SG Bruchköbel - TS Ober-Roden (Sonntag, 15 Uhr)
Die SG Bruchköbel hat den perfekten Start ins neue Jahr erwischt und schon sechs Punkte eingefahren. Nachdem die ersten drei noch kampflos aufgrund des Rückzugs von Rot-Weiss Frankfurt II erfolgten, konnte am Donnerstag gegen Viktoria Urberach (1:0) der erste erspielte Sieg der Saison gefeiert werden. Dementsprechend zufrieden war Trainer Albert Repp, der die SGB erst im Winter übernommen hatte, auch nach dem Spiel. "Nach so langer Zeit tut so ein Sieg einfach mal gut." Die Gäste aus Ober-Roden trennten sich zum Auftakt in die Restrunde mit einem 2:2-Unentschieden vom FC Bensheim. Dabei holte die Mannschaft nach einem 0:2-Pausenrückstand noch einen Zähler. Dennoch war laut Zivojin Juskic "das Ergebnis nicht so toll. Wir hatten auch in der ersten Halbzeit unsere Chancen. Der Gegner hat nach zwei Standards, die hervorragend gespielt waren, getroffen. Wir haben durch gute Moral noch einen Punkt geholt, aber es hätten auch drei sein können, weil noch Chancen da waren. Es war wichtig, dass wir gepunktet haben", so der Interimstrainer, der sich vom Punktgewinn aber auch nicht überrascht zeigte, "so wie meine Mannschaft in der Vorbereitung gearbeitet hat." Trotz der nur neun Punkte, die die Gastgeber bislang verbuchen konnten, hat der Interimstrainer "großen Respekt vor Bruchköbel. Denen haben drei, vier wichtige Spieler in der Hinrunde gefehlt so wie Mark Nowak und Kim Werner. Die haben gute Verbandsliga-Qualität und wenn die wieder dabei sind, ist das eine ganz andere Mannschaft. Die Teams, die Bruchköbel unterschätzen, werden noch Probleme bekommen. Aber es ist klar, dass wir gewinnen wollen." Die personelle Lage bei der Turnerschaft bezeichnet Juskic als "durchwachsen. Wir haben schon einige Ausfälle. Letzte Woche haben aus der Defensive fünf Leute gefehlt. Ich hoffe, dass der ein oder andere wieder dazu kommt, aber wir sind nicht in Bestbesetzung. Aber wir haben einen Kader von 22 Mann und versuchen, das Bestmögliche zu erreichen."
Germania Ober-Roden - Viktoria Nidda (Sonntag, 15 Uhr)
In bester Erinnerung haben alle Beteiligten noch das Hinspiel, als beim 5:2-Auswärtssieg Ober-Rodens Top-Stürmer Marco Christophori-Como den Mitaufsteiger Viktoria Nidda fast im Alleingang zerlegte. "Wir erhoffen uns eine deutliche spielerische Steigerung im Vergleich zur Vorwoche und dadurch eine bessere Punktausbeute", fordert Ober-Rodens Sportlicher Leiter Daniel Hoffstadt und verweist dabei auf den misslungenen Restrundenstart bei Eintracht Wald-Michelbach, wo die Germania mit 0:1 unterlag. "Wir erwarten eine ausgeglichene Partie, wobei es schwierig ist, eine Tendenz vorzugeben, weil beide Mannschaften in ihrer jeweils schlechteren Disziplin ´Heim- zu Auswärtsspielstärke´ gemessen an den Punkten antreten wird. Besonderen Respekt haben wir vor Niddas hervorragender Offensive mit ihrem herausragenden Stürmer Noah Michel, dem besten Torschützen der Liga", so Hoffstadt. Spätestens nach dem spektakulären 5:5-Unentschieden bei Türk Gücü Friedberg weiß Viktoria Nidda, dass es auch den Top-Liga-Mannschaften mehr als die Stirn bieten kann. Der Aufsteiger hat unter der Woche drei Punkte hinzugebucht bekommen, weil die seinerzeitige 0:3-Niederlage beim TSV Vatanspor Bad Homburg wegen der unberechtigten Einwechslung von Vatanspors Emin Yalin am Grünen Tisch für Nidda mit 3:0 umgewertet wurde: "Unser Ziel ist es, weiter zu punkten. Nach dem 5:5 gegen Türk Gücü Friedberg hast Du natürlich ein gemischtes Gefühl, wenn Du noch bis zur 91. Minute führst. Aber das Ergebnis war gerecht", erinnert Niddas Trainer Carsten Weber noch einmal an den spannenden Krimi. Es könnte schon passieren, dass die Viktoria nochmal näher an die Tabellenspitze heranrückt. Davon will Weber aber überhaupt nichts wissen: "Wir sind sehr demütig und froh, wie es bis jetzt gelaufen ist. Tatsächlich beschäftilgt sich keiner mit irgendwelchen Gedankenspielchen. Was den Punktestand angeht sind wir weit davon entfernt, unsere Demut zu verlieren. Jetzt gegen Ober-Roden wissen wir um die Schwere der Aufgabe. Was sie können, haben sie uns ja schon im Hinspiel gezeigt."
