SV Buchonia Flieden - SG Bad Soden (Samstag, 18 Uhr).
„Im ersten Spiel wird aber noch nicht die Saison entschieden“, sagt Buchonen-Coach Meik Voll, der Realist genug sei, um zu wissen, wie schwer es sein wird, den Erwartungen gerecht zu werden: „Das wird kein Selbstläufer, in der Spitzengruppe mitzuspielen. In der Verbandsliga wird auch Fußball gespielt“, unterstreicht Voll, der sich den Gegner am Dienstag bei dessen Hessenpokalaus angeschaut hatte: „Viele Erkenntnisse kann man aus solch einem Spiel allerdings nicht ziehen, da das Punktspiel nicht vergleichbar sein wird.“ Schließlich handele es sich hierbei um ein Derby mit Traditionscharakter, was allerdings ein Vorteil für sein Team sein könnte. Während bei Bad Soden am Dienstag sieben externe Neuzugänge zum Einsatz gekommen waren, bestünde sein Team zum Gros aus Einheimischen, denen die Situation bewusster sein dürfte. Die Vorbereitung der Buchonen verlief nach Volls Gusto, außer Imal Schersadeh (Leistenprobleme) und dem langzeitverletzten Stefan Dietz ist der komplette Kader einsatzfähig. Bad Sodens Trainer Sead Mehic wird außer den Langzeitverletzten (Samet Degermenci, Yannik Döhring) Anil Albayrak (privat verhindert) fehlen, allerdings könnte Sturmführer Tim Mulfinger zurückkehren, der beim Pokalaus gegen Türk Gücü Friedberg wegen Oberschenkelproblemen passen musste. Apropos Pokalspiel: Mehic missfiel die Art und Weise, wie sein Team in der ersten Halbzeit agierte. "Wir waren zu passiv, es hat an Aggressivität und Spielfreude gefehlt. Das muss gegen Flieden von der ersten Minute an anders sein, sonst kann ein Spiel bis zur Pause auch schon verloren sein." Positiv seien hingegen die Youngsters aus der eigenen Jugend aufgefallen, denen Mehic ein ordentliches Zeugnis ausstellt. Flieden sieht Mehic derweil im erlauchten Kreise der Topteams: "Ich glaube, dass das eine ähnliche Mannschaft wie Schwalmstadt in der vergangenen Saison ist. Sehr robust, sehr kampfstark. Da ist Vorsicht geboten. Gewinnen wird der, der bereit ist, mehr zu investieren."
RSV Petersberg - SV Neuhof (Sonntag, 17 Uhr).
Zum Duell zwischen David Schwarz und seinen Ex-Kollegen aus Neuhof wird es wohl nicht kommen, da sich der Neuzugang zwar in Hauswurz fitgehalten hatte, allerdings kein spezielles Torwarttraining bekam und somit noch nicht ganz soweit scheint. Stefan Labendsch wird daher wohl das Petersberger Tor hüten. Der Aufsteiger geht in das Derby derweil mit dem nötigen Respekt: „Neuhof ist eine Mannschaft mit großer Erfahrung, schon mehrere Spieler haben im Profibereich gespielt. Bei Neuhof ist eine gewisse Qualität vorhanden“, sagt RSV-Coach Goran Gajic, der dennoch Zuversicht verlauten lässt: „Deshalb müssen wir unsere Qualitäten zeigen. Unser Vorteil ist es, zu Hause zu spielen. Es ist eine neue Klasse, ein neuer Gegner - mal schauen, wie wir uns dort präsentieren." Alexander Bär, Sportlicher Leiter des SV Neuhof, geht davon aus, dass sich im Waidesgrund ein echtes Kampfspiel von der ersten bis zur letzten Minuten entwickeln wird: „Richtungsweisend wird das allerdings für kein Team sein“, sagt Bär und blickt derweil auf eine Vorbereitung mit gemischten Eindrücken zurück. So seien die Leistungen in den Testspielen zwar gut gewesen, allerdings habe er aktuell aufgrund des kleinen Kaders kaum Möglichkeiten zu reagieren. Deswegen lautet die Devise: „Bis Ende August ist noch Zeit, der Kader könnte noch breiter werden.“ Florian Langner und Edin Hasanagic werden verletzt fehlen, Niklas Heiliger und Tobias Manns erst kurz vor dem Spiel aus Mallorca zurückkehren.
SSV Sand - Hünfelder SV (Sonntag, 15 Uhr).
Ohne Niclas Rehm (verletzt), Johannes Helmke und Robert Simon (beide privat verhindert) muss der Hünfelder SV das schwere Auswärtsspiel in Bad Emstal angehen. Dafür bekommen die Neuzugänge Sebastian Schuch, Marek Weber und Maximilian Fröhlich mehr oder minder eine Einsatzgarantie von Trainer Dominik Weber ausgestellt. Gut möglich, dass Weber auf ein 4-4-2-System vertraut, das er in der Vorbereitung über weite Strecken spielen ließ. Nur im abschließenden Test bei Kreisoberligist Müs stellte er auf das altbekannte 4-2-3-1-System um und wurde vom Team enttäuscht, da dieses nicht über ein 0:0 hinauskam. Klar ist: Marek Weber spielt ganz vorne, Fröhlich könnte die Doppelspitze komplettieren, aber auch über Außen kommen. Für Interims-Kapitän Schuch ist hingegen eine zentrale Mittelfeldposition vorgesehen. Für Dominik Weber ist der Auftakt auf jeden Fall gleich eine echte Prüfung: „Gerade was die Offensivkraft angeht, ist Sand überragend. Ob Klitsch, Bernhardt, Oliev, Wagner oder Moskaltschuk, das ist schon eine riesige Qualität.“ Defensiv müsse sein Team daher 90 Minuten absolut hellwach agieren und gerade die größten ausgemachten Stärken, nämlich das Umschaltspiel und das vertikale Passen in die Schnittstellen, bereits im Keim ersticken. Den Gegner schaute sich Weber am Mittwoch in Asbach an und ist daher bestens vorbereitet.
TSV Lehnerz II - SV 07 Eschwege (Sonntag, 15 Uhr).
Wie fast schon zu erwarten war, ist das Engagement von Felix Schulz bereits nach einem Jahr in Eschwege beendet. Der Torjäger, der 28 Treffer erzielen konnte, hat sich Regionalligist Oberlausitz Neugersdorf angeschlossen. Dennoch gelten die Nullsiebener zu den Topteams, auch durch Zukäufe aus Spanien. „Wir wissen um die Qualität des Gegners, wollen aber einen Punkt bei uns behalten“, sagt TSV-Coach Marco Lohsse, der auf eine Vorbereitung „mit Höhen und Tiefen“ zurückschaut und am Wochenende sicher auf Robin Sorg und Dennis Sorg (beide Kreuzbandriss) verzichten muss.