SV Steinbach - SG Bad Soden (Sonntag, 14.30 Uhr).
"Es wird ganz eng, der Platz war unter der Woche wie ein Schwamm", erklärt Steinbachs Florian Münkel im Hinblick auf die Platzverhältnisse am Mühlengrund, während Hugo Kochanski aus dem SVS-Führungsstab sogar einen Umzug auf den alten Rasenplatz erwägt: "Unten wird es sicherlich nicht gehen." Es erscheint also unwahrscheinlich, dass der Schlager zwischen dem Tabellenführer und dem ersten Verfolger in diesem Jahr noch stattfindet. "Zuschauer werden bei diesem Wetter wohl auch nicht so viele kommen wie vielleicht im April. Wenn man die Angelegenheit aber aus rein sportlicher Sicht betrachtet, dann wollen wir unbedingt spielen", betont Münkel, der besonders heiß ist. Schließlich leidet der Torjäger derzeit unter Ladehemmung, hat seit nunmehr fünf Spielen nicht getroffen. "Das nagt schon an einem", gibt der beidfüßige Angreifer zu, zumal sich ihm in allen fünf Partien mehrere Großchancen boten. "Manchmal läuft es einfach nicht, und ich bin dann halt auch ein Mensch, der darüber sehr viel nachdenkt. Alleine deshalb würde ich gerne gegen Soden spielen, um den Negativlauf zu durchbrechen." Im Hinspiel hatte Münkel den Kurstädtern noch die Siegessause verdorben, als er in Minute 90 zum 2:2-Endstand traf. "Damals haben wir eine super erste Hälfte gezeigt. Hintenraus wurde es aber eng für uns, weil wir das 2:0 nicht gemacht und anschließend nachgelassen haben. Es war damals zwar ein glücklicher, aber verdienter Punkt", glaubt der 25-Jährige, der Soden als eine der spielerisch stärksten Mannschaften in der Verbandsliga erachtet. Bei Bad Soden fallen die Mittelfeldasse Sven Hassler (Meniskusanriss) und Tuna Moaremoglu (Oberschenkelzerrung) aus, mit Taner Harmancioglu war eine Alternative für Hasslers Position zuletzt stark erkältet. Obendrein sind die Sprudelkicker aus Rhythmus geraten. Vor zwei Wochen war sie planmäßig spielfrei, vor einer Woche fiel die Partie in Rothwesten aus. Besser also, wenn das Spiel ausfällt? Trainer Sead Mehic ist Sportsmann genug, das zu verneinen: „Unser Kader ist breit genug aufgestellt. Eine solche Situation bietet anderen die Gelegenheit, die Chance zu nutzen.“
SVA Bad Hersfeld - Hünfelder SV (Sonntag, 14.30 Uhr).
Die Frage der Austragung stellt sich beim Derby nicht. "Wir spielen. Wenn nicht auf dem Naturrasen, dann eben auf dem Kunstrasen", weiß HSV-Coach Dominik Weber. Für das Nachholspiel in Melsungen die Woche darauf sieht Weber dann eher schwarz: "Auf der Freundschaftsinsel dürfte es eng werden." Aber das ist noch Zukunftsmusik. Gegenwärtig hat Hünfeld wieder mehr Selbstvertrauen intus. "Die beiden Spiele gegen Hessen Kassel in Pokal und Liga haben uns gut getan", betont Weber, dessen Team gerne gegen Asbach spielt: Zuletzt gab es im Hinspiel einen klaren 4:1-Sieg für den HSV. Dessen personelle Probleme haben sich in den vergangenen Wochen ein peu á peu verringert: In Hersfeld muss Weber noch auf Steffen Witzel und Sebastian Gensler (jeweils Knieprobleme) verzichten. "Dazu hat Daniel Orth wieder Probleme mit der Patellasehne. Wir werden ihn vermutlich schonen", so Weber.
SV Neuhof - TSV Rothwesten (Sonntag, 14.30 Uhr).
Nach dem heftigen Schneetreiben während des Heimspiels am vergangenen Sonntag gegen Asbach (2:2) schien es, als könne in der Neuhofer Glückaufkampfbahn in diesem Jahr kein Spiel mehr stattfinden. Doch Alexander Bär, Sportlicher Leiter des SVN, betont vor dem neuerlichen Heimauftritt gegen Rothwesten, "dass der Rasen nur oberflächlich durch den Schnee in Mitleidenschaft gezogen worden ist." Die Truppe um Spielertrainer Radek Görner möchte unbedingt spielen, "und das nicht nur aus sportlichen Gründen", erklärt Bär, "denn der Terminplan - wir müssen ja bei unserem kleinen Kader auch die Reserve im Blick haben - lässt auch im kommenden Jahr nicht viel Spielraum zu. Was die sportliche Sicht angeht, kannst du gegen ein Spitzenteam wie Rothwesten nicht zwingend von einem Dreier ausgehen." Ein Sieg sei für Neuhof nur dann möglich, "wenn wir bei Ballgewinn des Gegners Rothwestens schnelles Umschaltspiel unterbinden." Das Hinspiel verlor der SVN unglücklich kurz vor Schluss mit 2:3, heuer muss Neuhof auf Matic Predanic (Gelb-Rot-Sperre), Jan Moravcik (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und weiterhin Niklas Heiliger verzichten. Der Mittelfelddirigent hat seinen Entlastungsschuh nach einem Mittelfußbruch abgelegt und soll demnächst wieder mit leichtem Laufen anfangen.