt

Verbandsliga: Flieden mit breiter Brust nach Weidenhausen

20.10.2016

Der SV Buchonia Flieden will in der Verbandsliga seine Erfolgsserie fortsetzen und beim SV Weidenhausen den zehnten Saisonsieg feiern.

SV Weidenhausen - SV Flieden (Samstag, 15.30 Uhr)

"Wir fahren bestimmt nicht nach Weidenhausen und haben die Hosen voll", macht Frank Happ, stellvertretender Vorsitzender von Buchonia Flieden, deutlich. Denn nach zwölf Begegnungen ohne Niederlage in Folge habe die Buchonen allen Grund, um mit jeder Menge Selbstvertrauen am Chattenloh anzutreten. "Dass wir nach drei Niederlagen zum Auftakt so eine Serie hinlegen, damit konnte man nicht rechnen. Allerdings konnte man auch nicht damit rechnen, dass wir zum Saisonstart dreimal verlieren. Die Mannschaft hat einmal mehr bewiesen, wozu sie in der Lage ist, wenn sie zusammenhält", sagt Happ, der sich darin bestätigt fühlt, dass der Verein trotz des Stotterstarts die Ruhe bewahrt hat. "Es hat sich ausgezahlt, dass wir die Leute, die das Sagen haben und jenen Leuten, die auf dem Platz stehen, weiter unser Vertrauen ausgesprochen haben. Die Mannschaft zeigt derzeit eine sehr gute Entwicklung. Es geht wieder in die richtige Richtung", freut sich Happ.

SC Willingen - SV Neuhof (Samstag, 17 Uhr)

Ein ganz schweres Gastspiel im Partymekka Willingen wartet auf den SV Neuhof, der nach einem spielfreien Wochenende wieder ins Tagesgeschäft eingreift. Die Sauerländer spielen bislang eine fantastische Saison und könnten – sofern sie ihre drei Nachholspiele gewinnen – sogar auf den zweiten Tabellenplatz springen. Verstecken muss sich der SV Neuhof aber nicht, holte das Team um Spielertrainer Radek Görner doch acht Punkte aus den vergangenen vier Begegnungen.

Melsunger FV - SG Bad Soden (Sonntag, 15 Uhr)

Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge sucht der Melsunger FV weiter nach seiner Form. „Sie sind gegen uns sicherlich in der Pflicht“, warnt Soden-Coach Sead Mehic, dessen Elf allerdings zuletzt gerade auswärts schwächelte und auf fremdem Geläuf seit fünf Begegnungen sieglos ist. „Entscheidend wird sein, dass wir die einfachen Fehler minimieren und auswärts mal wieder etwas Zählbares mitnehmen, um den Abstand zur unteren Tabellenregion zu vergrößern“, gibt Mehic die Marschroute vor. Schließlich haben die Sprudelkicker in diesem Jahr nur noch vier Spiele vor der Brust – und gleich dreimal muss die Mehic-Elf reisen. „Im Abstiegskampf geht es nicht um Qualität, sondern um Mentalität. Daher wollen wir frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen, damit wir unser Saisonziel, eine Platzierungen im oberen Tabellendrittel, nicht aus den Augen verlieren.“

Bosporus Kassel - RSV Petersberg (Sonntag, 15 Uhr)

Nach einer ordentlichen Trainingswoche blickt Rolf Gollin, Trainer des RSV Petersberg, optimistisch auf die Begegnung beim Mitaufsteiger Bosporus Kassel. "Wichtig wird sein, dass wir unsere Fehler abstellen und die Offensive des Gegners in den Griff bekommen. Wir wissen, wozu Kassel in der Lage ist", warnt Gollin, der sich von seiner Mannschaft wünscht, dass sie trotz der jüngsten 0:5-Niederlage gegen Eschwege mit breiter Brust auftritt. "Wir müssen mutig und selbstbewusst an die Sache herangehen. Mit hängenden Köpfen gewinnst du keine Spiele", weiß der neue, alte Trainer. Personell muss der RSV allerdings auf Daniel Nüchter verzichten, der in den Urlaub gefahren ist. Dafür ist Marcel Zehner aus der eigenen Jugend dabei. "Das ist eigentlich unglaublich, dass du dich in der Verbandsliga mit solchen Dingen beschäftigen musst. Da das aber noch vor meiner Zeit entschieden wurde, ist es nicht zu ändern. Ich habe kein Problem damit, einen jungen, hungrigen Spieler wie Marcel ins kalte Wasser zu werfen."

TSV Lehnerz II - CSC 03 Kassel (Sonntag, 15 Uhr)

Zehn Spiele ist Sedat Gören inzwischen im Amt, elf Punkte wurden bislang eingefahren. "Schade, dass wir nach den drei Siegen in Serie aufgrund von Personalproblemen einen kleinen Einbruch hatten und seit fünf Spielen sieglos sind. Sonst hätten wir sicherlich den einen oder anderen Punkt mehr auf dem Konto gehabt", ist sich Gören sicher, der daher am Wochenende im Heimspiel gegen CSC 03 Kassel einen Sieg einfordert. Der Aufsteiger aus Nordhessen ist bravurös in die Saison gestartet und hat sich im oberen Tabellendrittel etabliert. "Das ist ein sehr kampfstarker Gegner, der technisch aber auch sehr versiert ist. Trotzdem sollen die Punkte in Lehnerz bleiben", untermauert Gören. Personell muss die Verbandsliga-Reserve auch am Wochenende wieder puzzeln. Während Max Vilmar und Leon Wittke nach ihren Gelb-Roten Karte wieder zur Verfügung stehen, fehlt Osman Özlük (noch drei Spiele gesperrt) weiterhin. Außerdem muss sich Benjamin Mwanza einer Operation am Mittelfuß unterziehen, für ihn ist das Fußballjahr 2016 gelaufen. Ein Fragezeichen steht außerdem hinter Keeper Witold Sabela, der sich gegen Sand eine Zerrung am Oberschenkel zuzog. Zuletzt hütete Christoph Grösch das TSV-Tor, allerdings hat der 22-Jährige schon länger mit einer Entzündung in der Schulter zu kämpfen. "Ich muss meinen Hut vor dem Jungen ziehen, dass er sich trotz Schmerzen und ohne Training immer wieder in den Dienst der Mannschaft stellt. Er hat zuletzt tolle Leistungen gezeigt", lobt Gören seinen Keeper. Immerhin: Da die A-Junioren des JFV Viktoria Fulda am Wochenende spielfrei sind, kann der TSV-Coach sich dort bedienen.