"Es ist zu einfach, wie wir den Gegner zu Chancen kommen lassen", meinte der Übungsleiter, der von "Gegentoren aus dem Nichts" sprach. Tatsächlich hatte Bad Soden nicht viel mehr Gelegenheiten als die vier Möglichkeiten, die zu Torchancen führten, die Sprudelkicker agierten aber - im Gegensatz zu Petersberg - sehr effektiv. Eigentlich hätte nämlich der RSV in Führung gehen müssen, vor Sodens 1:0 hatten die Gäste zwei hundertprozentige Chancen. "Wir müssen es mit unserer Vielzahl an Gelegenheiten hinbekommen, dass wir nach Hause fahren und etwas mitnehmen. Dass wir es schaffen, uns für unseren Aufwand regelmäßig zu belohnen. Aufwand und Ertrag haben in den letzten zwei Spielen nicht gestimmt." Generell passte nämlich die Leistung der Mannen vom Waidesgrund. Das wollte auch Gollin hervorheben: "Ich habe eine Mannschaft gesehen, die unglaublich engagiert war, die intensiv gespielt hat, sich für keinen Zweikampf zu schade war", lobte der 48-Jährige. Dazu gebe es die Erkenntnis, "dass wir in der Lage sind, gegen jede Mannschaft der Liga mitzuhalten. Das haben die Spiele seit meiner Übernahme gezeigt." Die nächste Begegnung gibt es derweil erst im neuen Jahr - genug Zeit für Gollin, an den vereinzelten Defiziten über die Winterpause zu arbeiten.