Die Begegnung begann eine halbe Stunde später als geplant, weil das Schiedsrichtergespann auf der Anreise am Wiesbadener Dreieck in einem Stau stecken blieb. Erst kurz vor 15 Uhr traf Schiedsrichter Simon Wecht aus Heppenheim mit seinen Assistenten Tim Binstadt und Paul Wenzek am Rasenplatz an der Faulbacher Straße ein. Die Gastgeber legten schon in der Anfangsphase zwei Tore vor, jeweils nach dem gleichen Muster. Erst flankte Jann Bangert von der rechten Seite und Stürmer Niklas Kern schob ein (9.). Der Jubel war kaum verklungen, da passte Marco Koch im Strafraum wieder zu Kern, der keine Mühe hatte zum 2:0 einzuschießen (11.). "Wir haben da aufgehört, wo wir bei der 3:4-Niederlage in Zeilsheim aufgehört haben. Das hat uns heute ausgemacht: Kampf, Wille und Leidenschaft", sagte Co-Trainer Maximilian Reitz nach dem Abpfiff. Im Frankfurter Stadtteil war Hadamar nach einem 0:4-Rückstand noch auf 3:4 herangekommen. Diesmal hatte das Team von Trainer Stefan Kühne von Beginn an alles im Griff. Die Gäste hatten eigentlich eine ganz gute Spielanlage, verteidigten aber in diesen beiden Szenen hanebüchen, sodass der VfB früh ins Hintertreffen geriet. So befand hinterher auch Ginsheims Coach Matthias Güldener: "Am Ende ist das schon ein komisches Gefühl. Bis auf die ersten zehn Minuten, waren wir nicht so schlecht im Spiel. Wir waren in den Zweikämpfen, haben versucht schnell zu spielen. Aber die Qualität der Offensive Hadamars nutzt kleine Fehler gnadenlos aus."
Vier Gegentore nach dem gleichen Muster
Zudem musste Güldener früh wechseln. Den völlig indisponiert auftretenden linken Verteidiger Eleazer Mensah tauschte er schon nach 24 Minuten gegen Christian Makana aus, der sich gleich mit einem fulminanten Schuss einfügte, den SVH-Torhüter Christopher Strauch zur Ecke klärte. Gerade als sich Ginsheim zu stabilisieren schien, erhöhte Koch kurz vor der Pause auf 3:0 für die Hausherren (42.). Wieder zu einfach, wie Koch den Querpass aus kurzer Entfernung einschieben konnte. Nach dem Seitenwechsel ließen die Gastgeber etwas nach, kamen aber trotzdem durch Innenverteidiger Mirko Dimter auf Flanke von Bangert zum 4:0 (61.). Die Altrhein-Kicker gaben aber nie auf und verdienten sich in der Schlussphase wenigstens den Ehrentreffer durch den eingewechselten Berat Karabey (86.), der eine Direktabnahme schön im Tornetz versenkte. "Alle vier Gegentore fielen hier nach dem gleichen Muster. Das kann einmal passieren, vielleicht zweimal. Danach hätten wir diese Option des Gegners unterbinden können", bedauerte Güldener. Gelegenheit es besser zu machen, besteht schon am Sonntag in acht Tagen. Denn dann kommt es aufgrund des kuriosen Spielplans in Ginsheim schon zum Rückspiel gegen den gleichen Gegner.
Die Statistik:
SV Rot-Weiß Hadamar: Strauch; Paul, Dimter, Dillmann, Teller (84. Neugebauer) - Zey, Monteiro-Carvalho, Velemir (64. Kittel), Koch (73. Moldsen) - Kern, Bangert. VfB Ginsheim: Stägemann; Fosuhene, Akoto, Redl, Mensah (24. Makana) - Gansmann, Oriana, Felek (63. Karabey), Jakubovic - Scholz, Thur (73. Baljak). Schiedsrichter: Simon Wecht (Heppenheim). Zuschauer: 187. Tore: 1:0 Niklas Kern (9.), 2:0 Niklas Kern (11.), 3:0 Marco Koch (42.), 4:0 Mirko Dimter (61.), 4:1 Berat Karabey (86.).
| SV Rot-Weiss Hadamar - VfB Ginsheim | |
| Liga: | Hessenliga Gruppe B |
| Anstoss: | Sa - 23.10. 15:00 Uhr |
| Spieltag: | 14. Spieltag |
| Ergebnis: | 4 : 1 |
| Schiedsrichter: | Simon Wecht (Heppenheim) |
| Platz / Ort: | RP Faulbacher Straße |
| Zuschauer: | 187 |
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