Rot-Weiß Darmstadt - Eintracht Wald-Michelbach (Sonntag, 15 Uhr)
Rot-Weiß Darmstadt ist mittendrin im Abstiegskampf der Verbandsliga Süd, was zu Saisonbeginn nicht der Fall war. Nach einer Niederlage zum Auftakt gegen Bad Vilbel folgten vier Siege für die Lohrer-Elf. Erst Wald-Michelbach, die am Sonntag zu Gast sein werden, stoppte diese Serie mit einem 2:1-Erfolg vor heimischem Publikum. "Das Hinspiel war eine total enge Kiste, bei der wir aber eine super Leistung abgerufen haben. An diese müssen wir total anknüpfen", erinnert sich Trainer Ralf Ripperger nur zu gerne zurück. Gleichzeitig warnte Eintrachts Trainer vor dem kommenden Gegner: "Darmstadt hat eine sehr ordentliche Qualität im Kader und ist gerade in der Offensive sehr gefährlich. Wir müssen hellwach sein. Sowohl in unseren Offensivaktionen wie auch in der Defensive." Auch Darmstadts Trainer kann sich noch gut an die Hinrunden-Begegnung erinnern und erwartet nun ein ähnliches Spiel, hofft aber auf einen besseren Ausgang zugunsten seiner Mannschaft. "Wald-Michelbach stand tief. Sie haben mit einer geschlossenen und disziplinierten Leistung sowie ihrem schnellen Umschaltspiel überzeugt. Es wird genauso eine harte Nuss wie gegen Urberach", äußerte sich Dominik Lohrer auch mit Rückblick auf den 1:0-Erfolg am vergangenen Wochenende gegen Viktoria Urberach. Nun hofft der Rot-Weiß Coach, dass seine Spieler das Selbstvertrauen mitnehmen können, um auch zuhause punkten zu können. "Der Dreier ist nur wenig wert, wenn wir jetzt nicht nachlegen", ist sich Lohrer sicher. Auch Wald-Michelbach war zuletzt mit einem 1:0 gegen Germania Ober-Roden siegreich und möchte daran im Kampf um den Klassenerhalt anknüpfen. "Wir haben gut verteidigt und nur wenige Chancen zugelassen. Im Umkehrschluss müssen wir gerade in der Offensive wieder effektiver werden", so Ripperger, der in Darmstadt auf Enes Kanat verzichten muss. Ob Boubacar Siby, der am Dienstag in das Lauftraining eingestiegen ist, eingesetzt werden kann, bleibt abzuwarten. Zudem hofft Eintrachts Trainer, dass die angeschlagenen Spieler rechtzeitig wieder fit werden. Bei den Rot-Weißen kehrt Samuel Baldes (nach Grippe) wieder zurück und auch Hanaus Neuzugang Ibrahim Aslan ist nach seiner Sperre spielberechtigt.
SC 1960 Hanau - FC Bensheim (Sonntag, 15 Uhr)
Am Sonntag greift nun auch der SC 1960 Hanau ins Verbandsliga Süd-Geschehen ein, sofern der Fußball-Wettergott nichts dagegen hat. Zweimal schon - und zwar beim TSV Vatanspor Bad Homburg und letzten Mittwoch gegen die Usinger TSG - wurden die Plätze gesperrt. Mit dem achten Tabellenplatz steht der FC 07 Bensheim punktgleich mit 26 Zählern unmittelbar hinter den Industriestädtern, die zwei Spiele weniger absolviert haben: "Es sieht gut aus. Wir haben mit der Stadt gesprochen. Bis jetzt sind die Plätze freigegeben", gibt Hanaus Pressesprecher Okan Sari eine aktuelle Wasserstandsmeldung zu den Rahmenbedingungen. Wichtig für Sari ist es, dass "wir punkten. Ausreden gelten nicht und es zählen keine Alibis. Wir hatten etwa fünf Wochen eine gute Vorbereitung und genug Zeit, um jetzt ein gutes Niveau auf den Platz zu bringen. Wir spielen gegen einen direkten Konkurrenten und vor eigenem Publikum, da müssen Punkte her", fordert Sari von seiner Mannschaft. Hauptmankos bei den Bensheimern sind so wie beim 2:2-Unentschieden bei der TS Ober-Roden weiterhin die mangelnde Chancenverwertung und die labile Abwehrreihe. Mit 46 Gegentoren stellt der FC die drittschlechteste Defensive der Liga: "Lange waren wir kaum in der Lage, eine Viererkette einzuspielen, weil wir immer wieder wechselndes Personal hatten. Hinzu kommt, dass es junge Spieler sind, die noch lernen müssen. Wenn man so entsprechend viele Tore bekommt, musst Du mehr schießen. Wir arbeiten an beiden Stellen, vor allem daran, unsere Defensive stabiler zu machen", gibt Bensheims Trainer Ludwig Brenner einen Einblick und weiter: "Von Hanau weiß ich so gut wie gar nichts. In der Vorrunde habe ich sie das ein oder andere Mal gesehen. Für uns wird das eine Überraschung. Bei denen ist das ihr erstes Spiel, das bedeutet, dass sie frisch sind. So wie wir haben sie aber noch keine Spielpraxis. Dass auf dem großen Rasenplatz gespielt wird, kommt uns sicherlich nicht entgegen."
