Ehrenberg wollte nach dem 4:1-Sieg gegen Bad Soden unbedingt nachlegen. Und da interessierte es schon vor dem Spiel niemanden, dass mit den Schäfer-Brüdern und Valentin Jestädt auch noch drei „Kirmesburschen“ ausfielen. So musste Johannes Wiegand trotz Kapselriss, den er sich kurzerhand selbst abtapte, ein eigentlich nicht spielfähriger Mann in die Viererkette rücken, dazu beackerte Denny Schwarz aus der zweiten Mannschaft die rechte Außenbahn. Auf der Bank saß mit Michael Zentgraf nur ein Feldspieler, der durfte in der Schlussphase ran, als sich bei Wiegand kein Rad mehr drehte. „Wenn wir aber solche kämperische Leistungen abliefern, dann ist es vollkommen egal, wie viele Leute wir sind“, zog SGE-Trainer Robert Schorstein seinen Hut, im obligatorischen Kreis nach der Partie sagte er zu seinen zwölf tapferen Kämpfern schlicht „Dankeschön“. Er dankte für eine ab der 25. Minute überragende kämpferische und läuferische Leistung aller Spieler, die sich für keinen Zweikampf auf dem seifigen Geläuf zu schade waren. Und ab und an kam noch richtig guter Kombinations-Fußball dazu. So wie beim Siegtreffer vom starken Spielmacher Julius Brehl, der eine Flanke von Steffen Kümmel über die Linie bugsierte (59.). Brehl hatte auch schon beim Ausgleich mit dem Halbzeitpfiff Aktien, als er nach einem Schorstein-Freistoß an den Querbalken köpfte, den Abpraller brachte Christian Büttner mit Übersicht aus 16 Metern im Tor unter. Brehl traf zudem noch einmal den Pfosten, Kümmel scheiterte zweimal am starkenTeutonen-Keeper Nicolas Jürgens, außerdem fehlte bei zahlreichen brandgefährlichen Kontern nur der letzte Pass. Großenlüder hatte nur 25 starke Minuten – und zwar die ersten im Spiel. Da sah Ehrenberg kaum den Ball, richtig zwingend wurde es aber nur beim Tor durch Fabian Lehmann, das ihm Sturmkollege Sascha Hasenauer auflegte. Chancen zum Ausgleich gab es wenige, die größte vergab Hendrik Bachmann mit dem Schlusspfiff:Anstatt den Ball nach Martinez-Flanke anzunehmen und einfach reinzuschieben, versuchte er es artistisch mit der Hacke. Reith hielt den Ball fest, Schiedsrichter Johannes Helmut Baumann pfiff ab und Teutonen-Trainer Thomas Reith war geladen:„Wir sind hinten zu schwach, im Mittelfeld zu unproduktiv und vorne machen wir die klarsten Dinger nicht.“ Großenlüder: Jürgens; Stobbe, Ripka, Bauer, Martinez – Bachmann, Schönherr (71. Klein), Hohmann, Pfeffer – Lehmann, Hasenauer. Ehrenberg: Reith; Müller, Seng, Wiegand (78. Zentgraf), Jestädt – Schorstein, Büttner – Schwarz, Brehl, Kümmel – Metzler. Schiedsrichter: Johannes Helmut Baumann (Fernwald). Zuschauer: 120. Tore: 1:0 Fabian Lehmann (20.), 1:1 Christian Büttner (45.+2), 1:2 Julius Brehl (59.). Gelb-Rote Karten: Christian Büttner (71., Ehrenberg), Manuel Stobbe (80., Großenlüder).
| Teutonia Großenlüder - SG Ehrenberg | |
| Liga: | Gruppenliga Fulda |
| Anstoss: | So - 12.10. 15:00 Uhr |
| Spieltag: | 14. Spieltag |
| Ergebnis: | 1 : 2 |
| Zuschauer: | 120 |
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