FC Alsbach - TSV Vatanspor Bad Homburg (Sonntag, 15 Uhr)
Nachdem am Mittwoch das Urteil gegen Bad Homburg bekannt und der Berufung im Fall Emin Yalin ([link url=http://torgranate-rhein-main.de/artikel/causa-yalin-punktabzuege-bleiben-bestehen/ text=wir haben berichtet]) nicht stattgegeben wurde, befindet sich Vatanspor durch einen Abzug von sechs Punkten mitten im Abstiegskampf der Verbandsliga Süd. Dort treffen sie nun auf den FC Alsbach, der nur zwei Zähler weniger auf dem Konto hat und mit einem Heimsieg an der Mannschaft von Trainer Jörg Loutchan vorbei ziehen könnte. Ganz andere Vorzeichen als noch in der Hinrunde, denn am sechsten Spieltag, als der FCA in Bad Homburg gastierte, stand der TSV noch an der Tabellenspitze und musste sich am Ende mit 1:2 gegen die Huy-Elf geschlagen geben - trotz des besseren Eckenverhältnisses. "Es war die Partie der Standardsituationen", erinnert sich Alsbachs Pressesprecher zurück. Andreas Rothermel glaubt, dass im Rückspiel nun die Tagesform entscheidend sein wird, gegen einen Kontrahenten, der in der aktuellen Situation nur schwer auszurechnen ist. Rechtzeitig für diese Begegnung sind Marcus Manga Mbou und Alexis Bonias wieder fit. Ein Einsatz von Deniz Özkaya, Luka Konjicija, Tim Engelhardt, Dennis Bender und Philipp May ist hingegen fraglich. Nach den negativen Schlagzeilen sowie den Niederlagen gegen Urberbach (0:3) und Bensheim (0:4) zum Jahresbeginn möchte der Sportliche Leiter des TSV nur nach vorne blicken und die Vergangenheit ruhen lassen. "Die Ergebnisse zuletzt haben natürlich geschmerzt, aber wichtig ist, was die Zukunft bringt", richtet Hüseyin Güven seinen Blick nach vorne und hofft dabei, dass die Mannschaft zur alter Form und Stärke zurückfindet. Nach einer guten Trainingswoche ist der Sportliche Leiter zuversichtlich, dass seine Spieler eine gute Leistung abliefern. "Die Mannschaft hat Qualität, aber die muss sie jetzt erst mal unter Beweis stellen und alles abrufen", so Güven, der sich freut, dass Yalin nun spielberechtigt ist und das Team am Sonntag unterstützen kann.
Türk Gücü Friedberg - Usinger TSG (Sonntag, 15 Uhr)
Während Türk Gücü Friedberg in diesem Jahr schon zwei Partien absolviert hat, steht für die Usinger TSG am Sonntag der Start in die Restrunde an. Dementsprechend weiß Marcel Kopp "auch noch nicht genau wo wir stehen. Wir hatten eine super Vorbereitung und jetzt muss man mal schauen", so der Spielertrainer, dem zu Ohren gekommen ist, dass "Türk Gücü Respekt vor uns hat, weil wir sie letzte Saison zweimal und auch in der Hinrunde geschlagen haben. Das macht uns schon stolz, dass der Tabellenführer uns respektiert." Dennoch sieht Kopp die Favoritenrolle nach dem gestrigen 6:0-Sieg Friedbergs gegen Sandzak bei den Gastgebern. "Türk Gücü ist klarer Favorit. Fünf Tore gegen Nidda, dazu sechs gestern. Die brennen momentan ein Offensivfeuerwerk ab. Aber wir wollen uns nicht so ergeben wie Sandzak", so der Coach, dem bis auf den krankheitsbedingt fehlenden "Routinier" Ulrich Strenkert alle Mann zur Verfügung stehen. Auf die letzten Niederlagen seiner Mannschaft will TGF-Coach Mustafa Fil nicht näher eingehen, "zumal ich ja nur im Hinspiel dabei war. Da haben wir 1:2 verloren. Was davor war, kann ich nicht sagen. Es ist ein Spiel wie jedes andere, das wir gewinnen wollen. Aber jedes Spiel ist ein neues Spiel", macht Fil deutlich und merkt an: "Usingen ist eine gute Mannschaft und hat seine Qualitäten." Mit dem gestrigen Auftritt gegen Sandzak war der Übungsleiter "schon zufrieden. Das war gut." Vor allem freute sich der Coach, dass seine Mannschaft zu Null gespielt hat. "Das war die richtige Antwort auf die fünf Gegentore gegen Nidda." Personell kann Fil gegen die UTSG aus dem Vollen schöpfen.